Freitag, 13. November 2015

Krebs durch Lippenpflege?

>>Die Position der Stiftung Warentest ist eindeutig: "Wegen der Testergebnisse raten wir von Lippenprodukten, die mit Mineralöl hergestellt werden, ab." Das Fazit kam nach einer Untersuchung von 25 Kosmetikprodukten auf Mineralölbasis, darunter Cremes, Babypflege, Melkfett, Vaseline. Alle enthielten MOAH, das sind aromatische Kohlenwasserstoff-Verbindungen, von denen einige nach Ansicht der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA ein "karzinogenes Risiko" darstellen, also möglicherweise krebserregend wirken. Lippenpflegestifte werden von der Stiftung Warentest als besonders gefährlich eingestuft, weil die Inhaltsstoffe von den Lippen abgeleckt werden und in den Körper gelangen. Auch Vaselinen sollten daher nicht am Mund verwendet werden. Sie waren im Test mit bis zu neun Prozent MOAH die am stärksten belasteten Produkte. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) geht zwar davon aus, dass Mineralölprodukte nicht oder nur in sehr geringen Mengen über die Haut aufgenommen werden und sieht "nach derzeitigem Kenntnisstand" keine gesundheitlichen Risiken. Gleichzeitig räumt das Institut "Datenlücken" ein, die eine Bewertung erschweren, insbesondere bei Aufnahme über den Mund.
Stiftung Warentest verweist dazu auf eine Untersuchung aus der Schweiz: Diese zeigte, dass bei stillenden Frauen, die Brust und Brustwarzen mit Salben oder Vaseline cremten, der Mineralölgehalt in der Muttermilch schnell und deutlich anstieg. Viele Produkte auf Mineralölbasis werden zudem speziell für beschädigte Haut empfohlen, zum Beispiel Cremes für Neurodermitis. Da sei es sehr wahrscheinlich, so Stiftung Warentest, dass Mineralöle durch die Haut in den Körper gelangen. Konventionelle Hersteller verwenden die sehr preisgünstigen Mineralöle seit Jahrzehnten. Bisher war man davon ausgegangen, dass das Öl frei von MOAH ist, da es in mehreren Schritten gereinigt wird. Erst jetzt, nach einem Zufallsfund in Körperöl, hat Stiftung Warentest eine Testmethode weiterentwickelt, die für den Nachweis von MOAH in Lebensmittel erprobt ist. "Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte auch andere mineralölhaltige Kosmetika meiden", warnt Stiftung Warentest. Dazu zählen Sonnenschutzmittel, Deos, Make-up, Haarwachs, Haargel und Zahnhaftcremes. Die Suche auf dem Etikett wird allerdings durch die Vielfalt der Bezeichnungen erschwert, darunter Mineral Oil, Paraffin, Paraffinum Liquidum, Cera Microcristallina, Microcristallina Wax, Ceresin, Ozokerit und Petrolatum.
Einfacher und für die Gesundheit am sichersten ist es, sich auf zertifizierte Naturkosmetik zu verlassen. Auch ohne Blick aufs Etikett steht fest: Mineralöle dürfen nicht eingesetzt werden.<<

(Quelle: schrotundkorn)

Kommentare:

  1. Im Mittelalter hätten wir vor Ratten gewarnt, die die Pest übertrugen, heute haben wir andere ‚Boten‘ die Krankheiten übertragen, MOAH den Krebs, die Zecke Borreliose …

    Jede Zeit hat ihre Krankheiten, wir können ihnen nicht entfliehen, wenn sie unser Karma ‚gerufen‘ hat. Wenn unser Karma sie nicht braucht sind sie kraftlos und tun uns nichts an.

    Christa

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    1. Da hast du Recht - aber ich sag zu sowas immer "man muss es ja nicht herausfordern..."
      ;-)

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