Donnerstag, 11. August 2016

Der Lebensstil entscheidet


>>Im Jahr 2000 litten weltweit 200 Millionen Menschen an Osteoporose, 44 Millionen allein in den USA. Im Jahr 2007 meldete man in Europa 620.000 Schenkelhalsbrüche; in Afrika aber, wo die meisten Menschen südlich des Äquators nahezu vegan leben, nur 8.000. In Deutschland diagnostizierte man im Jahr 2003 bei 39 Prozent aller über 50-jährigen Frauen und bei 9,7 Prozent der Männer derselben Altersklasse eine behandlungsbedürftige Osteoporose. Am häufigsten brechen die Rippen, gefolgt von Lendenwirbeln, Becken, Schulter, Oberarm, Unterarm und Schenkelhals. Wer an Osteoporose leidet, riskiert mindestens einen Knochenbruch in den nächsten vier Jahren. Das Risiko, an Osteoporose zu erkranken, hängt ab von Ernährung und Lebensstil. Osteoporose ist nämlich nur in den Ländern derart verbreitet, in denen westliche Zivilisation herrscht. Im Jahr 1961 hatte die WHO eine Empfehlung zum vermehrten Verzehr von Milchprodukten erlassen. Danach wurde die Osteoporose viel häufiger. In mehreren groß angelegten epidemiologischen Studien wurde denn auch gezeigt, dass die Osteoporose in Gebieten mit hohem Konsum von Milchprodukten, Käse und Fleisch, wie etwa der Normandie oder der Schweiz, viel verbreiteter ist als in Gebieten, wo die Nahrung viel Obst, Gemüse und Getreide enthält. Mittels Szintigrafie wurde nachgewiesen, dass das Calcium aus Milchprodukten wesentlich weniger gut in die Knochen eingebaut wird als Calcium aus Gemüse. Milliarden Euro fließen in Calciumpräparate, obschon deren Unwirksamkeit mehrfach nachgewiesen worden ist. Dagegen zeigt ein hoher Magnesiumgehalt der Nahrung und Vitamin D für die Wintermonate positive Wirkung. Entscheidend für die Knochendichte im späteren Leben ist der Aufbau einer hohen Knochendichte in der Kindheit und Adoleszenz. 
Ein Knochenmassenverlust über die Wechseljahre ist normal. Vegetarierinnen verlieren im Mittel 27 Prozent ihrer Knochenmasse, Frauen, die auch Fleisch essen, 44 Prozent. Ob dies gefährlich ist, hängt von der Reserve aus der Jugendzeit ab. Erst seit 30 Jahren wird die Bedeutung der Ernährung für die Verhütung der Osteoporose umfassender erforscht. Man hat erkannt, dass gesättigte Fette, Fleisch und Milchprodukte reduziert werden müssen und dass die Vitamine und Spurenelemente in der Nahrung in idealem Verhältnis und in maximaler Bioverfügbarkeit vorhanden sein müssen. Dies ist mit pflanzlicher Nahrung sehr gut möglich. Inzwischen hat man auch die große Bedeutung der essenziellen, mehrfach ungesättigten Ölsäuren, besonders der Omega-3-Fettsäuren, zur Verhütung der Osteoporose erkannt. Auch sekundäre Pflanzenstoffe, Phytoöstrogene und Polyphenole in den Außenschichten der Früchte und Gemüse spielen eine wichtige Rolle. Man hat nachgewiesen, dass Isoflavone und Fructooligosaccharide der vegetabilen Frischkost die Knochendichte stark verbessern und dass eine fermentierende, die Fäulnisbakterien bekämpfende Darmflora die Calciumresorption verstärkt. Dies verbessert die Knochenmassendichte, wie auch tägliches Körpertraining es tut. Eine Ernährung mit viel vegetabiler Frischkost, täglicher 20-minütiger Besonnung ohne Sonnencreme und eine geordnete Lebensweise mit genügend Vormitternachtsschlaf und viel Bewegung kann die Osteoporose zuverlässig verhüten. Ein Weg, der sich lohnt.<<

(Quelle: natürlich magazin)

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