Dienstag, 18. Dezember 2012

Gentechnik-Kurznachrichten

Die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) hat offenbar ihre Haltung zu Gentechnik-Fütterungsversuchen geändert. Bei einem Direktoriumstreffen letzte Woche habe sich die Chefin der Behörde, Catherine Geslain-Lanéelle, erstmals positiv zu Langzeitstudien geäußert, berichtet das Medium EU Food Policy. Momentan werden die Risiken von Gentech-Mais und co bewertet, ohne dass diese an Versuchstieren getestet werden müssen. Manchmal führt die Industrie freiwillig solche Versuchen durch, diese dauern aber maximal 90 Tage – zu kurz, um Gefahren wirklich auszuschließen, meinen Kritiker.
Auch ein Vertreter der Abteilung für Gesundheit der Europäischen Kommission, Ladislav Miko, nahm an dem Treffen der EFSA teil. Die Kommission, die allgemein als gentechnik-freundlich gilt, wolle finanzielle Mittel für zweijährige Fütterungsstudien bereit stellen, sagte Miko dem Bericht zufolge. Zuvor hatte die Europäische Kommission sich höchstens zu 90-tägigen Untersuchungen bereit erklärt. Die EFSA wolle sich ihrerseits bei der methodischen Ausgestaltung längerer Studien einbringen. Man müsse nur die Finanzierung klären.
Laut Geschäftsführerin Geslain-Lanéelle soll zunächst der bereits zum Anbau zugelassene Monsanto-Mais MON 810 in Fütterungsstudien überprüft werden.

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