Montag, 27. März 2017

Erdnuss-Tempeh

Zutaten für 2 Personen (ca. 8 - 10 St.):
- 200 g Tempeh
- 100 - 120 g geröstete (u. gesalzene) Erdnüsse
- 4 EL Kichererbsenmehl (geröstet)
- Mehl









Den Tempeh in ca. 1 - 2 cm dicke Scheiben schneiden. Die Erdnüsse in einer Küchenmaschine zerkleinern. Die Tempehscheiben rundherum dünn mit Mehl bestäuben.
Das Kichererbsenmehl mit 6 EL Wasser verrühren, den Tempeh darin und anschließend in den gehackten Erdnüssen wenden. In einer Pfanne (evtl. mit etwas Öl) leicht goldbraun braten.

Guten Appetit!

Freitag, 24. März 2017

Glücklich shoppen?

>>Wir lieben Shoppen. Und auch das schlechte Gewissen kann uns manchmal nicht davon abhalten. Wir erklären, warum das so ist. Und wie es vielleicht mal anders geht.




Manchmal ist es toll, ein bisschen unvernünftig zu sein: Da wollte man nur auf dem Amt den Pass erneuern und plötzlich setzt man beim Optiker gegenüber eine teure Sonnenbrille auf. Oder man steht im schwedischen Möbelhaus in der Küchenabteilung, wo man gar nichts suchte – aber dieses große Schneidebrett aus Akazienholz ist doch schön.

Kaufen bereitet uns nun mal Freude: Spontanes Konsumieren macht uns nachweislich zufriedener, besonders, wenn wir nichts Lebensnotwendiges besorgen. Forscher des Leibniz-Instituts für Sozialwissenschaften haben dazu eine Befragung von 12 000 Menschen ausgewertet: Wenn wir Geld für Freizeitvergnügen, Einrichtung und andere schöne Dinge ausgeben, sind wir zufriedener als jene, die mit ihrem geringeren Einkommen hauptsächlich Grundbedürfnisse wie Wohnen und Essen bezahlen müssen. Menschen, die sich freiwillig selbst beschränken, seien jedoch genauso glücklich.

Solche Bescheidenheit wäre sinnvoll: Denn wir verbrauchen Ressourcen, als hätten wir eine zweite Erde, und überziehen das globale Rohstoffkonto jedes Jahr ein bisschen mehr. Deshalb ist für die Umwelt und alle Erdenbewohner das beste Ding eines, das eben gar nicht erst hergestellt wird. Doch leider fällt uns der Verzicht meist schwerer als der Griff ins Regal.

Auch Nunu Kaller lebte als Mitarbeiterin einer Umwelt-Organisation eigentlich ökologisch bewusst: In Wien fuhr sie fast nur mit dem Fahrrad und ernährte sich von Bio-Lebensmitteln. Doch für neue Kleidung gab sie noch bis vor vier Jahren mehrmals pro Monat Geld bei Modeketten aus, die „Fast Fashion“-Kollektionen herausbringen. Ein Trend folgt dort so schnell auf den nächsten, dass fast durchgehend „Sale“-Schilder an den Kleiderstangen klemmen. Sie aktivieren das Belohnungszentrum im Gehirn, lassen uns denken: „Das will ich haben.“

Nunu Kaller hörte öfter als ihr lieb war auf diese innere Stimme. „Wenn ich einen guten Tag bei der Arbeit hatte, kaufte ich zur Belohnung. Nach einem schlechten Tag, um mich zu trösten“, erinnert sie sich. Hinterher kam oft das schlechte Gewissen, das Experten auch als „buyers remorse“ bezeichnen. Denn die heutige Mode-Bloggerin kannte die vielen Argumente gegen solche Trostkäufe, die meist eine ökologisch und sozial haarsträubende Bilanz haben.

Warum konsumieren wir so gern, obwohl die Vernunft uns abrät? Vielleicht, weil wir nicht bekommen, was wir eigentlich brauchen? „Glückliche Menschen kaufen nicht“, sagt der Göttinger Neurobiologe Gerald Hüther in einem Interview mit der Zeitschrift Wirtschaftswoche. Beim Shopping würden wir tief verwurzelte Bedürfnisse nach Zugehörigkeit und Anerkennung ersatzweise mit Dingen befriedigen. „Man kauft ein neues Paar Schuhe und sofort wird das Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert“, sagt Hüther.

Wie sehr wir im Laden von Emotionen geleitet werden, wollen wir meist nicht wahrhaben. „Wir glauben immer, wir hätten den Steuerknüppel fest im Griff, aber das stimmt nicht“, bestätigt der Neuromarketing-Experte Hans-Georg Häusel: „Siebzig Prozent des Kaufverhaltens sind unbewusst.“

Der promovierte Psychologe hilft Unternehmen mit Methoden der Hirnforschung bei der Vermarktung ihrer Produkte. In seinem Buch „Brain View“ kreist er unbewusste Motive unseres Kaufverhaltens ein: Das Balance-System in unserem Gehirn etwa strebt nach Stabilität und Sicherheit. Es bringt uns dazu, Gefahren zu meiden und stattdessen Ordnung und Routine zu etablieren. Darum drängt es uns zuweilen zum Langweiler-Leben: Vermeide jede Gefahr, streng dich bitte nicht an.

Ebenfalls im Sicherheitsbereich verankert ist unser Bedürfnis, soziale Bindungen einzugehen – damit lassen sich gesellige Produkte wie Zigaretten oder Alkohol gut verkaufen. Auch das Fürsorge-Motiv lässt uns mehr ausgeben, als wir geplant haben: Für die Versorgung ihrer Haustiere bezahlen die Deutschen beispielsweise rund neun Milliarden Euro im Jahr. Und wer immer das Smartphone mit dem besten Bildschirm haben muss, wird vermutlich vom Stimulanz-System im Gehirn geleitet, das uns neugierig macht.

Etwa zur Hälfte sind solche Grundmotive von Geburt an festgelegt – man sei dem aber nicht hilflos ausgeliefert, beruhigt Häusel. Wenn man sich manche Muster bewusst mache und nicht hungrig und gestresst einkaufen gehe, könne man das eigene Verhalten besser steuern. „Aber solche Impulskontrolle ist natürlich anstrengend fürs Gehirn.“

Wenn die eigene Impulskontrolle nicht nur gelegentlich, sondern gleich bei jeder Verlockung ausfällt, könnte man sogar schon kaufsuchtgefährdet sein. Etwa acht Prozent der Deutschen – besonders junge Menschen – zeigen ein krankhaftes Kaufverhalten. Sie leben stark in der Gegenwart und sind relativ gleichgültig gegenüber Geld: Obwohl sie sich nach jedem Kaufrausch schämen, hält sie das beim nächsten Schlussverkauf nicht davon ab, preisreduzierte Sneakers in drei verschiedenen Farben zu kaufen oder ihren Eltern spontan einen neuen Flachbildfernseher zu schenken.

In Gruppentherapien versuchten Psychologen der Universität Erlangen mit Erfolg, diesen Patienten ihre krankhaften Shopping-Gewohnheiten klarzumachen und neue Verhaltensmuster mit ihnen zu entwickeln. Hilfreich sind konsumfreie Beschäftigungen, die ebenfalls Befriedigung bringen: „Wir müssten uns für andere Dinge begeistern als bisher“, sagt der Hirnforscher Hüther. „Dann würde das Belohnungssystem mit einer anderen, einer positiven Erfahrung verknüpft.“ Das könnten Unternehmungen sein, die man alleine oder zusammen mit Gleichgesinnten unternimmt, Ausflüge, Spiel und Sport, ein Ehrenamt oder Hobbys wie etwa Chorsingen.

Dass die meisten Menschen emotional auf Konsum gepolt sind, hält der Autor und Blogger Peter Marwitz für ein Ergebnis von aufdringlicher Werbung. „Sie erzeugt eine allgemeine Kaufstimmung und setzt uns ganz bestimmten Rollen- und Menschenbildern aus“, sagt der Betreiber des Blogs konsumpf.de. Marwitz hat Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Marketing studiert und wurde später immer skeptischer gegenüber den Glücksversprechen der Warenwelt. Die deutsche Volkswirtschaft baue auf unsere Einkaufslust, sagt Marwitz. „Mit dem Argument der Arbeitsplätze wird durch Konsum ein schädliches System aufrecht erhalten.“ Freiwilliger Verzicht sei nicht immer leicht, selbst für ihn: Marwitz kauft nur gebrauchte Kleidung und sein Mobiltelefon ist aus dem Jahr 2007. „Aber für meine Arbeit brauche ich meinen neuen Mac“, sagt er. Mit Moralpredigten bewege man niemandem zum Umdenken, glaubt er. Auf seinem Blog berichtet er stattdessen über sogenannte Adbusting- oder Culturejamming-Aktionen, bei denen ein Werbeslogan kreativ umgedichtet, ein Logo neu gestaltet oder eine typische Marketingversprechung aufs Korn genommen wird.

Ein interessantes Beispiel ist der satirische Online-Shop www.antipreneur.de – mit täuschend echt gefälschten Sinnlos-Produkten. Man könnte gleich die Waldbrand-Tapete, die Nordic-Stalking-Stöcke oder die Konsens-Milch in den Warenkorb legen, wäre nicht gerade Mittagspause: Zwischen 12 und 14 Uhr versperrt ein digitaler Rollladen den Zugang zum Angebot. Eine Schock, wo doch sonst der nächste käufliche Glücksbringer immer nur einen Klick weit entfernt ist.

„Konsum wirkt wie ein Opiat, das einen Kranken über seinen verzweifelten Zustand hinwegtäuscht und zugleich verhindert, dass sich dieser Zustand bessert“, schrieb der Psychologe Wolfgang Schmidbauer schon in den Siebzigern im Buch „Homo Consumens“. Der findige Bastler und Trödelmarkt-Liebhaber schärft nun mit seiner aktuellen „Enzyklopädie der Dummen Dinge“ den Blick für die vermeintlichen Fortschritte unseres Alltags. Darin denkt er sogar über so gebräuchliche Dinge wie den elektrischen Herd kritisch nach. Es sei nämlich ein sinnliches Erlebnis, das Feuer zum Kochen selbst anzufachen.

Er selbst hat eine Zeit lang ein Aussteiger-Leben geführt und dabei gemerkt, wie erfüllend es sein kann, „wenn nichts von selber geht“. Zwar will er uns nicht alle wieder mit offenem Feuer hantieren lassen. Aber als Therapeut regt er dazu an, die eigene Umgebung achtsamer zu betrachten und alte Dinge wertzuschätzen. Es würde nicht nur der Umwelt, sondern auch unserer Psyche guttun. „Die Konsumgesellschaft tendiert sehr dazu, dass man einen bestimmten Standard halten muss“, sagt er. Wer sich davon distanziere, auf Manches verzichte oder Gegenstände repariere, sei viel unabhängiger. „Letztlich gewinnen Sie dadurch Zeit und Energie, die Sie sonst den Produzenten überflüssiger Dinge in den Rachen werfen“, sagt Schmidbauer.

Auch die Bloggerin Nunu Kaller distanzierte sich vom Shopping und fasste am 15. Januar 2012 einen Vorsatz: Ein Jahr lang würde sie keine neue Kleidung kaufen und auf ihrem Blog ichkaufnix.com öffentlich von ihrem Experiment berichten. In diesem Jahr lernte sie nicht nur ihre bestehende Garderobe wieder besser kennen, sondern sogar, selbst Kleidungsstücke zu nähen oder zu stricken. „So ein Paar Socken ist wirklich keine Hexerei“, sagt sie. Heute weiß sie, was einen guten Stoff oder eine saubere Naht ausmacht, die nicht nur ein paar Wäschen hält. „Früher kaufte ich ein schönes T-Shirt gleich in mehreren Farben. Es kostete ja nur ein paar Euro“, erinnert sie sich. Im Secondhand-Laden sind die Preise ähnlich günstig, nur ist die Zweitverwertung von Textilien viel ökologischer.

Kallers bester Tipp sind aber Tauschpartys: „Das ist immer ein großer Spaß.“ Beim Kleidertauschen bekommt sie eine abwechslungsreiche Garderobe, ohne einen Cent auszugeben. „Was ein anderer wegwerfen will, kann ja für dich der größte Schatz sein.“ Inzwischen ist Kaller die österreichische Projektmanagerin der globalen Greenpeace-Kampagne „Detox“ für schadstofffreie Kleidung. Regelmäßig stellt sie im Blog öko-faire Labels vor. Denn Mode macht ihr weiterhin Spaß. Nur überlegt sie heute länger, ob sie ein neues Stück wirklich braucht und wie sie es kombinieren könnte.

Auch das könnte ein Trick sein: Wer über Konsumentscheidungen gründlich nachdenkt, verlängert die Zeit der Vorfreude. Kaller sucht momentan nach einer neuen Jeansjacke: „Meine fällt bald auseinander. Und weil ich weiß, dass ich so eine Jeansjacke sehr viel trage, soll es eine gute sein“, erzählt sie. „Die darf dann auch ein bisschen was kosten.“ Wenn sie endlich ihre neue Jeansjacke findet, wird ihr diese bestimmt lange Freude bereiten.


Klimakiller Konsum

Im Bericht zur Lage der Welt 2010 benennt das Worldwatch Institute den weltweiten Konsum als „Klimakiller Nummer eins“.


Werbung

Wer sich Zeit lässt, das Für und Wider eines Produktes abzuwägen, geht den Versprechen der Werbung weniger auf den Leim.


Krisenfest

Kartoffeln pflanzen, Kleider nähen – der Trend des Selbermachens fördert fast verschüttete Fähigkeiten zutage.


Rücksichtsvoll konsumieren

Die österreichische Initiative „Clean Euro“ hat ein System entwickelt, mit dem man rasch einschätzen kann, wie nachhaltig der eigene Konsum ist. Bei jeder Ausgabe soll man drei Kriterien bewerten: Wurde das Ding nahe, fair und ökologisch hergestellt? Für jedes Ja darf man ein Drittel des Kaufpreises als gut investierte Summe werten. So kann zum Beispiel eine Tasse Kaffee fair und ökologisch sein, wenn der Bio-Kaffee zu einem gerechten Preis vom Bauern abgenommen wurde und ordentlich entlohntes Personal ihn zubereitet und serviert hat. Nur nah ist er nicht. Von drei Euro wären in diesem Fall also zwei Euro „sauber“. Viele Tipps für möglichst rücksichtsvolles Konsumieren bietet die Initiative unter www.cleaneuro.at.


Interview: „Konsumieren macht unkreativ“

Schrot&Korn: In Ihrer „Enzyklopädie der Dummen Dinge“ sezieren Sie die Produkte unseres Alltags in ihre Unzulänglichkeiten. Woher kommt dieses Interesse für den Reißverschluss oder den Duschkopf?

Wolfgang Schmidbauer: Ich habe verstanden, dass man Konsumverhalten mit moralischen Appellen nur schwer verändern kann. Die wecken eher Trotz und bewirken das Gegenteil. Darum habe ich mich diesmal mit Kleinigkeiten beschäftigt, bei denen wir die Wahl haben: Wollen wir einfach weiter alles wegwerfen und neu kaufen? Oder entdecken wir den Spaß, den es macht, etwas zu pflegen und zu reparieren?

S&K: Was passiert mit uns, wenn wir achtsam mit Gegenständen umgehen?

WS: Viele Dinge unserer Konsumgesellschaft nehmen uns Kreativität, rauben uns Beschäftigung und Ablenkung. Es geht ja so schnell, sich durch einen neuen Kauf wieder in einen entspannten Zustand zu versetzen. Aber das klassische Konsumieren ist eine extreme Einschränkung der menschlichen Potenzen. Wer hingegen etwas reparieren oder pflegen kann, hat ein Ding wirklich verstanden. So lernt man neue Fertigkeiten und fühlt sich gut.

S&K: Warum kaufen wir trotzdem so viel?

WS: Der Mensch ist beides: fleißig und faul. Die Konsumwelt zielt vor allem auf das Ruhebedürfnis der Menschen ab. Man soll im Beruf hochspezialisiert Leistung erbringen und es den Rest der Zeit möglichst bequem haben. Aber wir brauchen Bewegung, um gesund zu bleiben.

S&K: Inwiefern schadet uns der Konsum?

WS: Wir können uns nicht mehr außerhalb vom Büro verwirklichen. Gute Technik aktiviert uns und lässt uns kreativ werden. In der Kunst ist das selbstverständlich: Eine automatisch spielende Geige würde man nicht anfassen. Doch ein großer Teil unserer modernen Technik bringt uns nichts mehr bei, wir verstehen sie nicht – was auch demütigend ist. Wenn das Gerät mal versagt, können wir es nur zum Fachmann bringen oder gleich durch ein neues ersetzen.


Mehr zum Thema

‣ www.kaufda.de/info/konsum-in-echtzeit
Die Plattform zeigt eine sekündlich aktualisierte Grafik der bundesweit verbrauchten Konsumgüter.

‣ https://project.yunity.org
Raphael Fellmer, Mitgründer der Plattform „Foodsharing“, hat mit Frau und zwei Kindern fünf Jahre ohne Geld gelebt. Nun startet er ein weiteres großes Projekt, das viele Konsum-Alternativen unter einem Dach vereinen soll.

Fromm, Erich:  Haben oder Sein.
dtv Verlagsgesellschaft, 43. Auflage 2016, 272 Seiten, 9,90 €

Kern, Björn: Das Beste, was wir tun können, ist nichts.
Fischer Taschenbuch, 4. Auflage 2016, 256 Seiten, 9,99 €

Kreiß, Christian: Werbung – nein danke.
Europaverlag, 2016, 352 Seiten, 24,90 €


(Quelle: schrotundkorn.de)

Montag, 20. März 2017

Spinat-Reis-Topf

Zutaten für 2 Personen:
- 200 g Reis (Garzeit 35 min.)*
- 200 g Spinat
- 1 Zwiebel
- 35 g Mandelblättchen
- 30 g getrocknete Aprikosen
- 400 ml Gemüsebrühe
- 1/2 TL Zimt gemahlen
- 1 Prise Kardamom gem.
- 1/2 TL Kurkuma
- Salz, Pfeffer



Die Mandeln in einer Pfanne ohne Fett etwas anrösten.
Zwiebel und Aprikosen würfeln.

In einem Topf die Zwiebelwürfel anbraten. Die Gewürze und den Reis zugeben. Kurz mitbraten.
Mit der Gemüsebrühe ablöschen und abgedeckt 30 min. bei niedriger Hitze kochen.
Aprikosen und Spinat untermischen. Für weitere 5 min. köcheln lassen (evtl. ein wenig Wasser dazu gießen). Die Mandeln ebenfalls untermischen und mit Salz & Pfeffer abschmecken.

Guten Appetit!


*Wenn ihr Reis mit anderer Garzeit benutzen möchtet, einfach die Kochzeit entsprechend anpassen.

Freitag, 17. März 2017

Der Konzernatlas

Die "Heinrich-Böll-Stiftung" hat wieder einen Atlas herausgegeben - diesmal geht es um "Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmittelindustrie"

>>Die Produktion von Lebensmitteln hat nur in seltenen Fällen etwas mit bäuerlicher Landwirtschaft, mit traditionellem Handwerk und einer intakten Natur zu tun. Sie ist heute weltweit vor allem ein einträgliches Geschäft von wenigen großen Konzernen, die sich die Felder und Märkte untereinander aufteilen. Und der Trend zur Machtkonzentration geht weiter. Übernahmen wie die von Monsanto durch Bayer oder die Aufteilung der Märkte von Kaisers/Tengelmann zwischen Rewe und Edeka sind nur die Spitze eines Eisberges, zu dem eine problematische Marktmacht und großer politischer Einfluss gehören. Außerdem ist die industrielle Landwirtschaft weltweit für gravierende Klima- und Umweltprobleme verantwortlich.<<

(Quelle: boell.de)

(Quelle: boell.de)

(Quelle: boell.de)

Der Atlas ist sehr interessant und spannend - unbedingt lesen!

Entweder hier: boell.de

Oder über mein Verzeichnis - siehe rechte Seite
(dort können auch die Atlanten der letzten Jahre aufgerufen werden).


Montag, 13. März 2017

Nudeln mit scharfer Tofu-Sahne-Soße

Zutaten für 2 Personen:
- 300 g Nudeln
- 150 g Räuchertofu
- 1 Zwiebel
- 1 TL Ajvar (mehr, wer es noch
   schärfer möchte)
- 1 TL Paprikapulver edelsüß
- 1/4 TL geräuchertes Paprikapulver
- 200 ml Reissahne
- 1 EL Petersilie
- Salz, Pfeffer



Nudeln nach Packungsanleitung kochen.
Räuchertofu und Zwiebel würfeln.
Den Tofu in einer Pfanne scharf anbraten, danach die Zwiebel dazu geben und mitbraten.
Ajvar und die beiden Paprikapulver unterrühren, kurz anschwitzen lassen. Mit Reissahne ablöschen und bei mittlerer Hitze ein wenig einköcheln lassen. Mit Petersilie, Salz und Pfeffer abschmecken.

Guten Appetit!

Freitag, 10. März 2017

Vegan unterwegs

Nicht nur in Nürnberg kann man lecker indisch essen gehen, sondern auch in Erlangen...

Und zwar beim "Restaurant Boliwood"




Gemütlich eingerichtet und eine angenehme Atmosphäre, mit schönen Bildern an den Wänden und verschiedenen Götterstatuen - was mich besonders freut: eine sehr große Statue von Krishna steht dort auch :-))))))


Am Anfang gibt es aufs Haus Linsen-Fladen (Papadams) mit verschiedenen Dips - der dunkle von den dreien ist vegan (ein Dip mit Tamarinde), die anderen beiden leider nicht.


Mein Veggie hatte an dem Tag richtig Hunger ;-), deshalb gab es eine vegane Vorspeisenplatte für 2 (wirklich gut und zum Glück nicht so fettig wie manch andere frittierte Speise - für uns trotzdem eine eher seltene Ausnahme, weil wir ja mittlerweile etwas fettärmer essen).


Die Hauptgerichte können in verschiedenen Schärfegraden bestellt werden und sind sehr sehr lecker (zumindest schon mal was wir probiert konnten ;-) )!
Esst ihr gern scharf? Dann ist das genau das Richtige für euch - die erste Stufe "Pikant" wurde uns als "über deutsche Schärfe" erklärt (was sie dann auch definitiv war ;-) ). Aber auch wenn ihr Schärfe nicht so mögt, könnt ihr dort essen, da das Essen auch nur leicht scharf bestellt werden kann.

Auf der Speisekarte sind sehr schön alle Gerichte markiert, die vegan bestellt werden können (und das sind nicht wenig!). Bei Fragen dazu hilft euch die sehr freundliche Bedienung auch gerne weiter.


Jetzt habt ihr bestimmt Hunger bekommen - dann nichts wie auf nach Erlangen ;-):

Gerberei 8
91054 Erlangen
(super Parkmöglichkeiten beim Großparkplatz in der Parkplatzstraße)


Montag, 6. März 2017

Bohnen-Lauch-Suppe

Zutaten für 2 Personen:
- 425 g gekochte weiße Bohnen
  (170 g getrocknet)
- 1 kleiner Lauch
- 2 EL Cashewkerne
- 1 1/2 EL Zitronensaft
- 1 TL Thymian
- 1 TL Currypulver
- Salz, Pfeffer





Getrocknete Bohnen 8 - 12 Std. einweichen, danach 1 1/2 - 2 Std. köcheln lassen.

Cashewkerne evtl. einweichen lassen (mind. 30 min.), danach das Wasser abgießen.

Den Lauch klein schneiden und in einem Topf anbraten, bis er weich geworden ist.

Die gekochten Bohnen zusammen mit 350 ml Wasser in einem Mixer (oder mit dem Pürierstab) pürieren. Lauch, Cashewkerne, Zitronensaft, Thymian, Currypulver, Salz und Pfeffer untermischen. Alles noch einmal zu einer glatten Creme pürieren.

Die Suppe in einen Topf geben und ein paar Minuten köcheln lassen.

Dazu Brot / Baguette servieren.

Guten Appetit!

Freitag, 3. März 2017

Buchtipp

Heute sogar mal ein Tipp für eine Buchreihe:

"Die Waringham-Saga" von Rebecca Gable


Mein Plan war ja eigentlich, die Buchreihe komplett zu lesen, da es mittlerweile ein weiteres Buch ("Der Palast der Meere") gibt. Doch beim Warten auf die Erscheinung des neuen Buches habe ich mich dann dagegen entschieden: 
Ich finde ja das Mittelalter ganz toll mit Rittern und Burgen und allem drum und dran... der neue Roman findet mehr auf hoher See statt und zeitlich auch nicht mehr (?) im Mittelalter.

Ich kann aber auf jeden Fall die ersten 4 Bücher jedem "Mittelalter-Fan" bzw. Leuten, die gerne historische Romane lesen, empfehlen.

Die Romane behandeln die englische Geschichte ab dem 14. Jahrhundert und begleiten dabei die fiktive Familie "Waringham" über mehrere Generationen lang.

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"Das Lächeln der Fortuna":
Spannend und unterhaltsam von Anfang bis Ende. Ich habe mit Robert gelacht, geweint, gehofft und geliebt. Besonders das Team Robert + John of Gaunt fand ich unglaublich toll und hätte am liebsten noch viel viel viel mehr von den beiden lesen wollen!




"Die Hüter der Rose":
Mit John of Waringham wurde ich nicht gleich so "warm" wie mit Robert (ich habe ihn dann aber trotzdem ins Herz geschlossen). Die Geschichte verlor zwischendurch manchmal ganz kurz an Reiz, hat aber danach umso mehr wieder an Fahrt aufgenommen, so dass es mir schwer fiel, das Buch aus den Händen zu legen. An mehreren Stellen im Buch hat sich meine "Kehle im Hals zusammengeschnürt", da John und seinen Begleitern unglaublich schlimme Dinge zustoßen (aber zum Glück immer wieder heil daraus hervor kommen). Gerade zum Schluss hin ist das Buch nichts für schwache Nerven ;-) (wenn's um Mittelalter geht, darf man eben nicht zimperlich sein ;-) ).




"Das Spiel der Könige":
Nachdem ich beim letzten Buch zum Schluss hin John wirklich gern hatte, wurde ich bei "Spiel der Könige" etwas "unsanft" in die Runde der unbekannten Charaktere geworfen. Das war aber schnell vergessen, so dass ich auch von diesem Buch gefesselt war - obwohl ich beim Hauptcharakter, 
Julian of Waringham, immer wieder ins Grübeln kam, ob ich ihn jetzt mag oder nicht. Seine Zwillingsschwester Blanche dagegen hat mein Herz gleich erobert - was aber auch vielleicht daran liegen kann, dass dieses Buch das erste in der Reihe ist, in dem auch Frauen eine große Rolle spielen ;-). Rebecca Gable versteht es auch in diesem Buch, trotz oder auch gerade wegen schwieriger Charaktere und den grausamen Rosenkriegen, die Spannung immer aufrecht zu erhalten, so dass ich selten "nur ein paar Seiten" lesen konnte. Auch hier (wie in den vorherigen Teilen) dachte ich mir: wundervoll - mehr davon!




"Der dunkle Thron":
Nick war mir von Anfang an sympathisch, was vielleicht daran lag, dass er mich zu Beginn ein wenig an mich selbst erinnert hat ;-). Ungefähr in der Mitte des Buches verlor er zeitweise meine Sympathie, da er dort "wie besessen" von einer Sache ist und es dadurch scheint, als wäre ihm alles und alle Konsequenzen egal. Bis auf diesen kleinen, aber nicht unwichtigen Abschnitt im Buch,
 mochte ich ihn aber sehr und fand auch diesen Teil der Reihe wieder spannend, wundervoll und unterhaltsam - obwohl ich vor ein paar Jahren die Serie "Die Tudors" gesehen habe und dadurch die "grobe" Geschichte um den berühmten Henry VIII. bereits kannte.



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Wie schon oben erwähnt: die Reihe werde ich nicht weiter lesen ("Der Palast der Meere" scheint auch der letzte Roman in dieser Reihe zu sein), aber ich werde mir auf jeden Fall mal andere Bücher der Autorin ansehen, da sie einen sehr unterhaltsamen und spannenden Schreibstil hat.


Montag, 27. Februar 2017

Dankbarkeit - 95


Die Dankbarkeit ist der Schlüssel zur Zufriedenheit. - Ernst Ferstl
In einem dankbaren Herzen herrscht ewiger Sommer - Celia Layton Thaxter
Dankbare Menschen entdecken überall Geschenke. - Hanno Nuhm

Mit Dankbarkeit wird man glücklicher, zufriedener, ist weniger gestresst und soll sogar besser schlafen - mehr als genug Gründe, öfter mal daran zu denken, für was wir alles dankbar sein können.

Deshalb werde ich euch hier regelmäßig mitteilen, wofür ich dankbar bin / die letzten Wochen war.

Wer macht mit? :-) Hinterlasst mir gerne einen Kommentar oder erstellt selbst einen Post dazu auf eurem Blog (wer die Liste nicht veröffentlichen will, kann auch ganz alleine für sich eine erstellen,
 z. B. regelmäßig in einem schönen Notizbuch).

Bei Karmindra und bei Ramona gibt es auch immer wieder eine Dankbarkeitsliste - schaut doch auch mal bei den beiden vorbei!





Ich bin dankbar...


-...dafür, dass ich wieder mit dem Rad (+ Anhänger) einkaufen fahren kann ( / möchte) :-)



-...dafür, dass ich für die Zeit, in der es keinen frischen Spinat im Bioladen gibt, zum Teil einen Ersatz für meinen Smoothie gefunden habe (TK-Spinat schmeckt irgendwie nicht so gut): frische Petersilie



-...für einen schönen Abend zusammen mit Freunden beim "Tasty leaf".
Es gab wieder leckere Kohlrabi-Ravioli - diesmal als Vorspeise für mich :-).



-...für mehrere Runden Nordic walking bei frischer Waldluft - das tut ja immer wieder so gut :-).



-...dafür, dass wir zusammen mit Freunden ins Kino gegangen sind.
Diesmal ins "Roxy", weil wir uns eigentlich einen Film auf englisch ansehen wollten - durch eine kurzfristige Planänderung seitens des Kinos (Missverständnis bei einer Kindergeburtstagsfeier) wurde es dann doch ein Film auf deutsch (als Entschädigung gab's dafür Popcorn aufs Haus).
Was aber dann auch nicht so schlimm war,
so konnten wir wenigstens dem lieben Gronkh lauschen :-).
Wer es jetzt noch nicht weiß, es geht um den Film "The Lego Batman": Ein absoluter Filmtipp für Groß & Klein, erst Recht, wenn ihr den ersten Lego-Film bereits gesehen habt und ihn toll fandet.


Wer nur den Trailer sehen möchte: Ungefähr ab 2:20 (noch ohne Stimme von Gronkh)



-...dafür, dass wir uns alle nach dem Kino lecker beim "Osaka" gestärkt haben.



-...für die erste neugierige Biene, die ich dieses Jahr gesehen habe - bald ist Frühling :-)



-...für einen schönen Abend zusammen mit meinem Veggie und einem Freund beim "Cafe Tibet"



-...dafür, dass wir noch etwas wichtiges über unsere Keramikpfannen gelernt haben: wenn Öl, dann eins mit möglichst hohem Rauchpunkt benutzen (siehe Produkttipp unten)



-...für schöne Spaziergänge zu zweit bei Sonnenschein.


Freitag, 24. Februar 2017

Kein illegales Holz in die EU!



>>Liberia beherbergt einen einmaligen Naturschatz: vom Aussterben bedrohte Westafrikanische Schimpansen. In dem kleinen Land wächst mehr als ein Drittel des Upper Guinean Rainforest. Der Artenreichtum ist überwältigend.

Die Regierung des bitterarmen Landes setzt nach einem Bürgerkrieg und der Ebolakrise auf den Holzexport, um die Armut zu bekämpfen. Es droht dadurch jedoch die ungezügelte Plünderung der Regenwälder. Laut der Studie „Hold the Line“ der Organisation Global Witness sind alle großen Holzkonzessionen Liberias illegal.

Manche Holzfirmen verschleiern demnach, wer Nutznießer der Gewinne ist. Darunter scheinen verbotenerweise auch einflussreiche Politiker zu sein. Auch hinter Konzessionen, die eigentlich Dorfgemeinschaften zugutekommen sollen, können in Wirklichkeit Holzfirmen stecken. Außerdem manipulieren Firmen im großen Stil Angaben über ihren wahren Holzeinschlag. Schließlich hinterziehen sie dem klammen Staat viele Millionen Euro Steuern.

„Logging-Firmen lügen, betrügen und stehlen vom liberianischen Volk“, sagt Jonathan Grant von Global Witness.

Derzeit verhandelt die EU mit Liberia über ein Holzhandelsabkommen: Im Rahmen eines Voluntary Partnership Agreements (VPA) würde die EU Holz ohne weitere Prüfung importieren, wenn Liberia die Legalität garantiert. Es bestehen große Zweifel, dass dies funktioniert. Vielmehr ist zu befürchten, dass illegale Konzessionen auf dem Papier für legal erklärt werden und Holz aus Raubbau zu uns gelangt.

Trotz dieser Gefahr könne das System zum Schutz von Wäldern beitragen, berichten liberianische Umweltschützer. Ihre Arbeit sei durch die VPA-Verhandlungen gestärkt worden. Jetzt kämpfen sie dafür, dass alle illegalen Konzessionen zurückgenommen werden.<<

Bitte fordert von der EU, kein Holz von Liberias illegalen Konzessionen zu importieren!

Montag, 20. Februar 2017

Sauerkrautsuppe

Zutaten für 2 - 4 Personen:
- 500 g Sauerkraut
- 3 mehlig kochende Kartoffeln
- 1 Zwiebel
- 1 Paprika
- ein paar Scheiben Brot
- 750 ml Wasser
- 125 ml Reissahne
- 1 TL Kümmel gemahlen
- Salz, Pfeffer




Zwiebel, Kartoffeln und Brot würfeln, Paprika klein schneiden.
Das Sauerkraut in einem kleinen Topf erhitzen.
In einem großen Topf die Zwiebel anbraten, Kartoffeln dazu geben und ein paar Minuten mit braten. Dann die Paprika kurz anbraten. Mit Wasser ablöschen und abgedeckt ca. 15 min. bei geringer Hitze köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Brotwürfel in einer Pfanne knusprig braten.
Das Sauerkraut mit in den großen Topf geben und dann mit dem Pürierstab ungefähr die Hälfte der Suppe pürieren. Reissahne unterrühren und mit den Gewürzen abschmecken. Die Suppe evtl. nochmal kurz erwärmen lassen, dann auf Teller verteilen und das Brot darüber geben.

Guten Appetit!

Freitag, 17. Februar 2017

Stop Glyphosat



>>Glyphosat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Ackergift. Als so genanntes Totalherbizid tötet es jegliches pflanzliche Leben, mit Ausnahmen von Pflanzen, die gentechnisch so manipuliert wurden, das sie gegen Glyphosat resistent sind. Allein auf deutschen Äckern landen jährlich etwa 6.000 Tonnen des Unkrautvernichters, obwohl die Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ und erbgutverändernd einstuft. Laut Umweltbundesamt trägt das Ackergift außerdem wesentlich zum Rückgang der Artenvielfalt bei.

Bumerang Glyphosat
Die hohe Einsatzmenge des Herbizids bleibt nicht ohne Folgen: Glyphosat wird regelmäßig in Getreide, Backwaren, Bier und anderen Lebensmitteln nachgewiesen. Über die Nahrungskette landet das Pestizid wie ein Bumerang wieder bei uns Menschen: Eine 2015 durchgeführte Untersuchung ergab, dass über Dreiviertel der Bundesbevölkerung eine deutliche Glyphosat-Belastung aufweisen.

2017: Das Jahr der Entscheidung über Glyphosat
Schon im letzten Jahr hätte Schluss mit Glyphosat auf europäischen Äckern sein können, denn zum 30. Juni 2016 lief die bisher gültige Genehmigung aus. Doch die Hersteller beantragten die erneute Zulassung für 15 Jahre in der EU. Die Auseinandersetzung über die Wiederzulassung von Glyphosat wurde 2016 zu einem wahren Politkrimi.

Obwohl der Stoff eine ernstzunehmende Gefahr für die menschliche Gesundheit und die Umwelt darstellt, wollte die EU-Kommission Glyphosat erneut genehmigen. Doch auch nach einer vierten Abstimmungsrunde kam keine ausreichende Mehrheit der Mitgliedstaaten für die Wiederzulassung zustande. Da jedoch auch keine Mehrheit für ein Verbot erreicht wurde, verlängerte die EU-Kommission die Genehmigung provisorisch bis Dezember 2017. Innerhalb dieser 18 Monate soll nun die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) eine Bewertung des Stoffs vornehmen. Auf Basis dieser Bewertung soll dann bis Ende 2017 entschieden werden, ob Glyphosat eine neue Zulassung erhält.<<

Daher wurde vom "Umweltinstitut München e.V." und anderen Organisationen eine europäische Bürgerinitiative gestartet, um zu verhindern, dass Glyphosat erneut zugelassen wird.

Bitte unterschreibt und teilt die Initiative fleißig, damit es bald eine Zukunft ohne Glyphosat gibt!

Danke!

Freitag, 10. Februar 2017

Projekt "zuckerfrei"

Zu allererst: Ich bin keine Ärztin - dieser Blogpost besteht aus meinen persönlichen Erfahrungen und Infos, die ich aus verschiedenen Quellen zusammen getragen habe.


Vor mittlerweile 2 Jahren habe ich mein persönliches Projekt "zuckerfrei" gestartet - da wird es mal Zeit, euch ein wenig mehr darüber zu erzählen ;-).



Ich habe sehr viel darüber gelesen (in Büchern, im Internet)
und auch Dokus darüber gesehen (Kino / DVD, Internet), dass Zucker nicht nur dick,
sondern auch verdammt krank macht.

Daher habe ich mir vorgenommen, meinen Zuckerkonsum stark zu reduzieren. Dieser war zwar wahrscheinlich schon wesentlich geringer als der Durchschnitt so zu sich nimmt, da ich schon als Kind nicht "ständig" Süßigkeit gegessen habe, weil ich nicht die Lust darauf verspürt habe - wenn ich Süßes gegessen habe, dann gleich etwas mehr auf einmal, dafür hat das dann aber auch eine ganze Zeit lang gereicht. Ich war eher süchtig nach Salzigem (wie Chips) und wollte regelmäßig etwas davon (das habe ich inzwischen auch im Griff). Aber dennoch, oder gerade weil ich dachte, das fällt mir dadurch leichter, wollte ich es angehen - meiner Gesundheit zu liebe.

Was mich schon immer motiviert hat: etwas aufschreiben, in den Kalender eintragen und danach sehen, was man erreicht hat (ich benutze Sports Tracker beim Sport).
Deshalb habe ich mir einen Kalender ausgedruckt, in dem ich alles aufschreibe, was ich zuckerhaltiges gegessen habe und in Zukunft möglichst vermeiden will.
Und zwar jeden zugesetzten Zucker:
Rohrzucker genauso wie Süßstoffe und Zuckerarten,
die die Industrie so in die Lebensmittel schmuggelt (gerade Light-Produkte sind ja eins der schlimmsten Dinge, die es gibt: machen krank - siehe Aspartam - und danach hat man noch mehr Hunger, so dass man eher zu- als abnimmt...),
aber auch Sirup (Agave, Ahorn etc., da es im Prinzip das Gleiche ist und der Körper auch genauso / ähnlich damit reagiert) - Ausnahme:
ab und zu ein wenig Dattelsirup (z. B. für Gurkensalat => Datteln mit Wasser püriert) - in den seltenen Fällen, in denen ich backe, was dann hauptsächlich für meinen Veggie oder andere Personen ist (außer ich hatte einige Nächte wenig erholsamen Schlaf, dann auch gern für mich ;-) ),
verwende ich entweder ganze Früchte oder Dattelsüße (= gemahlene Datteln).

Nach dem Film "voll verzuckert" habe ich auch angefangen kaum mehr Saft zu trinken (mittlerweile zum Großteil nur noch gefiltertes Wasser und ungesüßten Tee) - "Saftmäßig" gibt es bei mir nur noch Wasser mit einem Schluck Zitronensaft zum Frühstück
und einen kleinen Schluck davon in selbstgemachten Ingwertee
(Zitrone hat im Gegensatz zu anderen Säften wenig Fruchtzucker,
Zitrone ist sehr basisch, hilft beim entgiften, hilft Eisen besser aufzunehmen),
sonst eher wenig Saft / -schorle - Ausnahmen:
1. Smoothies mit Säften im Urlaub, da ich sonst nicht genügend Vitamine in mich rein bekomme ;-),
2. manchmal etwas Saft zum kochen, z. B. Traubensaft als Ersatz für Wein,
3. fast jeden Monat 1x eine Flasche Rote-Bete-Saft (0,75 l) zum Ausgleich, weil ich eine relativ starke Erdbeerwoche habe und daher vermutlich viel Eisen verliere.

Wenn wir essen gehen und ich nicht genau weiß, ob dort Zucker enthalten ist, wird es nicht aufgeschrieben - ich bestelle aber auch nicht extra etwas, wo ich weiß, dass es zuckerhaltig ist
(also z. B. ein Stück Torte ;-) ).

Mit der Zeit wurden es weniger Einträge, da ich gelernt habe, worauf ich achten muss und das dementsprechend umgesetzt habe.
Ihr glaubt ja gar nicht, worin überall Zucker versteckt ist
(besonders in Fertiggerichten, Aufstrichen...) - am Anfang kam ich mir vor wie zu Beginn meiner Vegan-Zeit, in der ich alle Zutatenlisten genauestens studiert habe und feststellen musste,
dass in sooooo vielen Lebensmitteln tierisches drin ist.
Am Anfang mag es einem so vorkommen, als könnte man jetzt "gar nix mehr" essen, da Zucker (bzw. tierisches) ja in so vielem steckt, dabei ist das, wenn man erst mal mehr darüber nachdenkt, gar nicht so schlecht... so wird man mehr und mehr motiviert aus frischen Zutaten selbst etwas zu zubereiten und weniger Fertiges zu kaufen (aber keine Angst, es gibt auch Fertiggerichte ohne Zucker, z. B. Pizza und Suppe) - also ein  doppelter Gewinn für die Gesundheit :-).

Mittlerweile kann ich stolz sagen, dass es mehrere Monate ohne Einträge gibt (das heißt zuckerfrei daheim und so gut es geht unterwegs), zwischendurch gibt es Monate mit 1 - 2 Einträgen.
Diese bestehen dann aber hauptsächlich aus Gewürzgürkchen (für Kartoffelsalat u. a.).
Also nix was mich jetzt beunruhigen würde ;-).
Wenn wir in den Urlaub fahren, bekomme ich es leider (noch) nicht so gut hin wie zu Hause, aber ich bin am lernen und es wird auch da weniger.


Die Umstellung fällt mir zum Glück auch nicht schwer (ich habe es schließlich auch schon einmal geschafft vom Viel-Fleischesser zum Veganer zu werden ;-) ) - mein Verlangen nach Zucker ist mit der Zeit immer weiter runter gegangen (Süchte sind eben irgendwann keine mehr...).
Dadurch esse ich sowas von selten etwas Süßes, wie Kekse oder ähnliches - dafür brauche ich unterdessen maximal eine Hand im Jahr zum abzählen ;-) - und wenn, dann eben nur etwas ohne Zucker (gekauft oder selbstgemacht - evtl. auch mit Dattelsüße).
Ja sogar Joghurt "mit Geschmack" kann ich essen ;-). Und wenn ich Lust auf Eis habe, wird einfach unser neuer Mixer bemüht, der richtig leckeres Nanaeis zaubert (Grundzutat gefrorene Bananen, dann meistens noch gefrorene Beeren und ein wenig Sojamilch dazu - fertig).
Also alles nicht so schlimm :-).

Wenn man richtig heftig süchtig nach Zucker ist, fällt einem die Umstellung evtl. etwas schwerer als mir (und evtl. treten Entzugs- und / oder Entgiftungserscheinungen wie z. B. Kopfschmerzen auf), aber wenn man erst mal die Hürde geschafft hat und dran bleibt, dann lässt auch da das Verlangen nach wenigen Wochen nach (als Tipp: regelmäßig Obst essen).



Was habe ich in dieser Zeit noch gelernt, was hat sich verändert?

 -> Es war zwar nicht geplant, aber es ist ein schöner Nebeneffekt ;-): 
Ich habe abgenommen - und das sogar an meinen "Problemzonen" Bauch und Oberschenkel. 
Vor ein paar Jahren, als ich viel abgenommen habe, ist es dort natürlich auch weniger geworden, aber an den zwei Bereichen hat man trotzdem immer stark gesehen, dass dort am meisten Fett eingelagert war (selbst Radfahren und Nordic walking hat das nicht sehr viel geändert - aber man kann sich ja leider nicht aussuchen, wo man abnimmt). Und siehe da - ich lasse "einfach mal" den Zucker weg und schon habe ich, ohne dass ich sonst etwas geändert hätte, dünnere Oberschenkel und einen etwas flacheren Bauch, so dass man im oberen Bereich sogar ein bisschen die Muskeln erkennt (das war auch schon so, bevor ich angefangen habe, das Fett zu reduzieren) :-).

Unterdessen weiß ich, dass beim Konsum von Zucker (auch einfache Kohlenhydrate wie Weißmehl werden dazu umgewandelt), der Blutzuckerspiegel sehr schnell stark ansteigt und der Körper viel Insulin produziert um den Zucker in die Zellen zu transportieren - dieses hemmt die Fettverbrennung und das Fett wird besonders am Bauch eingelagert. Fallen diese starken Schwankungen weg, weil mehr komplexe Kohlenhydrate gegessen werden (z. B. Vollkornprodukte), die den Spiegel nur langsam ansteigen lassen, muss der Körper nicht so viel Insulin produzieren, folglich wird die Fettverbrennung kaum gehemmt und weniger Fett eingelagert. Außerdem gewinnt der Körper bevorzugt Energie aus dem Bauchfett, weil es ein sehr stoffwechselaktives Gewebe ist (vorausgesetzt man macht Sport, sonst braucht der Körper diese Energie ja auch nicht....).

-> mein Blutzuckerspiegel ist konstanter, so dass ich keine starken "Hochs und Tiefs" mehr habe

-> ich fühle mich insgesamt fitter (hängt vielleicht mit dem Blutzuckerspiegel zusammen) -  es gibt aber natürlich trotzdem noch "gute" und "schlechte" Tage, an denen ich mal nicht so fit bin ;-)

-> beim Sport (Radfahren, Nordic walking) mache ich wesentlich leichter und schneller Fortschritte als früher

-> mein Geschmack hat sich weiter geändert - über die Jahre wurden mir viele Sachen zu süß, das hat sich jetzt nochmal verstärkt, so dass ich mir bei einigem nicht mehr vorstellen kann, wie mir das früher schmecken konnte. Bei Produkten, die zugesetzten Zucker enthalten, schmecke ich diesen sehr stark raus, bzw. es ist mir teilweise einfach zu "papp-süß".

-> Ich habe gemerkt, dass Zucker mich müde macht.
Und das nicht nur bei zugesetztem Zucker, sondern ebenso wenn ich zu viele Weißmehlprodukte esse (die ja auch direkt in Zucker umgewandelt werden).
Mit meinen grünen Smoothie / unpüriertem Obst habe ich nicht das Problem (außer ich esse Weißmehlprodukte und viel Obst an einem Tag, dann kann das schon auch vorkommen).
Deshalb versuche ich auch wo es geht nur noch Vollkornprodukte zu konsumieren (gebacken wird nur mit Vollkorn, Nudeln aus Vollkorn...).
Wenn ich ausschlafe, brauche ich mittlerweile sogar im Schnitt 2 - 3 Std. weniger als früher - so als Langschläfer macht das richtig viel aus :-).



Und warum ist Zucker jetzt eigentlich so schlimm?

Ihr seht ja schon an meinem Beispiel, dass es sich besser ohne Zucker leben lässt, aber zusätzlich kann ich euch noch folgendes erzählen:

- Zucker kann die Aufnahme von Nährstoffen behindern bzw. raubt diese (da Zucker den pH-Wert des Körpers sauer werden lässt und zum Ausgleich braucht der Körper mehr davon, die er dann z. B. aus den Knochen löst).

- Zucker fördert ständigen Hunger (durch das starke Auf und Ab des Blutzuckerspiegels)

- Krebs wird durch Zucker gefüttert - er fördert das Wachstum von bösartigen Krebszellen

- Zucker unterdrückt das Immunsystem

- Zucker ist nicht nötig.
Der Körper kann aus jeglichen Kohlenhydraten, auch aus Vollkornprodukten, Obst, Gemüse
(= komplexe Kohlenhydrate) etc., Energie gewinnen.

- Zucker macht dick.
Der Körper wandelt die aufgenommenen Kohlenhydrate zu Glukose um (Traubenzucker - die Energiequelle des Körpers). Wird nicht alles gebraucht, wird der Rest wiederum in Glykogen umgewandelt (Mehrfachzucker) und der Glykogenspeicher damit gefüllt (der angezapft wird, wenn mehr Energie benötigt wird als aufgenommen wurde, z. B. beim Sport). Ist dieser Speicher voll und es ist immer noch etwas vorhanden (was bei Konsum von einfachen Kohlenhydraten wie Zucker und Weißmehl sehr wahrscheinlich ist), wird der Überschuss in Fett umgewandelt und eingelagert.
Zusätzlich spielt bei dem Thema Insulin eine Rolle - siehe oben ("...was hat sich verändert").

- Zucker fördert Diabetes Typ-2

- Zucker zerstört die Zähne (bestimmte Bakterien im Mund ernähren sich davon)

- Zucker macht süchtig (Zucker erzeugt im Gehirn die gleichen Aktivitätsmuster wie Drogen)

- Zucker kann Stimmungsschwankungen verursachen:
Insulin (das ja ein Hormon ist) kann auch andere Hormone beeinflussen.
Starke Schwankungen im Blutzuckerspiegel können zu Nebennierenschwäche beitragen, wodurch Stimmungsschwankungen auftreten, weil der Körper versucht, sich wieder in Balance zu bringen.

- Zucker ist schädlich für die Haut.
Ohne Zucker kann man um Jahre jünger aussehen - schön zu sehen an der netten Veganerin, die schon seit 10 Jahren zuckerfrei lebt: Anastasia Zampounidis
(Zucker reagiert mit dem Hauteiweiß und verklebt die kollagenen Fasern, so dass die Haut unelastischer wird und Falten schneller entstehen - außerdem ist er entzündungsfördernd, wodurch Akne entsteht)

- Zucker reduziert die Lernfähigkeit schon bei Vorschulkindern.
Kinder, die viel Zucker konsumieren, schneiden schlechter bei Intelligenztests ab und sind öfter launisch, müde und depressiv.

- Zucker lässt das Gehirn früher altern (Gedächtnisverlust, kognitiver Verfall, Alzheimer...)

- Zucker kann Menstruationsbeschwerden verursachen

- Zucker schädigt die Leber (wenn z. B. Fruchtsäfte getrunken werden, ist das zu viel Fruchtzucker auf einmal und die Leber kann den Zucker nicht schnell genug abbauen - im Gegensatz zu Fruchtzucker in ganzen Früchten, der durch die enthaltenen Ballaststoffe langsamer aufgenommen wird - deshalb wandelt sie diesen in Fett um = Fettleber)

- Zucker schadet ungeborenen Kindern.
Wenn in der Schwangerschaft viel Zucker konsumiert wird, kann das zu Geburts-Komplikationen führen und das Kind ist eher gefährdet zuckersüchtig zu werden und an Diabetes zu erkranken.

- Zucker macht aggressiv.
Studien mit Inhaftierten haben gezeigt, dass bei denjenigen, die viel Zucker essen, die Gewaltbereitschaft wesentlich höher ist (sie prügelten sich und machten Ärger) als bei der Kontrollgruppe, die eine zuckerreduzierte Kost bekam und sich zu Musterinsassen entwickelten.

- Zucker bringt die Darmflora durcheinander. Er fördert, dass sich zuckerliebende Bakterien und Pilze ansiedeln und vermehren, dadurch können Blähungen und ernsthafte Darmprobleme die Folge sein.

- Zucker macht unfruchtbar

- Zucker zerstört den Geschmackssinn.
Nur gezuckerte Sachen schmecken dann noch, alles andere, wie z. B. Gemüse, schmeckt langweilig
(das kann man sehr gut an Kindern erkennen...).

- Zucker erhöht den Blutdruck und die Herzfrequenz (dadurch dass sehr viel Insulin produziert wird)



In den seltenen Momenten, in denen ich denke "ach, das und das (etwas mit Zucker) wäre doch ganz gut jetzt" (was dann auch nur passiert, wenn ich gerade länger nichts gegessen habe und der Körper dann nach Kalorien schreit) hilft mir die Frage: "Ist mir das (Süßigkeit etc.) wirklich die Konsequenzen wert (siehe obige Veränderungen und Fakten)?" Als Antwort kommt dann jedes Mal dabei raus: "Nein, so gut ist das nun wieder auch nicht".
=> Also vielleicht auch ein kleiner Tipp für euch :-)



Hier eine kleine Doku zum Thema:




Noch ein informatives Video

2 Anmerkungen dazu: 

- Nein, nicht jede Sojamilch hat soviel Zucker. 
Die von Alpro ist gesüßt (habe ich früher auch getrunken, bis sie mir zu süß wurde - meine aktuelle ist ungesüßt und hat nur 0,7 g Zucker => kein zugesetzter!)

- Wie weiter oben schon erwähnt: Anastasia lebt selbst zuckerfrei :-)




Und hier noch ein kleines "Experiment" wie bei "Voll verzuckert":





Fragen? Eigene Erfahrungsberichte parat? Oder ganz was anderes?
Dann freue ich mich über Kommentare :-)


Montag, 6. Februar 2017

Reis mit Gewürz-Spinat

Zutaten für 2 Personen:
- 200 g Reis
- 400 - 450 g (TK-)Spinat
- 1 Zwiebel
- 1 TL Kreuzkümmel gemahlen
- 1 TL Koriander gemahlen
- 1 TL Kurkuma
- 1 TL Ingwer gemahlen
- 1 - 2 Prisen Cayennepfeffer
- evtl. ein wenig Knoblauch gemahlen
- Salz, Pfeffer
- 200 ml Kokosmilch


Den Reis nach Packungsanleitung kochen. Die Zwiebel würfeln.
In einer Pfanne die Gewürze (außer Salz & Pfeffer) leicht anrösten. Zwiebel dazu geben und anbraten. Spinat dazu geben und evtl. mit ein wenig Wasser andünsten (TK-Spinat kann gefroren in die Pfanne - dann kein Wasser dazu geben und solange erwärmen, bis der Spinat aufgetaut ist).
Mit Kokosmilch ablöschen und ca. 10 Minuten (wenn die Flüssigkeit noch nicht ausreichend verdampft ist einfach etwas länger) bei mittlerer Hitze offen köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Guten Appetit!

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