Mittwoch, 12. Februar 2014

Gentechnik-Kurznachrichten

Die Europäische Kommission ist vorerst mit dem Versuch gescheitert, Saatgut strikter zu regulieren. Der Agrarausschuss des EU-Parlaments lehnte den Entwurf der Kommissare ab. Saatgut-Aktivisten erwarten nun „ein klares Bekenntnis zur Vielfalt und zu denen, die sie verteidigen: Landwirte, Gärtnerinnen, kleine Züchter und Erhaltungsinitiativen“ Mit der neuen Verordnung soll der Markt für Pflanzensamen in der EU einheitlicher und strenger reguliert werden. Damit würden jedoch Agrarkonzerne wie Monsanto, Syngenta oder Bayer bevorzugt, kritisiert die Kampagne „Freiheit für die Vielfalt“. Daher sei der Beschluss des Agrarausschusses auch „ein wichtiges Signal an eine Handvoll Chemie-, Gentechnik- und Saatgut-Unternehmen, die in den europäischen und weltweiten Handel mit Saatgut dominieren“, erklärte Benedikt Haerlin für die Kampagne. Im März müsse das Plenum des Parlaments nachziehen und Erhaltungs- und Biozüchter unterstützen. Andernfalls könnten traditionelle und lokale Sorten vollends von den einheitlichen Hybrid-Saaten der Konzerne verdrängt werden. Auch der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft begrüßte die Entscheidung des Ausschusses, den Vorschlag der Kommission abzulehnen. Denn: „Würde der Vorschlag umgesetzt, könnte der dramatische Verlust von Obst-, Gemüse- und Getreidesorten forciert und die Existenz wichtiger Züchtungsunternehmen aufs Spiel gesetzt werden. Ohne Biodiversität ist die weltweite Ernährungssicherung in Gefahr: Eine Anpassung der Pflanzen an die Folgen des Klimawandels, wie Dürre, wäre ohne eine breite genetische Vielfalt bei Nutzpflanzen kaum möglich."

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