Freitag, 12. Januar 2018

Bio könnte alle Menschen satt machen



>>Kann Bio die Welt ernähren? Ja, das geht. Allerdings braucht es dafür die Unterstützung der Verbraucher. Zu diesem Ergebnis kommt eine Gruppe von Wissenschaftlern der Welternährungsorganisation FAO, der Universitäten Aberdeen, Klagenfurt und Zürich unter Federführung des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) in einer Studie. Würden wir Menschen weniger tierische Produkte essen, weniger Nahrungsmittel wegwerfen und in der Tierhaltung weniger Kraftfutter wie Getreide und Soja (und dafür mehr Gras) verfüttern, könne der Bio-Landbau einen wichtigen Beitrag zur Welternährung leisten. Selbst neun Milliarden Menschen (prognostiziert für 2050) könnten damit ernährt werden – ohne mehr Land für den Anbau zu brauchen. Bei unverändertem Konsum würde die Umstellung auf ökologischen Landbau hingegen zu einem erhöhten Flächenverbrauch führen. Bei der Frage „Wer ernährt die Welt?“ betonen Kritiker stets, dass die Umstellung auf Bio aufgrund geringerer Ernten zu höherem Landverbrauch führten und deshalb keine Alternative sei. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Durch die Umstellung auf Bio-Landbau werden wichtige Umweltprobleme angegangen – Treibhausgasemissionen werden vermindert und negative Auswirkungen der konventionellen Landwirtschaft wie hohe Pestizidbelastungen und Stickstoffüberschüsse reduziert. Das sei gut für Böden, Luft, Klimaschutz, Wasser und Artenvielfalt.
Eine nachhaltige Landwirtschaft mit allen positiven Auswirkungen auf die Natur ist also nur möglich, wenn wir Verbraucher mitziehen. Unser derzeitiges Konsumverhalten bietet dafür viel Spielraum – auch wenn Veränderungen schwerfallen: Aktuell werden in Deutschland jährlich rund 60 Kilogramm Fleisch pro Kopf verzehrt, das ist doppelt so viel wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) für angemessen hält. Zugleich wirft jeder rund 83 Kilo Lebensmittel pro Jahr weg.<< 

(Quelle: schrotundkorn)

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