Dienstag, 6. Dezember 2016

Nicht für Aluminium ausrotten!



>>Fahrräder, Fenster und Verpackungen – Aluminium macht unser Leben leichter. Zugleich richtet es schweren Schaden in Regenwäldern an. In Ghana hat die Firma Exton Cubic Group eine Lizenz bekommen, Flächen für den Abbau von Bauxit zu verwüsten. Ausgerechnet im einzigartigen Tano Offin Forest. Bitten fordern Sie den Schutz der Wälder.<<


Montag, 5. Dezember 2016

Rote Bete-Kokos-Suppe

Zutaten für 3 - 4 Personen:
- 500 g vorgekochte rote Bete
- 200 g Kartoffeln mehlig kochend
- 1 Zwiebel
- 400 ml Gemüsebrühe
- 400 ml Kokosmilch
- 2 EL Limettensaft
- 1/2 TL Koriander gemahlen
- 1/2 TL Ingwer gemahlen
- Salz, Pfeffer




Das Gemüse würfeln.
In einem großen Topf die Zwiebeln anbraten. Kartoffeln dazu geben, kurz mitbraten und dann mit der Gemüsebrühe ablöschen. Abgedeckt bei geringer Hitze 15 min. köcheln lassen.
Rote Bete und Kokosmilch untermischen. Weitere 5 min. köcheln lassen.
Alles pürieren und danach mit Limettensaft, Koriander, Ingwer, Salz und Pfeffer abschmecken.

Guten Appetit!

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Produkttipp

Für Tage, wenn mal keine Zeit / Lust zum kochen da ist - oder auch einfach nur so ;-):
 
"Pizza Pesto vegan" von Bio Inside

Ohne zugesetzten Zucker! :-)))))))))))))


Ich mach's kurz: Unbedingt kaufen, schmeckt nämlich sehr lecker :-)


(erhältlich im Bioladen, z. B. ebl)


Mittwoch, 30. November 2016

Dankbarkeit - 90


Die Dankbarkeit ist der Schlüssel zur Zufriedenheit. - Ernst Ferstl
In einem dankbaren Herzen herrscht ewiger Sommer - Celia Layton Thaxter
Dankbare Menschen entdecken überall Geschenke. - Hanno Nuhm

Mit Dankbarkeit wird man glücklicher, zufriedener, ist weniger gestresst und soll sogar besser schlafen - mehr als genug Gründe, öfter mal daran zu denken, für was wir alles dankbar sein können.

Deshalb werde ich euch hier regelmäßig mitteilen (ich versuche es zumindest ;-) ), wofür ich dankbar bin / die letzten Tage war.
Wer macht mit? :-) Hinterlasst mir gerne einen Kommentar oder erstellt selbst einen Post dazu auf eurem Blog.

Bei Karmindra und bei Ramona gibt es auch immer wieder eine Dankbarkeitsliste - schaut doch auch mal bei den beiden vorbei!





Ich bin dankbar...


-...für eine schöne Runde Nordic walking bei Sonnenschein
(natürlich mit meinen neuen Schuhen ;-) )



-...dafür, dass ich mir mal wieder die Zeit für ein Mandala genommen habe
(mein erstes auf meinem neuen Tisch im Stehen übrigens :-) ).
War schon soooooooo lang her, dass ich das letzte gemalt habe...




-...für schöne Spaziergänge zu zweit.



-...für einen Abend zu zweit beim "Tasty leaf".
Diesmal sind wir ganz entspannt mit der S-Bahn hingefahren - der Christkindlesmarkt hat ja eröffnet und Parkplätze sind jetzt nicht mehr so "selbstverständlich"... ;-)

Diesmal gab es leckere "Käsespätzle" für uns beide



-...dafür, dass ich was tolles für meinen Smoothie entdeckt habe: Selleriestangen und Kurkuma.
Statt 1 Hand Spinat kommt momentan 1 Selleriestange (mit Blättern) und zusätzlich ca. 1 TL Kurkuma (gemahlen) in meinen Smoothie - schmeckt lecker und ist noch dazu sehr gesund :-).



-...für die sehr netten Leute, die ich im Bioladen treffen durfte:
Momentan läuft dort ein Weihnachtsgewinnspiel - dafür kann man bei jedem Einkauf Aufkleber sammeln, die man in ein Sammelheft klebt und damit am Gewinnspiel teilnimmt.
2 liebe Leute wollten ihre Aufkleber nicht und haben sie mir geschenkt :-).



-...dafür, dass ich mit meinem Fahrradanhänger nicht nur mir, sondern auch immer wieder anderen Leuten eine Freude machen kann.... ein netter Herr war ganz fasziniert davon, dass ich damit den Wocheneinkauf transportiere und fand den Anhänger "klasse" :-)



-...für einen schönen Abend zusammen mit lieben Menschen :-)


Dienstag, 29. November 2016

Die ökologische Arche Noah im Pazifik retten

>>Das Makatea-Atoll in Französisch-Polynesien ist ein einzigartiges Naturparadies. Nun will ein australisches Unternehmen Phosphat auf der winzigen Insel mitten im Pazifik abbauen – zur Produktion von Dünger. Bitte unterstützen Sie die Einwohner von Makatea, die Katastrophe abzuwehren.<<

Und zwar mit einer Unterschrift hier: Rettet den Regenwald e.V.


Ein paar Bilder vom Makatea-Atoll 
(den Text müsst ihr nicht verstehen, die Bilder sollten ausreichen ;-) ):


Montag, 28. November 2016

Kichererbsenpastete

Zutaten für 2 - 4 Personen (je nach Beilage):
- 300 g Blätterteig
- 480 g gekochte Kichererbsen (192 g getr.)
- 1 Zwiebel
- 100 g Champignons
- 2 Brötchen
- 75 g Walnüsse
- 1 EL Hefeextrakt
- 1 EL Petersilie
- 50 ml Gemüsebrühe
- Salz, Pfeffer, Paprikapulver


Getrocknete Kichererbsen 8 - 12 Std. einweichen, danach 1 1/2 - 2 Std. köcheln lassen.

Zwiebel würfeln, Champignons klein schneiden. Beides in einer Pfanne anbraten und dann zur Seite stellen. Brötchen würfeln, Walnüsse grob hacken.

Die Kichererbsen zusammen mit den Brötchen, Walnüssen und dem Hefeextrakt in einem 
Mixer / Zerkleinerer pürieren / zerkleinern. Die angebratenen Zwiebeln und Champignons 
zusammen mit den restlichen Zutaten untermischen und gut verkneten.

Den Blätterteig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen (Blätterteig in Scheiben so aneinander legen, dass eine große Fläche entsteht). Die Kichererbsenmischung darauf geben (so dass es brotförmig aussieht), dabei rundherum etwas Platz lassen. Den Blätterteig über die Mischung einschlagen und gut schließen (evtl. die Ränder mit Wasser verkleben). Wer eine Blätterteigrolle benutzt, kann das Ganze dann mit der Naht nach unten auf das Backblech legen.
Die Oberseite mit Wasser bestreichen und kreuzförmig einschneiden.

Im vorgeheizten Ofen bei 200° Umluft ca. 25 - 30 min. backen.

Dazu passen z. B. Kartoffelknödel / Semmelknödel, Rotkohl und Bratensoße.

Guten Appetit!

Freitag, 25. November 2016

Aufgedeckt: Lebendrupf trotz Standards


>>Im Jahr 2012 veröffentlichte PETA Asia Videoaufnahmen, die Arbeiter dabei zeigen, wie sie Gänsen bei lebendigem Leib die Daunen und Federn aus der Haut reißen. In den darauffolgenden Jahren verloren viele Konsumenten das Vertrauen in die daunenverarbeitende Industrie, die daraufhin Standards wie den „Responsible Down Standard“ (RDS) und die „Non Live-Plucked Products Guarantee“ (NLPPG) entwickelten. Diese sollen sicherstellen, dass Daunen nicht aus Lebendrupf stammen. Ermittlern von PETA USA und PETA Asia gelang es nun erneut, Lebendrupf auf chinesischen Gänsefarmen zu dokumentieren. Die besuchten Farmen stehen in Verbindung mit RDS- und NLPPG-zertifizierten Lieferanten der Unternehmen Lands’ End, Eddie Bauer und Hollander Sleep Products. Die Aufnahmen zeigen, wie Arbeiter Gänsen bei vollem Bewusstsein die Federn ausreißen, sodass die blutenden Tiere vor Schmerzen schreien. Sie zeigen gravierende Tierquälerei, die die Effizienz der Standards stark infrage stellt.<<

Bitte unterschreibt die Petition von Peta, um Daunen aus dem Handel zu verbannen!


Donnerstag, 24. November 2016

Nudeln mit Sahne-Spitzkohl

Zutaten für 2 - 3 Personen:
- 300 - 450 g Nudeln
- 1 Spitzkohl
- 1 EL Mehl
- 150 ml Reissahne
- 150 ml Sojamilch
- 1 EL Senf
- Salz, Pfeffer






Die Nudeln nach Packungsanleitung kochen.

Den Spitzkohl in Streifen schneiden und in einer Pfanne ein paar Minuten anbraten,
bis er zusammen gefallen ist.

In einem Topf das Mehl bei mittlerer - hoher Hitze rösten, bis es zu duften beginnt. Mit dem Schneebesen umrühren und die Sahne zusammen mit der Milch nach und nach dazu geben.
Danach Senf, Salz und Pfeffer unterrühren. Den Spitzkohl untermischen und evtl. noch etwas erwärmen lassen.

Guten Appetit!

Mittwoch, 23. November 2016

Dankbarkeit - 89


Die Dankbarkeit ist der Schlüssel zur Zufriedenheit. - Ernst Ferstl
In einem dankbaren Herzen herrscht ewiger Sommer - Celia Layton Thaxter
Dankbare Menschen entdecken überall Geschenke. - Hanno Nuhm

Mit Dankbarkeit wird man glücklicher, zufriedener, ist weniger gestresst und soll sogar besser schlafen - mehr als genug Gründe, öfter mal daran zu denken, für was wir alles dankbar sein können.

Deshalb werde ich euch hier regelmäßig mitteilen (ich versuche es zumindest ;-) ), wofür ich dankbar bin / die letzten Tage war.
Wer macht mit? :-) Hinterlasst mir gerne einen Kommentar oder erstellt selbst einen Post dazu auf eurem Blog.

Bei Karmindra und bei Ramona gibt es auch immer wieder eine Dankbarkeitsliste - schaut doch auch mal bei den beiden vorbei!





Ich bin dankbar...


-...für meine neuen Barfuß-Schuhe.

Meine alten Schuhe von "Merrell" haben leider nach 1,5 Jahren den Geist aufgegeben
(an beiden Schuhen Löcher an der Seite).
Bei "Merrell" wurde ich nicht mehr fündig - momentan gibt es irgendwie weniger Barfuß-Schuhe im Angebot... und das was es gibt, habe ich entweder schon einmal probiert und für schlecht befunden oder der "Mittelfuß" ist verstärkt / leicht gewölbt, so dass es dann auch nicht mehr so wirklich Barfuß-Feeling ist. Die selben Schuhe wie davor wollte ich aber auch nicht noch einmal, da diese zwar gut sind, aber - wie ich finde - jetzt auch nicht sooooo besonders, dass es mir der Preis noch einmal wert wäre (ganz im Gegensatz zu meinen Leguanos, die sind zwar auch nicht gerade billig, aber die sind es definitiv wert - und halten noch dazu länger!).

Bei meiner Suche nach anderen Barfuß-Schuhen für meinen Zweck (hauptsächlich Nordic walking im Wald, am besten mit Socken, damit ich auch in der kälteren Jahreszeit was davon habe) bin ich über die Firma "Ballop" gestolpert.

Die Schuhe tragen sich wirklich sehr gut, einzig daran, dass ich gefühlt weniger Halt in diesen Schuhen habe (da ohne Schnürsenkel, die ich bei den vorherigen immer ziemlich fest gezogen habe), musste ich mich gewöhnen ;-).
Im offiziellen "Ballop-Shop" könnt ihr euch über die verschiedenen Einsatzzwecke informieren (je nachdem, für was ihr sie benötigt) - ansonsten bietet auch noch der Artikel von "McTrek" eine grobe Einteilung.
Die Größen sind allerdings etwas verwirrend - mit Bewertungen kommt man da auch nicht weit, weil manche sagen, die sind zu groß, andere wiederum sagen, die fallen klein aus.
Ich würde sagen, wenn ihr sie genauso tragen wollt wie ich, also mit Socken, empfehle ich euch, eure Füße abzumessen und 10 mm größer zu bestellen (wer sie ohne Socken tragen möchte evtl. noch zusätzlich eine Größe kleiner, also in Fußlänge, probieren).
Ohne Socken können die Schuhe an der Ferse etwas reiben, was sich allerdings mit der Zeit geben soll - zumindest lt. Bewertungen, die ich gelesen habe.

"Ballop Patrol black" - das sind die Besten für mein Einsatzgebiet...leider gibt's die nicht so schön bunt wie andere Versionen - aber schwarz passt zumindest zu allem ;-)



-...für ein entspanntes Basenbad mit "Krishna Das" im Hintergrund :-)



-...dafür, dass wir uns leckere Pizza geholt haben :-)



-...dafür, dass mein Veggie und ich jetzt schon 14 Jahre zusammen sind 
(davon 4 Jahre verheiratet) - und das immer noch glücklich :-) 
♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡



☛ Kleiner Hinweis für Mr. BW:
Wenn du mir zu einem Beitrag etwas mitteilen möchtest (z. B. "der Burger sieht gut aus"), dann mach' das nicht über Umwege, sondern schreib' mir ganz einfach unter den Beitrag einen Kommentar (wenn du möchtest auch anonym). Trau dich ruhig, ich weiß ja, dass du hier fleißig mitliest... ;-) 



Dienstag, 22. November 2016

Vegan unterwegs

Wo gibt es leckere vegane Pizza mit veganem KÄSE (+BBQ-Soße) IM RAND??
Und wo gibt es vegane Meter-Pizza??

Gibt's nicht? Doch! Hier:

"Pizza Main Avenue" in Fürth

Eine kleine Möglichkeit zum Sitzen gibt es dort auch, ansonsten kann man sich die Pizzen liefern lassen (über Lieferando oder Lieferheld) oder abholen.

Eine große Pizza (damit man auch am nächsten Tag noch was davon hat ;-) )
mit Champignons, Brokkoli, Spinat, veganem Käse. 
Zusätzlich dazu veganer Käse und BBQ-Soße im Rand!
War schon sehr gut - mein Veggie und ich sind uns aber einig, dass die Pizza am nächsten Tag sogar noch besser schmeckt :-D (für meinen Veggie kalt, für mich nochmal aufgewärmt)


Schon mal vorab: Rechtschreibung ist nicht so ihr Ding, aber Hauptsache die Pizza ist gut :-D ;-)






Also wenn der nächste Pizza-Hunger kommt, macht euch auf nach Fürth - oder anrufen / bei Lieferando oder Lieferheld bestellen und liefern lassen!


Pizza Main Avenue
Schwabacher Str. 111
90763 Fürth
Tel.: 0911/13263510
Online-Bestellung: Lieferando / Lieferheld


Montag, 21. November 2016

Grünkernbraten

Zutaten für 1 Kastenform 30 cm (3 - 4 Personen):
- 300 g Grünkernschrot
- 100 g Champignons
- 2 Zwiebeln
- 100 g gemahlene Haselnüsse
- 450 ml Gemüsebrühe
- 1 Lorbeerblatt
- 1 EL Sojasoße
- 3 EL Tomatenmark
- 1 EL Senf
- 1 Prise Cayennepfeffer / Chili
- 1 TL Paprikapulver
- 1 TL Majoran
- 1 TL Thymian
- 1 EL Kräuter der Provence
- 1 EL Petersilie
- Ei-Ersatz für 3 Eier (z. B. 3Pauly)
- Salz, Pfeffer

Den Grünkernschrot in der Gemüsebrühe (mit Lorbeerblatt) ca. 10 min. abgedeckt bei geringer Hitze köcheln lassen (zwischendurch umrühren). Lorbeerblatt entfernen und ca. 30 min. quellen lassen.
Champignons und Zwiebeln klein schneiden und in einer Pfanne anbraten.
Das gekochte Schrot zusammen mit den angebraten Zwiebeln, Champignons und dem Rest vermischen. Gut durchkneten, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist.
Die Kastenform mit Backpapier auslegen und alles hineingeben, dabei fest andrücken (damit der Braten nicht so leicht zerfällt).
Im vorgeheizten Backofen bei 180° Ober- / Unterhitze ca. 1 Stunde backen.
Danach am besten abkühlen und über Nacht im Kühlschrank durchkühlen lassen (so wird der Braten schnittfester - er wird aber nicht komplett fest, sondern bleibt dennoch "weich").
Dazu passen z. B. Rotkohl, Kartoffelknödel / Semmelknödel und Bratensoße (den Braten einfach am nächsten Tag in Scheiben schneiden und in der Soße vorsichtig erwärmen).

Guten Appetit!

Donnerstag, 17. November 2016

Der faire Unterschied


>>Bio und Fair sind Geschwister: Gezeugt vom Geist der 68er-Jahre, der die Welt ökologischer und gerechter machen wollte. Zusammen sind sie groß geworden, die eine in den Bio-Läden, die andere in Eine-Welt-Läden und Aktionsgruppen. Von dort haben sie sich aufgemacht in die weite Welt des Konsums. Heute stehen Bio und Fair in jedem Supermarkt und Discounter. Doch zu Hause sind sie dort nicht.

Bio-Lebensmittel kommen in Supermärkten und Discountern im Schnitt auf einen Marktanteil von drei Prozent. Ähnlich gering ist der Anteil von Fair- Trade-Tee und -Kaffee in ihrer Warengruppe. Anders gesagt: In konventionellen Supermärkten und Discountern sind 97 Prozent des Angebots weder bio noch fair – dafür aber oft sehr billig. Die Folgen davon tragen deutsche Milchbauern ebenso wie Kakaoerzeuger in Ghana oder die Arbeiter auf Ananas-Plantagen in Costa Rica. Gezielt nutzen manche Handelsketten die wenigen bio-fairen Produkte im Regal, um von den Schäden abzulenken, die sie mit dem Großteil ihres Sortiments und mit der Art und Weise ihres Handelns anrichten. Greenwashing nennt man das.

Gelebte Überzeugung

In Naturkostläden gibt es Bio-Lebensmittel nicht in geringen Mengen, um das Image aufzupolieren. Ihre Betreiber sind von Bio überzeugt und leben das in ihrem Ladenalltag. Auch fair gelabelte Lebensmittel finden sich dort, allerdings nicht so viele wie man unter Geschwistern vielleicht erwarten würde. Doch das lässt sich einfach erklären. Als die ersten Bio-Pioniere in den 80er-Jahren begannen, nach Produkten aus den Ländern des Südens in Bio-Qualität zu suchen, gab es zwar schon einige Fairhandels-Projekte, bei ihnen stand jedoch ein gerechtes Einkommen für die Kleinbauern an erster Stelle. Bio spielte im fairen Handel damals keine große Rolle – auch wenn das heute anders ist und über 70 Prozent der Fair-Trade-zertifizierten Lebensmittel aus Bio-Anbau stammen.

Aus der Not machten die Bio-Hersteller damals eine Tugend und bauten selbst Projekte auf. Sie kümmerten sich um Beratung und Zertifizierung ihrer Lieferanten, um die Qualität der Produkte und setzten nebenbei ihre Ansprüche an einen fairen und gerechten Handel um – ganz ohne Zertifizierung. Daraus entwickelten sich bei einigen traditionellen Naturkostherstellern langfristige Partnerschaften, in denen sie sich auch stark sozial engagieren, ohne dies groß nach außen zu tragen. Einzig Rapunzel hat mit seinen Hand-in-Hand-Kriterien ein eigenes, von externen Kontrolleuren zertifiziertes Fairhandelssystem geschaffen und kommuniziert das über ein eigenes Logo.

Ohne eine solche Zertifizierung müssen die Kunden den Fairhandels-Aussagen eines Herstellers schlicht vertrauen – oder nachfragen, wie er die einschlägigen Kriterien des fairen Handels umsetzt. Dazu zählen langfristige, transparente und partnerschaftliche Handelsbeziehungen ohne Zwischenhändler. Nur wer direkt bei den Erzeugern einkauft und sie regelmäßig besucht, lernt die Verhältnisse vor Ort kennen. Und ohne Zwischenhändler bleibt den Bauern mehr Geld.

Gezahlt werden im fairen Handel Preise, die die Produktions- und Lebenshaltungskosten der Bauern decken. Idealerweise werden sie auf Augenhöhe und einvernehmlich ausgehandelt, ohne auf das kurzfristige Auf und Ab der Rohstoffbörsen zu schielen. Für einige Standardprodukte wie Kaffee, Kakaobohnen und Bananen hat die Internationale Fair-Trade-Organisation FLO Mindestpreise festgelegt. Sie gelten allgemein als unterste Grenze dessen, was – auch ohne Siegel – als fairer Preis anzusehen ist. Üblich sind im fairen Handel auch Zuschläge, meist in der Höhe von 10 bis 15 Prozent des vereinbarten Preises. Sie fließen in Projekte vor Ort, die von der dortigen Gemeinschaft beschlossen werden. Das kann ebenso ein Brunnen wie ein Gesundheitszentrum, eine Schule oder eine ordentliche Lagerhalle sein.

Der faire Handel stärkt die Rechte der Kleinbauern und Arbeiter, unterstützt sie bei der Qualifizierung und fördert den Umweltschutz. Deshalb sind existenzsichernde Löhne auf den Plantagen genauso Thema wie Kranken- und Sozialversicherung, ordentliche Arbeitsverträge und Gewerkschaftsfreiheit. Bildungs- und politische Kampagnenarbeit, um die Regeln des Welthandels gerechter zu gestalten, sind ein weiterer wichtiger Bestandteil des fairen Handels.

Der Verbraucher sollte sich informieren, was „fair“ bei einem Produkt bedeutet. Nachfragen ist wichtig, weil Begriffe wie fair und nachhaltig auch in der Bio-Branche schnell mal auf der Verpackung stehen. Das gilt besonders bei Unternehmen, die Bio nur nebenbei machen, ansonsten aber auf dem konventionellen Markt mit ihren wenig fairen Gepflogenheiten zu Hause sind.

Nicht jedes Logo ist fair

Doch auch bei manchen der im Handel üblichen Fair-Nachhaltigkeits-Siegel ist Nachhaken angesagt. Denn sie setzen unterschiedliche Schwerpunkte und haben deshalb verschiedene Kriterien, nach denen sie Erzeuger zertifizieren. So steht beim wichtigsten Logo, dem Fairtrade-Siegel, der faire Handel im Vordergrund, während der Bio-Anbau zwar gefördert, aber nicht gefordert wird. Der Fairtrade-Kakao, den große Schoko-Konzerne wie Ferrero oder Mars seit Kurzem kaufen, stammt etwa komplett aus konventionellem Anbau. Die Rainforest Alliance legt den Schwerpunkt auf den Schutz des Regenwaldes und darauf, konventionelle Plantagen zu einem etwas umweltverträglicheren Anbau zu bewegen. Die niederländische Organisation Utz Certified setzt stark auf die Qualifikation und Ausbildung der Erzeuger. Sie sollen nachhaltig arbeiten, hochwertigere Ware produzieren und so mehr Geld verdienen. Rainforest Alliance und Utz legen keinen großen Wert auf Bio-Anbau, sondern zielen auf den konventionellen Massenmarkt, den sie nachhaltiger machen wollen. Stiftung Warentest hat im Frühjahr Nachhaltigkeitssiegel unter die Lupe genommen. Sie attestierte dem Fairtrade-Siegel ebenso wie dem Hand-in-Hand-Logo von Rapunzel eine hohe Aussagekraft.

Die beiden im konventionellen Handel häufigen Siegel von Rainforest Alliance und Utz Certified schnitten hingegen weniger gut ab. Die Tester bemängelten fehlende Mindestpreise und wenig anspruchsvolle Kriterien. Testsieger war Naturland Fair. „Starke ökologische und sehr starke soziale Ausrichtung“, lobte die Stiftung Warentest das Siegel.

Flores Farm: Aktive Förderung von Kleinbauern

Jochen Wolf ist Geschäftsführer von Flores Farm und versteht sich als Brückenbauer zwischen Süd und Nord.
2005 stießen Jochen Wolf und Martin Steckdaub auf der indonesischen Insel Flores zufällig auf ein Bio-Cashewkern-Projekt. 560 Kleinbauern, tolle Kerne und keine Abnehmer. Kurz entschlossen kauften sie 60 Tonnen Nüsse und waren plötzlich Naturkosthersteller. „Weil wir von einem Projekt nicht leben konnten, machten wir uns auf die Suche nach besonderen Nüssen und Trockenfrüchten“, erzählt Jochen Wolf. In Peru bauten sie eine kleinbäuerliche Produktion von Bio-Physalis auf. „Das stand manchmal auf Messers Schneide, aber inzwischen steht unser Partner AgroAndino auf eigenen Füßen.“  Mittlerweile hat Flores Farm sechs solcher Projekte initiiert. Das Unternehmen unterstützt die Kleinbauern, baut die Verarbeitung auf oder finanziert die Bio-Zertifizierung. Noch kommt es ohne Fairhandels-Logo aus. Doch in einer Masterarbeit lässt Flores Farm erheben, „wie unsere Kunden die vielen Fair- Siegel bewerten und was sie von uns erwarten. Wir wollen wissen, wie wir unsere Arbeit am besten transparent machen.“

Dr. Goerg: Engagiert für Bauern und Kinder auf den Philippinen

Manfred Görg ist Geschäftsführer des Kokos-Spezialisten Dr. Goerg. Die Nüsse bezieht er von philippinischen Kleinbauern.
Als Manfred Görg vor über zehn Jahren nach Lieferanten für seine damals geplanten Kokosprodukte suchte, machte ihn ein Freund, der dort lebt, auf die Philippinen aufmerksam. „Ich war direkt begeistert von der Kultur und Mentalität, der Herzlichkeit und Offenheit der Bevölkerung.“ Gemeinsam mit philippinischen Geschäftspartnern baute Manfred Görg dann ein Kokosnussprojekt auf. „Ein in diesem Projekt arbeitender Kokosbauer verdient etwa 400 bis 500 US-Dollar pro Monat“, sagt er und fügt hinzu, dass dies mehr als dreimal so viel sei wie bei zertifizierten Fairhandelsprojekten in Sri Lanka. „Wir kaufen kein Fair Trade – wir leben Fair Trade.“ Deshalb stattete das Unternehmen die beliefernden Kleinbauern mit 10 000 Kokospalmensetzlingen aus. Seit Jahren unterstützt Dr. Goerg auch das Hospicio de San José, eine der großen Sozialstationen in der Hauptstadt Manila. „Damit diese Hilfe ohne Umwege bei denen ankommt, die sie brauchen, verzichten wir bewusst auf kostenintensive Zertifizierungen.“

Oxfam-Bericht über Plantagen: Süße Früchte, bittere Erkenntnisse

Die Entwicklungsorganisation Oxfam hat Plantagen in Costa Rica und Ecuador überprüft, auf denen für deutsche Handelsketten Ananas und Bananen produziert werden. Sie berichtet von Arbeitern, die weniger als den gesetzlichen Mindestlohn erhalten, und vom rücksichtslosen Einsatz giftiger Pestizide. Dabei waren zahlreiche Plantagen von Rainforest Alliance zertifiziert worden.

Das Logo der Rainforest Alliance – ein grüner Frosch – prangt auf konventionellen Produkten wie Kaffee, Kakao oder Tropenfrüchten. Es verspricht einen nachhaltigen Anbau und strenge Sozialkriterien.

„Unsere Recherchen vor Ort belegen, dass hierdurch die größten Probleme wie die Belastung durch Pestizide und die Verletzung von Arbeitsrechten nicht gelöst werden“, kritisiert Oxfam die Zertifizierung der Rainforest Alliance.

In einer ersten Stellungnahme schrieb Rainforest Alliance, dass kurzfristig eingeleitete Ermittlungen „die Anschuldigungen durch Oxfam nicht bestätigen“ konnten. Oxfam konterte, man habe anders als Rainforest Alliance bei den Recherchen Gewerkschaften und Arbeiter einbezogen. Nun wollen beide Organisationen zusammen „die arbeitsrechtliche Situation und die Lage des Umweltschutzes auf Rainforest-Alliance-zertifizierten Farmen“ überprüfen.

Oxfam und Rainforest Alliance sind sich darin einig, dass „nicht alle Probleme schnell bzw. ausschließlich durch Zertifizierungen behoben werden“ können, weil sie systemischer Natur seien. „Während Supermarktketten gegenüber Lieferanten Preise drücken und Kosten senken, brüsten sie sich vor Verbraucher/innen mit immer mehr Nachhaltigkeitssiegeln“, so Franziska Humbert von Oxfam.<<


(Quelle: schrotundkorn.de)

Mittwoch, 16. November 2016

Dankbarkeit - 88


Die Dankbarkeit ist der Schlüssel zur Zufriedenheit. - Ernst Ferstl
In einem dankbaren Herzen herrscht ewiger Sommer - Celia Layton Thaxter
Dankbare Menschen entdecken überall Geschenke. - Hanno Nuhm

Mit Dankbarkeit wird man glücklicher, zufriedener, ist weniger gestresst und soll sogar besser schlafen - mehr als genug Gründe, öfter mal daran zu denken, für was wir alles dankbar sein können.

Deshalb werde ich euch hier regelmäßig mitteilen (ich versuche es zumindest ;-) ), wofür ich dankbar bin / die letzten Tage war.
Wer macht mit? :-) Hinterlasst mir gerne einen Kommentar oder erstellt selbst einen Post dazu auf eurem Blog.

Bei Karmindra und bei Ramona gibt es auch immer wieder eine Dankbarkeitsliste - schaut doch auch mal bei den beiden vorbei!





Ich bin dankbar...


-...für den Blätterregen und das Blätterrascheln unter den Füßen jetzt im Herbst :-)



-...für ein weiteres (abstraktes) Acrylbild :-)

Info: bei abstrakten Bildern kann jeder selbst bestimmen, wo oben und unten ist ;-)



-...für einen schönen Abend zu zweit beim "Tasty leaf".

Vorspeise:
Vorne: Rote-Bete-Johannisbeer-Suppe => sehr lecker!
Im Hintergrund: "Austernpilze à la Provence auf gebratenen Polentatalern" => die Pilze durfte ich auch mal probieren und fand sie ebenfalls sehr lecker :-)

Hauptgericht:
Für uns beide: "New York Cheese-Steak Burger mit French fries und Salat" (herzhaft mariniertes Sojasteak schonend gegrillt im Dinkel-Brötchen mit hausgemachter Mayo, Ketchup, Senf, Tomate, Salat, veganem Käse und Röstzwiebeln) => Das war ja sooooooooo lecker - ich liebe TVP!!!! :-)))



-...für die Fülle an Gemüse und Obst im Herbst.
Auch wenn ich es schon einmal erwähnt habe - ich bin jedes Mal beim Betreten der Gemüse- / Obstabteilung im Bioladen dankbar dafür und freue mich darüber :-).



-...dafür, dass ich nach langer Zeit tatsächlich noch gewusst habe, 
wie die Nähmaschine funktioniert (dabei auch ein Dank an meine Mama, dass sie mir diese zum Auszug geschenkt hat) ;-).
Nähen ist eigentlich nicht so mein Ding - von Hand, geschweige denn mit der Maschine zu nähen ist bei mir eher "mehr funktionell als hübsch" wie ich immer sage (z. B. kleine Löcher oder eine aufgegangene Naht nähen...) ;-).
Da mein GPS-Handy in der kalten Jahreszeit aber gerne mal spinnt (dem Akku ist es wohl zu kalt draußen...), habe ich mich an eine Handytasche gewagt...und siehe da: Ist ja ganz brauchbar geworden :-)

Sieht ein bisschen ausgebeult aus und ich habe vergessen den oberen Rand umzunähen (damit dieser nicht so fransig aussieht), aber ich finde die Tasche trotzdem toll :-)
Jetzt ist es dem Handy bestimmt immer schön warm ;-) 
(der Stoff stammt von einem alten T-Shirt - die Tasche besteht aus 2 Lagen: 
Außen der "normale" T-Shirt-Stoff und innen ein dickerer Stoff, 
der früher einmal der T-Shirt-Kragen war)


Dienstag, 15. November 2016

Keine Palmölplantage in diesem Wald!



>>Investoren aus New York planten ein Palmölprojekt im Regenwald von Kamerun. Um das Vorhaben durchzudrücken, setzten US-Diplomaten sogar die Regierung des Landes unter Druck. Doch die Einwohner verhinderten die großflächige Abholzung – zusammen mit Umweltorganisationen aus aller Welt. Helfen Sie mit, die Plantagen endgültig zu stoppen.<<


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