Montag, 17. Dezember 2018

Kürbis-Linsen-Dal

Zutaten für 2 Personen:
- 1 kleiner Hokkaido-Kürbis
- 120 g rote Linsen
- 1 Zwiebel
- 200 ml Kokosmilch
- 1 EL Zitronensaft
- etwas Knoblauchgranulat
- 1 TL Ingwer gem.
- 1/2 TL Currypulver
- 1 TL Kreuzkümmel gem.
- 1/2 TL Koriander gem.
- 1/2 TL Senfsamen
- 3/4 TL Kurkuma
- Salz, Pfeffer

Linsen nach Packungsanleitung zubereiten (ca. 15 min. köcheln lassen).
Kürbis und Zwiebel würfeln.

In einem Topf die Zwiebel zusammen mit Knoblauch, Ingwer, Currypulver, Kreuzkümmel, Koriander, Senfsamen, Kurkuma und Pfeffer anbraten. Kürbis dazu geben und ein wenig mit braten. Mit Zitronensaft ablöschen. Gekochte Linsen, Kokosmilch und 100 ml Wasser hinzufügen. Halb abgedeckt bei niedriger Hitze ca. 15 min. köcheln lassen. Mit Salz abschmecken.

Mit Reis und / oder Naan-Brot servieren.

Guten Appetit!

Freitag, 14. Dezember 2018

Produkttipp

Wir ernähren uns ja schon eine Weile salzärmer, was auch wunderbar klappt
(auch dank "Adios Salz") - selbst eine Alternative zu Gemüsebrühpulver habe ich gefunden
(eine Gemüsebrühe ohne Hefe UND Salz zu finden ist sehr schwierig...).
Diese kann ich wirklich seeeeeeehr empfehlen:

 
"VeggiePur" Gemüse-Kräuter-Mix Original bzw. Gemüse-Mix Original
(altes und neues Design, kann momentan noch beides im Handel sein)

Wirklich NUR Gemüse und Kräuter :-)

Und so sieht der Mix aus

(Original, Mediterran, Sanft, Fruchtig-scharf, Bolognese).
Außerdem im Sortiment: verschiedenes "Aromagemüse", das sind jeweils einzelne Gemüsesorten (z. B. nur Zwiebel, nur Lauch, nur Karotte...).

Der Original-Mix ist für mich am ehesten vergleichbar mit Gemüsebrühe, deshalb habe ich mich dafür entschieden. Man kann den Mix aber nicht nur als Grundlage für Brühe verwenden (bei der Menge am besten nicht an die auf der Packung empfohlene halten, lieber je nach Geschmack rantasten), sondern kann damit auch wunderbar verschiedene Gerichte und Soßen würzen.

Schmeckt wirklich sehr gut und ist wunderbar als Alternative zur herkömmlichen Gemüsebrühe geeignet (solange man nicht erwartet, dass sich der Mix so in Wasser löst 
wie es bei Brühe der Fall ist - dafür sind die Gemüse- und Kräuterstückchen zu groß... wenn sie dann in Wasser aufquellen sogar noch mehr ;-) ).


VeggiePur gibt es entweder online 
oder bei einem Händler vor Ort - Verzeichnis auf der Homepage (z. B. denns, Reformhaus...)

Montag, 10. Dezember 2018

Süßkartoffel-Kichererbsen-Suppe mit Brokkoli

Zutaten für 3 - 4 Personen:
- 1 große Süßkartoffel
- 330 g gekochte Kichererbsen
  (132 g getrocknet)
- 1 Zwiebel
- 1 kleiner Brokkoli
- 200 ml Kokosmilch
- 1 TL Kurkuma
- 1 TL Ingwer gem.
- etwas Knoblauchgranulat
- Salz, Pfeffer



Getrocknete Kichererbsen 8 - 12 Std. einweichen, danach 1,5 Std. köcheln lassen.

Die Süßkartoffel schälen und würfeln. Brokkoli in Röschen teilen.
Die Zwiebel würfeln und in einem Topf anbraten. Süßkartoffel und Kichererbsen dazu geben, kurz mit braten. Mit 800 ml Wasser ablöschen und abgedeckt bei mittlerer Hitze ca. 15 min. köcheln lassen. Die Kokosmilch und die Gewürze untermischen, dann alles cremig pürieren.
Den Brokkoli unter die Suppe heben und offen bei geringer Hitze ein paar Minuten köcheln lassen.

Guten Appetit!


Tipp: Auch ohne Brokkoli sehr lecker!

Freitag, 7. Dezember 2018

Weihnachten kommt dieses Jahr wieder ganz überraschend ;-)...

...und viele wissen vielleicht noch gar nicht, was sie dann kochen sollen...



Vielleicht sagt euch ja das eine oder andere Rezept dafür zu:

Bratwürste
Soja-Seitan-Frikadellen
Hummus-Rouladen
Rouladen in Bratensoße
- Seitanbraten
- Gefüllter Seitan-Rollbraten
- Linsenbraten
- Nussbraten
- Grünkernbraten
- Soja-Hackbraten
- Pilzbraten
- Kichererbsenpastete

=> und dazu
- Kartoffelsalat
- Kartoffelsalat 2. Variante
Rotkohlsalat
- Spitzkohl-Linsen-Salat
- Weißkohl-Möhren-Salat
- Cous-Cous-Kroketten
- Kartoffelwedges
- Süßkartoffel-Pommes
- Kartoffelbrei
- Kartoffelknödel
- Semmelknödel (mit Champignon-Räuchertofu-Soße)
- Semmelknödel aus der Pfanne
- Rotkohl / Blaukraut
- Bratensoßen


Was ganz was anderes:
Ofen-Süßkartoffeln mit Rotkohl-Quark
- Ofen-Süßkartoffeln mit roter Bete
- Ofen-Weißkohl mit cremiger Zwiebelsoße und Kartoffelbrei
Gefüllte Kartoffeln
Gefüllte Kohlrabi auf Möhren-Hirse-Bett
- Gefüllter Kürbis
- Gefüllte Süßkartoffeln
- Gefüllte Paprika (4. Variante)
Reis mit gefüllter roter Bete und Tomatensoße
Kartoffelbällchen mit Belugalinsen und Rahmspinat
- Sauerkraut-Tofu-Körbchen
- Reisbällchen mit Zitronensoße
Rosmarinpolenta mit Champignon-Rahmsoße
- Kohlrouladen
- Warme Süßlupinen-Torte
- Warmer Rosenkohl-Tempeh-Salat


Was deftiges und wärmendes:
- Veganes Wurstgulasch
- Kartoffelgulasch
- Veganes Omelette
- Veganes Omelette (2. Variante)
- Bratkartoffeln mit (Spitz-)Kohl
- Bratkartoffeln mit Räuchertofu
- Bratkartoffeln mit Brokkoli und Bohnen
- Knusperkartoffel-Pfanne
- Kartoffel-Sauerkraut-Pfanne
- Kichererbsen-Sauerkraut-Suppe
- Bohnen-Seitan-Eintopf
- Afrikanischer Süßkartoffeleintopf
- Afrikanischer Süßkartoffeleintopf (2. Variante)
- Pizzatopf
- Zwiebelsuppe
- Veganer "Shepard's pie"
- Sauerkrauteintopf
- Weißkohl-Kartoffel-Auflauf
- Sauerkraut-Tofu-Pfanne
- Sauerkrautsuppe
- Lauchkuchen
- Räuchertofu-Bällchen
- Erbsen-Suppe mit Räuchertofu-Topping
- Kartoffel-Spinat-Cremesuppe


Für Süßmäuler:
- Schoko-Lebkuchen-Kugeln
- Lebkuchen
- Apfelbrot
- Apfelstrudel
- Apfel-Bananen-Muffins
- Bananen-Haselnuss-Cookies
Herbstkekse
- Schokokuchen
- Schoko-Bananen-Kuchen
- Bananenkuchen
- Walnuss-Eistorte


Wer jetzt dabei noch nicht fündig geworden ist, dem empfehle ich die Übersicht aller Rezepte auf diesem Blog :-).


Egal, was ihr auch essen werdet, ich wünsche euch einen guten Appetit - lasst es euch schmecken! :-)


Montag, 3. Dezember 2018

Kürbis-Erdnuss-Suppe

Zutaten für 2 Personen:
- 1 Hokkaido-Kürbis
- 1 Zwiebel
- 1 EL schwarzer Balsamico-Essig
- 500 ml Gemüsebrühe
- 2 - 3 EL Erdnussmus
- 1 EL Currypulver
- 1/2 TL Paprikapulver
- 1 TL Ingwer gemahlen
- Chili, Salz, Pfeffer




Den Kürbis schälen und würfeln. Die Zwiebel ebenfalls würfeln und in einem großen Topf anbraten. Kürbis ein paar Minuten mit dazu geben. Mit Currypulver bestäuben, kurz anschwitzen lassen und dann mit Balsamico ablöschen. Die Gemüsebrühe dazu gießen und abgedeckt bei mittlerer Hitze ca. 15 - 20 Minuten köcheln lassen. Erdnussmus unterrühren und pürieren. Mit Paprikapulver, Ingwer, Chili, Salz und Pfeffer würzen.

Guten Appetit!

Freitag, 30. November 2018

Dankbarkeit - 114


Die Dankbarkeit ist der Schlüssel zur Zufriedenheit. - Ernst Ferstl
In einem dankbaren Herzen herrscht ewiger Sommer - Celia Layton Thaxter
Dankbare Menschen entdecken überall Geschenke. - Hanno Nuhm

Mit Dankbarkeit wird man glücklicher, zufriedener, ist weniger gestresst und soll sogar besser schlafen - mehr als genug Gründe, öfter mal daran zu denken, für was wir alles dankbar sein können.

Deshalb werde ich euch hier regelmäßig mitteilen, wofür ich dankbar bin / die letzten Wochen war.

Wer macht mit? :-) Hinterlasst mir gerne einen Kommentar oder erstellt selbst einen Post dazu auf eurem Blog (wer die Liste nicht veröffentlichen will, kann auch ganz alleine für sich eine erstellen,  z. B. regelmäßig in einem schönen Notizbuch).



Ich bin dankbar...


-...für einen Besuch beim "Hans im Glück".
Natürlich bei mir wieder mit dem meeeeeeeeega leckeren Salat "Rohköstlich"
und warmen Hausbrot dazu :-).
Ich warte immer noch darauf, dass mir jemand davon eine Badewanne voll macht :-D



-...dafür, dass es wieder ein "ungewöhnliches" Gemüse im Bioladen gab:
lila Chinakohl!


Jetzt hatte ich schon lila Frühlingszwiebeln, lila Kohlrabi, lila Möhren (die gibt es sogar immer wieder mal zu kaufen), lila Blumenkohl und eben den schönen Chinakohl :-)



-...für den immer wieder ganz ganz tollen Kundenservice vom Vegan-Onlineshop "vekoop".
Total freundlich und zuvorkommend - schon alleine deshalb mein liebster Onlineshop :-)



-...für einen schönen und leckeren Abend zu zweit beim "Cafe Tibet"



-...für leckeres Sushi beim "Osaka"



-...für einen lustigen Kinobesuch mit meinem Veggie. Wir haben uns "Night school" angesehen.
Lustig (auch mit "Blödsinn" :-D) aber auch was zum nachdenken - wer Kevin Hart und seine spezielle Art mag, für den ist der Film auf jeden Fall was :-)

Und nein: 
das ist keine typische Teenie-Highschool-Komödie - da geht es um die Erwachsenen und ihre Probleme, die Kinder / Jugendliche noch gar nicht so nachvollziehen können! :-D
Viele denken das aber scheinbar, denn der Kinosaal war bei uns interessanterweise voll mit Kindern und Teenies (und wir fast die einzigsten Erwachsenen...) :-D :-D





-...für einen leckeren und entspannten Besuch beim "Mondo" nach dem Kino.

Diesmal gab's für mich einen großen und leckeren Falafel-Salat :-)

Da ich keine Avocado im Salat wollte (...ja, ich als Veganerin mag keine Avocado - Schande über mich... :-D ), habe ich mehr Falafel dazu bekommen :-))))



-...dafür, dass es gerade wieder Rosenkohl-Saison ist.
Mochte ich früher üüüüüüüüüberhaupt nicht, jetzt liebe ich ihn 
(richtig zubereitet vorausgesetzt ;-) ).



-...für die tolle DVD, die ich nun geschickt bekommen habe, weil ich den Film über Crowdfunding unterstützt habe :-)


"Mantra - sounds into silence" 
(hier habe ich das Projekt bereits erwähnt und um Unterstützung gebeten)

Die Doku ist wirklich richtig toll geworden - schon alleine durch die schönen Bilder und Musik!
Darin gebt es über das Chanten von Mantras / Kirtan - woher diese Tradition stammt, was Mantras bewirken, wie viel Freude sie uns bringen und was Bhakti Yoga damit zu tun hat :-).
Zu Wort kommen "normale" Leute, dessen Leben sich durch Mantras verändert hat, aber auch viele bekannte Gesichter aus der "Szene",
wie Deva Premal & MitenKrishna DasSnatam KaurC. C. White, Jai Uttal, Gaura Vani
und viele andere.

Definitiver Tipp für alle Mantra- und / oder Bhakti Yoga - Interessierten!



-...für einen entspannten und leckeren Abend zusammen mit meinem Veggie und einem Freund beim "Restaurant Boliwood".
Nachdem mein Veggie und ich nach dem Essen einen Likör auf's Haus angeboten bekamen, wir aber Anti-Alkoholiker sind (unser Freund dagegen hat sich darüber gefreut ;-) ), hat uns der wie immer super nette und zuvorkommende Chef (der auch bedient) einen leckeren Chai-Tee gezaubert :-)



-...für schöne Waldspaziergänge zusammen mit meinem Veggie.


Montag, 26. November 2018

Schoko-Lebkuchen-Kugeln

Zutaten für ca. 16 - 18 St.:
- 200 g Datteln
- 25 g Kakaopulver (Tipp: Naturata)
- 1 TL Lebkuchengewürz
- 70 g gemahlene Mandeln
- gem. Cashewkerne / Haselnüsse /
  Orangenschale / Kokosraspeln o. ä.










Die Datteln mit dem Kakao, Lebkuchengewürz und ca. 8 EL Wasser in einem leistungsstarken Mixer pürieren (es reicht aus, wenn die Datteln zerkleinert und mit dem Rest gut vermischt sind). Die Mandeln dazu geben, gut vermischen und verkneten. Daraus kleine Kugeln formen und in gemahlenen Cashewkernen / Haselnüssen / Orangenschale, Kokosraspeln oder was auch immer ihr mögt, wenden.

Entweder direkt vernaschen oder ein paar Stunden in den Kühlschrank geben (am besten über Nacht), dann sind die Kugeln noch viiiel leckerer - dort halten sie dann auch mind. 1 Woche (theoretisch ;-) ).

Guten Appetit!

Freitag, 23. November 2018

Leid auf Rädern

Wieder ein erschreckender Bericht von "Schrot und Korn":

>>Transporte bedeuten für Tiere Stress. Je länger, desto mehr. Trotzdem werden tagelange Fahrten vom Gesetz erlaubt und von Tierärzten abgenickt. Dabei ginge es auch anders.



Im Hafen von Beirut, Libanon: Ein schwarzweißes Rind baumelt am Seil des Ladekrans, befestigt nur mit dem linken Vorderbein. Das Tier lebt, aber es ist so schwer verletzt, dass es den Frachter nicht selbst verlassen kann. Mit dieser Szene begann im November 2017 die ZDF-Dokumentation Geheimsache Tiertransport. Es folgten noch weitaus schrecklichere Bilder, die alle ein Thema hatten: Das Leid der Nutztiere, die lebend in Länder außerhalb der EU transportiert werden, um dort in Schlachthöfen zu enden – weil das günstiger ist, als Fleisch gekühlt zu transportieren.

Rund vier Millionen Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen werden jedes Jahr aus der EU in Drittländer exportiert, schreibt der Deutsche Tierschutzbund. Die meisten von ihnen landen in Schlachthöfen in der Türkei und im Nahen Osten. Für die Tiere und ihren Transport gilt eigentlich ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs von 2015: Demnach enden die Tierschutzbestimmungen der EU nicht an deren Außengrenze, sondern müssen bis zum Bestimmungsort eingehalten werden. Doch das funktioniert nicht, wie die ZDF-Dokumentation und zahlreiche Recherchen von Tierschutzorganisationen zeigen.

Dabei passt auf dem Papier alles. Die Händler müssen belegen, dass sie die Vorgaben der EU-Verordnung über den Schutz von Tieren beim Transport einhalten, auch außerhalb der EU. Erst wenn ein hiesiges Veterinäramt das bestätigt, dürfen die Tiere auf die Reise geschickt werden. „Doch wie soll ein deutscher Tierarzt überprüfen, ob die angegebenen Tränkeplätze in der Türkei oder Tadschikistan tatsächlich existieren“, fragt Angela Dinter von der Tierschutzorganisation Provieh. Solche Recherchen leisten Organisationen wie die Animal Welfare Foundation. Im Sommer 2016 besuchten deren Mitarbeiter die bulgarisch-türkische Grenzstation Kapikule. Bis zu 40 Grad zeigte das Thermometer, stundenlang mussten die Tiertransporter auf die Einreise in die Türkei warten. „Die Ladedichte war oft zu hoch und das Wasser der automatischen Tränken nicht trinkbar, weil es mit Kot verschmutzt war“, berichteten die Tierschützer. „Die Tiere litten unter Hitzestress, Durst und Hunger. Wir haben tote Bullen und Kälber auf den Transportern vorgefunden und ein junger Mastbulle ist vor unseren Augen gestorben.“

Animal Welfare Foundation hat auch Schiffe untersucht, mit denen Rinder übers Mittelmeer nach Ägypten oder Lybien gebracht werden – ausgemusterte, billig umgebaute Fähren. „Die Schiffe sind zu alt, technisch überholt, schlecht gewartet“, heißt es im Bericht der Tierschützer. Die Tiere würden unter Deck in notdürftig zusammengeschweißten Gattern, bei Kunstlicht und ohne Belüftung tagelang zusammengepfercht. Jedes Jahr würden 15 000 bis 18 000 auf solchen Schiffen gestorbene Tiere im Mittelmeer entsorgt, schätzen die Tierschützer: „Die Crew schlitzt ihre Bäuche auf, damit die Kadaver versinken und nicht an die Touristenstrände gespült werden.“ Dennoch sind solche Schiffe nach EU-Recht zugelassen. „Für wenig Geld findet sich zum Beispiel in Rumänien ein Veterinär, der die EU-Zulassung für wenige Euro abstempelt“, schreibt die Animal Welfare Foundation.

„Die dokumentierten Zustände zeigen, dass der Schutz der Tiere auf solchen Transporten nicht sichergestellt werden kann“, sagt Claudia Preuß-Ueberschär, Pressesprecherin des Vereins Tierärzte für verantwortbare Landwirtschaft. „Also dürfte es eigentlich keine Genehmigung geben.“ Mancher deutsche Amtsveterinär verweigert deshalb auch seine Zustimmung für Tiertransporte in Länder außerhalb der EU. „Aber das bedeutet auch Ärger mit den Unternehmen und womöglich auch mit Lokalpolitikern“, weiß Preuß-Ueberschär. Zudem könnten die Händler in einen anderen Landkreis ausweichen, wo sie leichter eine Genehmigung bekommen. Tierschützerin Angela Dinter lobt in diesem Zusammenhang den baden-württembergischen Landwirtschaftsminister. Er hat sich mit den betroffenen Verbänden darauf geeinigt „auf die Vermarktung von lebenden Tieren aus Baden-Württemberg zur Schlachtung in Drittländern zu verzichten“, schreibt das Ministerium. Einen solchen Verzicht fordern Tierschützer – und in aktuellen Anträgen die Grünen und die FDP – auch von der Bundesregierung. Bislang erfolglos.

Die Transporte in Drittländer machen nur einen kleinen Teil der Tiertransporte in der EU aus. Weil die Missstände besonders groß und die Bilder davon besonders grausam sind, schaffen sie es immer wieder in die Öffentlichkeit. Doch auch bei Transporten innerhalb der EU und sogar innerhalb Deutschlands leiden die Tiere.

In Artikel 3 der EU-Tiertransportverordnung heißt es: „Niemand darf eine Tierbeförderung durchführen oder veranlassen, wenn den Tieren dabei Verletzungen oder unnötige Leiden zugefügt werden könnten.“ Um das zu erreichen, schreibt die Verordnung zahlreiche Details vor, von der Qualifikation des Personals über die Ausstattung der Transporter bis hin zum Umgang mit den Tieren. Sie gelten für Transporte in Deutschland ebenso wie für Fahrten innerhalb der EU und darüber hinaus.

Generell gibt die Verordnung eine Beförderungszeit von acht Stunden vor, lässt aber Ausnahmen zu, wenn die Transporter entsprechend ausgestattet sind. Dazu zählt, dass die Fahrzeuge isoliert sein müssen und über eine Lüftung verfügen. Auch müssen ausreichend Futtermittel und Wasser mit an Bord sein. Ist das erfüllt, dürfen Schweine bis zu 24 Stunden am Stück transportiert werden. Rinder müssen nach 14 Stunden Fahrt „eine ausreichende, mindestens einstündige Ruhepause erhalten, damit sie getränkt und nötigenfalls gefüttert werden können.“ Danach darf der Laster weitere 14 Stunden fahren. Erst dann „müssen die Tiere entladen, gefüttert und getränkt werden und eine Ruhezeit von mindestens 24 Stunden erhalten“, heißt es in der Verordnung. Das wäre vielleicht noch auszuhalten, wenn die Tiere so viel Platz wie in einem Stall hätten. Doch im Laster muss ein ausgewachsenes Mastschwein mit einem halben Quadratmeter auskommen, für ein Rind sind 1,6 Quadratmeter vorgesehen. Die Fläche ist nicht groß genug, damit alle Tiere gleichzeitig liegen können. Sie stehen also dicht gedrängt. Tierschutzorganisationen fordern seit Jahren, die Vorgaben zu verschärfen und die Transportzeit strikt auf acht Stunden zu begrenzen. Doch die EU-Kommission zeigt bisher keine Bereitschaft dazu.

Doch selbst diese wenig tierfreundlichen Bedingungen werden oft nicht eingehalten. Wenn Polizei und Amtstierärzte bei Straßenkontrollen Tiertransporter rauswinken und überprüfen, müssen sie oft die Hälfte oder mehr der Laster beanstanden. Sie sind überladen, transportieren kranke oder verletzte Tiere, die gar nicht mitfahren dürften oder haben zu niedrige Decken für die Tiere. Erstaunlicherweise stellen die Veterinäre, die bei der Verladung von Tieren oder bei deren Ankunft im Schlachthof die Transportbedingungen überprüfen, weitaus weniger Verstöße fest. „Ich halte die Ergebnisse der Straßenkontrollen für repräsentativer“, sagt Angela Dinter: „Denn dort kontrollieren Polizei, Ordnungsamt und Veterinäre viel umfassender.“

Gravierende Folgen haben Verstöße nicht. Oft werden die Fahrer nur ermahnt, die selten verhängten Strafgelder sind gering. Und die Gefahr erwischt zu werden ist angesichts der sporadischen Straßenkontrollen nicht hoch. Tierärztin Claudia Preuß-Ueberschär fordert deshalb: „Es muss in Deutschland besser kontrolliert werden und beanstandete Lkws gehören aus dem Verkehr gezogen.“ Doch dafür bräuchte es mehr Personal. 3 900 amtliche Veterinäre arbeiten in Deutschlands Behörden, weitere 2 000 wären notwendig, um alle gesetzlichen Aufgaben erfüllen zu können, legte Holger Vogel, Präsident des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte (BbT), vor dem Bundestag dar.

Die EU-Öko-Verordnung macht keine konkreten Vorgaben für Tiertransporte. Deshalb gelten für Bio-Tiere dieselben Regelungen wie für ihre konventionellen Artgenossen. Ganz anders dagegen die Bio-Verbände wie Bioland, Demeter oder Naturland. Sie beschränken die Transporte zum Schlachthof auf vier Stunden und 200 Kilometer. Die Tiere dürfen nicht mit Elektroschockern angetrieben werden, was konventionell in bestimmten Situationen erlaubt ist. Die Lkws müssen trotz der kurzen Strecke eingestreut werden. Die EU schreibt das nur für Langstreckentransporte und Jungtiere vor.

„Bio-Verbände sind hier ein Vorbild. Es wäre schön, wenn auch die restliche EU so weit käme“, lobt Angela Dinter von Provieh. Allerdings sehen die Verbandsregeln auch Ausnahmen vor. Denn für manchen Bio-Landwirt ist es nicht so einfach, im Umkreis von 200 Kilometern einen bio-zertifizierten Schlachthof zu finden. Das große Geschäft mit dem Fleisch machen einige wenige Konzerne. Für deren Fließbandschlachthöfe sind die kleinen Mengen an Bio-Tieren nicht interessant. Sie stören nur die Abläufe. Es sind eher kleine bis mittelgroße Schlachthöfe, die an ein, zwei Tagen Bio-Tiere schlachten – und davon gibt es immer weniger. „Eine strikte EU-Vorgabe, die Transportzeit auf vier Stunden zu begrenzen, würde dazu führen, dass wieder regionale Schlachtstrukturen entstehen“, erklärt Dinter. Für die von vielen Menschen gewünschte regionale Lebensmittelversorgung wäre das ein großer Vorteil. Noch viel besser wäre aus Sicht der Tierschützerin eine mobile Schlachtung am Hof selbst – ohne Tiertransport und ohne Stress.


Tiertransporte in Zahlen

Auf den Straßen in Deutschland und der EU sind ständig lebende Tiere unterwegs. Tierschutzorganisationen und amtliche Statistiken nennen folgende Zahlen:
- Allein in Deutschland werden jährlich über 750 Millionen Tiere zu einem Schlachthof transportiert und dort geschlachtet. 80 Prozent dieser Tiere sind Masthühner, der Rest vor allem Schweine, Rinder, Puten und Legehennen.
- Für die gesamte EU erhöhen sich die Zahlen auf 360 Millionen Schweine, Rinder, Schafe und Ziegen sowie vier Milliarden Stück Geflügel – jedes Jahr.
- Die meisten dieser Tiere wurden auch davor schon transportiert: Als Küken zum Hühnermäster, als junge Hennen zum Eiererzeuger, als Ferkel und Kälber in die Mastbetriebe. Dadurch verdoppelt sich die Zahl der Transporte. Allein in Deutschland wären es dann 1,3 bis 1,5 Milliarden Tiere jährlich.
- 700 000 Rinder, 2,6 Millionen Schweine und 226 Millionen Hühner verlassen Deutschland lebend und werden in anderen Ländern geschlachtet oder zur Eiererzeugung verwendet.
- Vier Millionen Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen werden jedes Jahr von der EU in Drittländer transportiert und dort geschlachtet. Darunter sind 70 000 Rinder aus Deutschland.
- Selbst in Deutschland wir nur ein Prozent der Tiertransporte auf der Straße kontrolliert.


Interview

Julia Havenstein, Vorsitzende der deutschen Tierschutzorganisation Animals’ Angels, spricht mit uns über den Schutz der Tiere während des Transports.

Seit 20 Jahren begleitet und kontrolliert Animals’ Angels Tiertransporte. Hat sich etwas verbessert?

Die Bedingungen sind nicht mehr so grausam wie früher. Geblieben ist das Grundproblem: Die Tiere werden als Waren be- und gehandelt, obwohl sie fühlende Wesen sind. Nach wie vor exportieren wir sie in Länder, von denen wir wissen, dass es dort keinerlei Gesetze zum Schutz der Tiere gibt.

Warum tut die EU nichts?

Sie tut schon etwas, aber es wird immer an Symptomen herumgedoktert. Was es braucht, sind andere Gesetze: Lebendtierexporte in Drittländer müssten verboten und Transporte zum Schlachthof innerhalb der EU strikt auf acht Stunden beschränkt werden. Aber Export ist eben ein riesiges Geschäft.

Mit Ihren Kontrollen von Tiertransporten stören Sie das Geschäft. Ist das gefährlich?

Drohungen von Seiten der Wirtschaft gegen uns hat es nie gegeben, höchstens mal verbales Hickhack in Brüssel. Vor Ort kann es passieren, dass Fahrer ausrasten, auch wenn wir uns höflich vorstellen und erklären, dass es uns nur um das Wohl der Tiere geht. Oft sind es aber Fahrer, die uns anrufen, wenn sie ein Problem mit den Tieren haben. Wenn wir Verstöße feststellen, zeigen wir das Transportunternehmen an.

Und das hilft?

Es zeigt in Einzelfällen Wirkung, bei Unternehmen, aber auch bei Behörden. Natürlich ist das eine Sisyphos-Arbeit, die nie aufhört. Aber irgendwo muss man damit anfangen.

Wie verarbeiten Sie das Leid der Tiere, mit dem Sie dabei konfrontiert werden?

Ich bin froh, dass ich die Möglichkeit habe, den Tieren zu helfen. Schlimmer wäre es, wenn ich zu Hause sitzen müsste und nichts tun könnte, dann würden mich die Bilder heimsuchen.


Tierschutzorganisationen
www.animals-angels.de
www.animal-welfare-foundation.org
www.provieh.de
www.peta.de
www.tierschutzbund.de
www.albert-schweitzer-stiftung.de
www.vier-pfoten.de
www.ariwa.org
www.bmt-tierschutz.de
www.soko-tierschutz.de
www.tierschutz-tvt.de

Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz
www.tfvl.de
Tierärzte für verantwortbare Landwirtschaft

Doku von Manfred Karremann
www.zdf.de/dokumentation/37-grad/37-geheimsache-tiertransporte-100.html

„Truck you, Tiertransporte schmecken nicht“ heißt eine Kampagne des Deutschen Tierschutzbüros
www.truckyou.de


Bücher
Hofreiter, Anton: Fleischfabrik Deutschland.
Goldmann Verlag, 2017, 256 Seiten, 10 Euro

Wolfschmidt, Matthias: Das Schweinesystem.
Verlag S.Fischer, 240 Seiten, 18 Euro<<


Montag, 19. November 2018

Semmelknödel aus der Pfanne

Zutaten für 5 - 6 St.:
- 1 Zwiebel
- 4 Brötchen (1 - 2 Tage alt)
- 250 ml Sojamilch
- 2 EL Kichererbsenmehl
- 2 EL Petersilie
- Salz, Pfeffer, ein wenig
  Knoblauchgranulat






Zwiebel würfeln und in einer Pfanne anbraten. Brötchen würfeln, in eine Schüssel geben, mit Sojamilch gut vermischen und 5 - 10 Minuten ruhen lassen.
Danach Zwiebeln, Kichererbsenmehl und die Gewürze untermischen. Gut durchkneten. Knödel formen und diese flach drücken. In einer Pfanne von beiden Seiten goldbraun braten.

Dazu passt Bratensoße.

Guten Appetit!

Freitag, 16. November 2018

Hinduistische Mythen und Geschichten

Hängt an der Wand über meinem Krishna-Altar


Heute möchte ich euch die Webseiten der lieben Christa vorstellen:
Christas Leidenschaft sind hinduistische Mythen und Geschichten. Da man diese aber hauptsächlich in englischer Sprache findet (aus dem Sanskrit übersetzt), hat Christa diese ins deutsche übersetzt und auf ihren Seiten zur Verfügung gestellt.
Am meisten fühlt sie sich zu Krishna und Shiva hingezogen, 
deshalb gibt es gleich drei Webseiten von ihr:
Krishnadarshana - eine Seite, die Krishna und seinen Avataren gewidmet ist
Shivadarshana - eine Seite, die Shiva gewidmet ist
Hindumythen - eine Sammlung indischer Mythen

Alle drei Seiten sind sehr umfangreich und interessant - ich habe mehrere Wochen gebraucht, um alles, was mich interessiert durchzulesen und das war nicht wenig :-).

Unbedingt mal vorbei schauen - die wunderbare Arbeit von Christa verdient Anerkennung und es lohnt sich, da man auch sehr viel neues und tolles entdeckt, wenn man sich bereits etwas mit dem Thema beschäftigt hat!


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Ganz neu seit April 2017:
Christa hat früher unglaublich viele Länder bereist 
und dies nun auf ihrem Blog "Lebensreise - Reiseleben" festgehalten.
Sehr faszinierend und spannend durch viele "fremde Eindrücke" über verschiedene Länder und Kulturen, Erlebnisse und Bilder.
Genauso wie die oben genannten Seiten, auf jeden Fall einen Besuch wert!


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Die liebe Christa war auch 2018 wieder fleißig und hat weitere lesenswerte Seiten erstellt:

- "Wer ist wer in der indischen Mythologie":
eine Übersicht über Charaktere und Begriffe im Hinduismus (mit Verlinkung zu ihren oben genannten Seiten, um noch mehr über die Charaktere / die Begebenheiten zu lesen)

- "Das vedische Cafe":
Da ich nicht weiß, wie ich diese tolle Seite kurz zusammenfassen soll, überlasse ich das einfach Christa: "....eine bunte Auswahl an vedischem Gedankengut....für jeden soll etwas dabei sein.... hier geht es um das alte, geistige Indien"

Für mich ist da auf jeden Fall was dabei :-) - besonders mag ich die Geschichten zum Nachdenken (und davon ganz speziell "Alles hat einen Sinn" und "Suresh und Yama")


Auch hier empfehle ich: unbedingt vorbei schauen, 
da dürfte für jeden Interessierten etwas dabei sein :-)


Montag, 12. November 2018

Rosenkohl-Pizza

Zutaten für 1 Blech:
Teig:
- 167 g Mehl (Dinkel 630 / Weizen 550 /
   Dinkel-Vollkornmehl)
- 83 g Hartweizengrieß
- 2,5 g frische Hefe
- 1/2 EL Öl
- Salz
Belag:
- 400 - 500 g Rosenkohl
- 200 g Räuchertofu
- passierte Tomaten
- Oregano, Thymian, Kräuter d. Provence,
  Salz, Pfeffer
- Hefeschmelz / (geriebener) veganer Käse

Teig:
Mehl, Grieß und Salz in einer Schüssel mischen. Hefe in 150 ml lauwarmen Wasser und Öl auflösen, danach gut mit dem Mehl vermengen. Mit den Händen ein paar Minuten kneten, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist. Die Schüssel mit einem feuchten Tuch abdecken und 30 min. an einem warmen Ort gehen lassen. Danach abgedeckt für 24 Std. in den Kühlschrank stellen.
Den Teig 1 Std. vor der Verwendung aus dem Kühlschrank nehmen, 30 min. stehen lassen, auf ein Blech aufbringen und nochmals 30 min. ruhen lassen.

Belag:
Beim Rosenkohl den Strunk und die äußeren schlechten Blätter entfernen. Waschen und dann in Scheiben schneiden. Räuchertofu würfeln. Die passierten Tomaten mit den Kräutern, Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen.

Die Pizzasoße auf dem Teig verteilen, darauf ein wenig Hefeschmelz / Käse und dann die restlichen Zutaten darüber verteilen. Zum Schluss den restlichen Hefeschmelz / Käse darüber geben.

Im vorgeheizten Ofen bei 250° Umluft ca. 11 min. backen.

Guten Appetit!

Freitag, 9. November 2018

Produkttipp

Ein Dip für alle Fälle ;-)




Zufällig entdeckt und gleich beim ersten probieren verliebt :-))).
Schmeckt sehr sehr lecker, aber Achtung: auch gut scharf!

Durch den Fettgehalt nicht unbedingt was für jeden Tag und um es Gläserweise zu essen :-D, 
aber hier und da muss die Soße unbedingt sein, 
passt nämlich hervorragend zu Kartoffeln, Süßkartoffeln, Reis, Nudeln, Brot..... 
und bestimmt noch zu vielem mehr, was ich noch nicht getestet habe
(z. B. sicher gut anstatt Ajvar in manchen Rezepten...) :-)


(erhältlich im Bioladen)

Montag, 5. November 2018

Ofen-Süßkartoffeln mit roter Bete

Zutaten für 2 Personen:
- 2 - 3 große Süßkartoffeln (je nach Größe)
- 1 große rote Bete (roh)
- 1 Möhre
- 1 Zwiebel
- 200 ml Reissahne
- 2 EL Schnittlauch
- etwas Knoblauchgranulat
- Salz, Pfeffer





Die Süßkartoffel gut waschen (da ihr die Schale mitessen könnt), halbieren und mit der Schnittfläche nach unten auf ein Backblech legen. Bei 200° Umluft ca. 30 min. backen.

In der Zwischenzeit das restliche Gemüse würfeln und in einer Pfanne ein paar Minuten lang gut anbraten. Knoblauch untermischen und dann mit der Reissahne ablöschen. Offen ca. 2 min. bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Mit Schnittlauch, Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Süßkartoffeln auf Teller verteilen und die Gemüse-Soße darüber geben.

Guten Appetit!

Freitag, 2. November 2018

Die Pestizidlüge

Ein Interview mit André Leu aus der Schrot & Korn:

>>Schon der Titel seines im Februar erschienenen Buchs spricht Bände: 
Der Agrarexperte André Leu möchte darin die Mythen der Agrarindustrie um Glyphosat & Co. widerlegen. Er sagt, wenn es um Pestizide gehe, arbeiten Agrarindustrie und Chemielobby seit Jahrzehnten mit geschönten Daten. Die Grenzwerte etwa, ab wann Pestizide verboten seien, richten sich stets nach gesunden Erwachsenen. Dass Kinder massiv gefährdet seien, werde verschwiegen. Wir reden mit ihm über sein Anliegen. 


Herr Leu, was hat Sie motiviert, ein Buch über die Gefährlichkeit von Pestiziden zu schreiben?

Uns wird erzählt, die Menge an Pestizidrückständen in Lebensmitteln seien unbedenklich und sicher. Es gäbe deshalb keinen Grund, Bio-Lebensmittel nachzufragen. Ich wollte prüfen, ob das stimmt. Dank meines Universitätsabschlusses in Kommunikation verstehe ich wissenschaftliche Veröffentlichungen und kann sie in gut verständliche Alltagssprache übersetzen. So kann jeder in meinem Buch nachlesen, wie Pestizide unsere Gesundheit – und insbesondere die unserer Kinder – beeinträchtigen können.

Eine Kernaussage ist, dass die globalen Agrarchemie-Unternehmen  Fakten manipulieren, wenn nicht sogar fälschen. Wie meinen Sie das?

Durch den Einfluss der Lobbyisten auf die Gesetzgebung schützen Regierungen die Interessen der Industrie mehr, als die der Öffentlichkeit. Ein klassisches Beispiel von massivem Interessenskonflikt ist die sogenannte Drehtür: Dabei besetzen ehemalige Topmanager einflussreiche Positionen in der Politik und umgekehrt. So kontrollieren die Füchse das Hühnerhaus! Ex-Manager der Agrarchemieindustrie schreiben Gesetzestexte zu Pestiziden, die ihr früherer Arbeitgeber entwickelt hat. Und in den Fachausschüssen, die die Rückstandsmengen giftiger Chemikalien in unseren Lebensmitteln festlegen, sitzen Wissenschaftler, die Forschungsgelder der Pestizidindustrie erhalten.

Wie sollten die Höchstwerte von Pestizidrückständen in Lebensmitteln festgelegt werden?

Für die Gesetzgebung dürften nur Studien unabhängiger Wissenschaftler nach dem Goldstandard berücksichtigt werden, die in anerkannten Wissenschaftsmagazinen veröffentlicht wurden. In den Gremien würden unabhängige Experten entscheiden, die keine finanziellen oder anderen Interessenskonflikte mit der Pestizidindustrie hätten. Und alle Prozesse müssten transparent und der Öffentlichkeit zugänglich sein.

Mittlerweile hat ja praktisch jeder Mensch Glyphosat im Körper …

... mit ernsten, teils tödlichen Folgen. Glyphosat durchdringt sogar die Plazenta und kann die embryonale Entwicklung direkt beeinflussen. Föten und Neugeborene verfügen nicht über Enzyme wie Erwachsene, um Gifte abzubauen. Die Umweltorganisation Environmental Working Group hat im Nabelschnurblut von Babys bis zu 232 Chemikalien nachgewiesen. Pestizide können massiv den Hormonhaushalt verändern. Das ist kritisch für die normale Entwicklung bis hin zur Pubertät. Kinder im Wachstum brauchen, um sich normal zu entwickeln, kleine Dosen spezieller Hormone zu bestimmten Zeiten. Selbst kleinste Pestizidmengen können diese Prozesse massiv stören.

Sie warnen vor „synergistischen und metabolischen Effekten“ bei Pestiziden. Was meinen Sie damit?

Die Kombinationen von Pestiziden und ihren Abbauprodukten können bis zu tausend Mal giftiger sein als ein einzelner chemischer Wirkstoff!

Sie fordern eine pestizidfreie Landwirtschaft. Ist das nicht eine Illusion?

Nein, das ist absolut realistisch. Die Pestizidindustrie behauptet, wir könnten ohne Pestizide nicht genug Lebensmittel für die Menschheit produzieren, und müssten deshalb Rückstände akzeptieren. Das stimmt nicht. Gute biologische Landbausysteme erbringen gleiche und in armen Ländern mit geringem Produktionsniveau sogar höhere Erträge. Ganz zu schweigen vom Nutzen für Gesellschaft, Umwelt und Gesundheit: etwa die wachsende Biodiversität, eine Abmilderung der Klimakatastrophe etc.

Wie kann sich jeder selbst vor Pestizid-Rückständen schützen?

Die gute Nachricht ist: Pestizide lassen sich vermeiden, indem man sich konsequent mit biologischen Lebensmitteln ernährt. Die meisten Pestizidrückstände kommen nämlich via Lebensmittel in unseren Körper. Nahrungsmittel zu waschen und zu schälen, hilft so gut wie nichts, denn die meisten Pestizide befinden sich in den Lebensmitteln.

3000 Exemplare Ihres Buchs gehen kostenlos an Kinderärzte, Hebammen und Kinderkrankenschwestern ... 

Dass 3000 Experten für Gesundheit und Ernährung im Kindesalter mein Buch lesen können, darüber bin ich sehr froh. Nicht zuletzt habe ich es geschrieben, um gerade diese Berufsgruppen zu erreichen und darüber aufzuklären, wie gefährlich selbst kleinste Mengen an Pestiziden in unseren Lebensmitteln sind. Ich hoffe, immer mehr Menschen wird das bewusst und immer mehr Eltern erkennen, dass es für ihre Kinder am besten ist, biologische Lebensmittel zu essen. 

Was ist Ihre wichtigste Erkenntnis?

Kindern konventionelle, pestizidbelastete Lebensmittel zum Essen zu geben, ist unverantwortlich. Die meisten Pestizidrückstände gelangen über diesen Weg in den Körper. Obst und Gemüse zu waschen und zu schälen, hilft so gut wie nichts. Die meisten dieser Gifte befinden sich in den Lebensmitteln drinnen. Kaufen Sie Bio-Lebensmittel und verzichten Sie auf Pestizide in Haus und Garten! So können wir den Verlust von Lebensräumen, das massive Artensterben und den Klimawandel bremsen und uns allen eine gesunde Zukunft bescheren. Echte, positive Veränderungen werden von der Bevölkerung in Gang gesetzt. Wir können zu dieser Veränderung beitragen. Das sind wir unseren Kindern und unserer Zukunft schuldig.<<

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