Montag, 23. Oktober 2017

Reis mit Weißkohl-Curry

Zutaten für 3 Personen:
- 300 g Reis
- 1 kleiner Weißkohl
- 1 Zwiebel
- 100 ml Kokosmilch
- 1 EL Zitronensaft
- 1 TL Senfkörner
- ein wenig Knoblauchgranulat
- 2 Prisen Chilipulver
- 1/2 TL Currypulver
- 1 TL Kreuzkümmel gem.
- 1/2 TL Koriander gem.
- 1 TL Kurkuma
- 1 Prise Zimt
- Salz, Pfeffer
optional: 2 EL Kokosraspel

Weißkohl in dünne Streifen schneiden, Zwiebel würfeln. Reis nach Packungsanleitung kochen.

In einem großen Topf ein klein wenig Öl auf mittlerer Flamme erhitzen, Senfkörner hinein und nach deren Aufplatzen Zwiebel, Knoblauch, Chili, Currypulver, Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma, Zimt und Pfeffer hinzufügen. Kurz anbraten. Weißkohl (und Kokosraspel) dazu geben, ein paar Minuten mit anbraten. Mit Kokosmilch und Zitronensaft ablöschen. Alles gut durchmischen und dann abgedeckt auf niedriger Hitze ca. 15 - 20 min. köcheln lassen (solange, bis der Weißkohl zusammengefallen und weicher ist), dabei zwischendurch immer wieder umrühren. Mit Salz abschmecken.

Guten Appetit!

Freitag, 20. Oktober 2017

Produkttipp

Genau richtig jetzt in der "Erkältungszeit":


"Ingwerstücke ohne Zuckerzusatz" von Lihn


Auch wer gerne frischen Ingwertee trinkt (so wie wir regelmäßig), muss sich evtl. an den Geschmack und die Schärfe gewöhnen - aber dann sind 1 - 2 Stück am Tag (oder je nach Belieben) eine super Vorbeugung gegen Erkältungen und andere Krankheiten. Und wenn's euch dann doch mal erwischt, werdet ihr damit bestimmt ganz schnell wieder gesund :-)


(erhältlich im Reformhaus, z. B. Vitalia)


Montag, 16. Oktober 2017

Spitzkohl-Linsen-Salat

Zutaten für 1 Schüssel:
- 1 kleiner - mittlerer Spitzkohl
- 1 Möhre (Foto: lila Möhre)
- 75 g Berglinsen
- 50 g Walnüsse
- 2 EL Zitronensaft
- 1,5 - 2 EL (Raps-)Öl
- Salz, Pfeffer







Die Linsen nach Packungsanleitung kochen.

Den Spitzkohl in Streifen schneiden (Strunk vorher entfernen). In eine Schüssel geben, mit etwas Salz bestreuen und mit den Händen ein paar Minuten durchkneten, bis er weich geworden und ungefähr die Hälfte des Volumens verloren hat.

Die Walnüsse grob zerkleinern / hacken. Die Möhre in feine Streifen schneiden.

Linsen, Walnüsse und Möhre mit dem Spitzkohl vermengen. Zitronensaft, Öl, Salz und Pfeffer hinein geben. Alles gut vermischen und dann im Kühlschrank ein paar Stunden ziehen lassen.

Guten Appetit!

Freitag, 13. Oktober 2017

Öfter mal aus dem System ausbrechen tut gut...

Ich wünsche euch, dass ihr immer eure Farben behaltet
(oder zumindest immer wieder ganz schnell zurück bekommt) :-)


Unbedingt auch den Abspann mit anschauen.... :-)


Montag, 9. Oktober 2017

Nudeln mit Rotkohl und Nusscreme

Zutaten für 2 - 3 Personen:
- 300 g Nudeln
- 1 kleiner Rotkohl
- 1 Zwiebel
- 60 g gemahlene Nüsse
  (bei mir: je 20 g Cashew, Mandeln,
   Haselnüsse)
- 1/4 TL Kreuzkümmel gem.
- 2 EL Zitronensaft
- ein wenig Knoblauchgranulat
- Salz, Pfeffer



Den Rotkohl in Streifen schneiden, Zwiebel würfeln. Die Zwiebel in einem großen Topf anbraten. Danach den Kohl dazu geben und ein paar Minuten mit anbraten - so lange, bis der Kohl weich und ca. auf die Hälfte zusammen gefallen ist. Dann den Kreuzkümmel untermischen.
In der Zwischenzeit die Nudeln kochen.
Die Nüsse zusammen mit 50 ml Wasser, Zitronensaft und den Gewürzen mit dem Pürierstab cremig pürieren.
Die gekochten Nudeln und die Nusscreme zum Rotkohl in den Topf geben. Alles gut vermischen.

Guten Appetit!

Freitag, 6. Oktober 2017

Es muss ja nicht gleich die ganze Welt sein, ein größerer Teil würde auch reichen...


Wenn die ganze Welt vegan werden würde, 
dann würde dies bis 2050 das Leben von 8,1 Millionen Leuten retten.

Laut einer neuen Oxford-Studie würde die Welt ebenso 1,5 Billionen Dollar für die Gesundheitsversorgung, verlorene Arbeitstage und reduzierte Treibhausgas-Emissionen einsparen.

Rezept: Um dein Leben zu retten + das von 8 Millionen anderen
-> Ernähre dich vegan
- reich an Gemüse, Obst, Bohnen, Nüssen, Samen und Vollkornprodukten


Montag, 2. Oktober 2017

Ofen-Süßkartoffeln mit Rotkohl-Quark

Zutaten für 2 Personen:
- 2 - 3 große Süßkartoffeln (je nach Größe)
- 1 kleiner Rotkohl
- 1 EL Öl
- 1 EL Essig
- 400 g Sojaquark
- 125 g Sojajoghurt natur
- 1 EL Zitronensaft
- 1 EL Dill
- ein wenig Knoblauchgranulat
- Salz, Pfeffer



Die Süßkartoffeln waschen und mit einer Gabel mehrfach einstechen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im vorgeheizten Ofen bei 200° Ober- / Unterhitze ca. 1 Std. backen.

In der Zwischenzeit den Rotkohl in feine Streifen schneiden und in eine Schüssel geben. Mit Öl und Essig mischen. Ein paar Minuten gut durchkneten - solange bis der Kohl weich ist und vom Volumen her noch ca. die Hälfte hat. Abgedeckt 30 min. ziehen lassen.

Den Quark mit Joghurt, Zitronensaft, Dill, Knoblauch, Salz und Pfeffer verrühren. Den Rotkohl untermischen.

Die Süßkartoffeln aufschneiden und den Rotkohl-Quark darauf geben.

Guten Appetit!


Kleiner Hinweis: Die Schale kann mitgegessen werden.


Freitag, 29. September 2017

Dankbarkeit - 101


Die Dankbarkeit ist der Schlüssel zur Zufriedenheit. - Ernst Ferstl
In einem dankbaren Herzen herrscht ewiger Sommer - Celia Layton Thaxter
Dankbare Menschen entdecken überall Geschenke. - Hanno Nuhm

Mit Dankbarkeit wird man glücklicher, zufriedener, ist weniger gestresst und soll sogar besser schlafen - mehr als genug Gründe, öfter mal daran zu denken, für was wir alles dankbar sein können.

Deshalb werde ich euch hier regelmäßig mitteilen, wofür ich dankbar bin / die letzten Wochen war.

Wer macht mit? :-) Hinterlasst mir gerne einen Kommentar oder erstellt selbst einen Post dazu auf eurem Blog (wer die Liste nicht veröffentlichen will, kann auch ganz alleine für sich eine erstellen,  z. B. regelmäßig in einem schönen Notizbuch).

Mel schreibt auch eine Dankbarkeitsliste, 
ebenso wie von Zeit zu Zeit Ramona - schaut doch mal bei den beiden vorbei!




Ich bin dankbar...


-...dafür, dass ich schon ganze 5,5 km durchgängig joggen kann

;-)



-...für leckeres Sushi vom "Osaka"



-...dafür, dass nach der großen Hitze endlich die Temperaturen niedriger sind. Lange sehr sehr warm macht mich einfach zu "fertig" und Sport ist dann auch nicht gerade so toll.... da liebe ich doch den Frühling und den Herbst, da sind die Temperaturen angenehmer :-)



-...für einen schönen und leckeren Abend zu zweit beim "Restaurant Boliwood"



-...dafür, dass die Gemüseabteilung im Bioladen jetzt wieder sooooooo voll ist mit ganz vielen tollen und verschiedenen Arten von Gemüse - ich liebe diese Saison :-)



-...für die Zeit und Muße wieder ein Mandala zu malen
(das Letzte ist ja auch schon wieder eine Weile her...).

Diesmal fand ich es in schwarz weiß schon so schön - ich wollte es aber trotzdem noch etwas ausmalen, deshalb habe ich es kopiert und die Kopie koloriert :-)





-...für das erste Abendessen mit leckerem Hokkaido-Kürbis diesen Herbst :-)




-...für die tollen und leckeren bunten Möhren, die es im Bioladen gab

Waren beide lecker :-)

Und so sah die lila Möhre geschält und aufgeschnitten aus



-...für die süße, liebe und tooootaaaal flauschige Katze, der ich zweimal begegnen durfte :-)




-...für einen schönen Abend zu zweit bei "Hans im Glück".
Als wir das erste Mal dort waren, gab es 1 veganen Burger, beim nächsten Mal schon 3 und mittlerweile sogar schon 4! Auch die Soßen am Tisch sind jetzt, bis auf die Pommes-Soße, vegan. 
Da tut sich ordentlich was - nur weiter so! :-)



-...für einen schönen Abend zusammen bei einem Freund.
Wir haben uns alle leckere Pizza vom "Helmut" geholt, danach haben wir uns Urlaubsbilder aus Schottland angesehen, wo unser Freund vor kurzem war.

Seht ihr Nessi irgendwo? ;-)



-...für das erste Basenbad seit längerer Zeit (im Sommer ist es mir zum Baden doch zu warm ;-) ).



-...dafür, dass mein Veggie Prime-Mitglied ist, so kann ich wunderbar "Amazon Music" nutzen, dass ich mittlerweile sehr zu schätzen weiß - z. B. beim Baden / Duschen oder wann auch immer mir nach einer bestimmten Musik ist :-)



-...für den ersten kleinen süßen Igel, den ich seit langem mal wieder in der Natur beobachten durfte.



-...für die neue Ausgabe der "Happy way" im Briefkasten




-...für eine lustige Runde (1,5 Std.!) "Human fall flat" zusammen mit meinem Veggie..... ich kann nur sagen: diese verdammten Kohlelaster (im Video bei 0:48 - 0:49) :-D



-...für die Dusche nach dem Joggen - und das jedes Mal.
Mit dem super tollen Sport-Duschgel duschen, 
danach noch ein paar Wechseldusch-Runden (3 - 4), 
das ganze zusammen mit guter Laune-Musik aus dem Internet 
(siehe ein paar Punkte weiter oben) - tut sooooooooo gut, nicht nur körperlich, sondern auch geistig.... gute Laune und ein Gefühl wie neu geboren, was brauch ich mehr :-)



-...für schöne Herbstspaziergänge zusammen mit meinem Veggie.



-...dafür, dass die liebe Mel wieder unter die Blogger gegangen ist :-). In der Zeit, in der sie sich "zurück gezogen" hat (zumindest was das Bloggen angeht - auf Instagram ist sie schon länger wieder mit dabei), habe ich sie und ihren Blog doch sehr vermisst :-)
Schön, dass du wieder da bist! ♡



Montag, 25. September 2017

Rotkohlsalat

Zutaten:
- 1 kleiner Rotkohl
- 2 Äpfel
- 50 g Walnüsse
- 2 EL Essig
- 1 EL Öl
- 1 EL Dattelsirup
- Salz







Den Rotkohl in feine Streifen schneiden, Äpfel schälen und klein würfeln, Walnüsse grob hacken. Die restlichen Zutaten zu einem Dressing verrühren.
Alles zusammen in eine Schüssel geben, gut vermischen und dann ein paar Minuten mit den Händen durchkneten (bis der Rotkohl weich ist).
Ein paar Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.

Guten Appetit!

Freitag, 22. September 2017

Zur Flucht verdammt

>> Der Klimawandel schlägt mit voller Härte zu, vor allem in den ärmeren Ländern der Welt. Jedes Jahr fliehen Millionen Menschen vor Dürren, Stürmen und Überschwemmungen. Und das hat mit uns zu tun!


Jede Sekunde flieht ein Mensch auf der Welt vor Dürre oder Überschwemmung. Oft nur für eine kurze Zeit, bis das Schlimmste vorüber ist, viele aber verlieren ihre Heimat für immer. Jährlich sind es rund 25,4 Millionen, die dem  „Atlas der Umweltmigration“ zufolge wegen Naturkatastrophen vor dem Nichts stehen. Wovor Institutionen wie der Weltklimarat oder der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung (WBGU) seit vielen Jahren warnen, ist längst bittere Realität: Massenwanderungen nehmen dramatisch zu. Vergleicht man die heutige Welt mit der von 1950, ist es mittlerweile um 60 Prozent wahrscheinlicher geworden, aufgrund von Naturkatastrophen seine Heimat verlassen zu müssen.

Es ist eine unheilvolle Verkettung: Der Fortschritt fußt auf fossilen Brennstoffen wie Kohle, Gas und Öl. Außerdem roden wir massiv unsere Wälder und vergiften durch die industrielle Landwirtschaft die Böden. Das Immunsystem der Erde, so scheint es, ist durch den Virus Mensch geschwächt. Die Mengen an CO2 und Methan in der Atmosphäre haben beängstigend zugenommen, die Temperaturen auf der Erdoberfläche steigen spürbar. Allein im Monat April 2016 war die globale Durchschnittstemperatur knapp 1,1 Grad höher als zwischen 1950 und 1981, belegen Messungen der NASA. Kaum ein Jahr vergeht, in dem nicht Wärmerekorde aufgestellt werden. Gletscher und Polkappen schmelzen, der Meeresspiegel steigt, Land zum Leben und zum Anbau von Nahrungsmitteln geht verloren. Gleichzeitig gibt es mehr Stürme und Hurrikans, begleitet von extremen Niederschlägen.

Die Organisation Germanwatch hat ermittelt, welche Länder zwischen 1996 und 2015 am meisten von Wetterextremen heimgesucht worden sind. Neun der zehn am stärksten betroffenen Länder sind Entwicklungsländer. Staaten wie Honduras, Nicaragua oder die Philippinen zählen dazu. Sie sind nicht nur die ärmeren unter den Entwicklungsländern, sondern auch noch am wenigsten verantwortlich für den Klimawandel. Und es kommen immer mehr hinzu. So wie Kenia.

Das Land in Ostafrika, das vom Tee- und Kaffeeanbau lebt und weltweit einer der größten Exporteure von Schnittblumen ist, erlebt seit mehr als zwei Jahren eine nicht enden wollende Dürrekatastrophe. Über 60 Prozent der Bevölkerung sollen inzwischen Hunger leiden. „Überall im Land sind die Temperaturen gestiegen. Aber im Gegensatz zu früher sind die Regenfälle nicht mehr vorhersagbar und unregelmäßiger geworden. Und wenn es regnet, dann viel intensiver als zuvor.“ Corne-lius Kyalo Matheka weiß, wovon er spricht. Der Kenianer lebt mit seiner Familie im Osten des Landes und arbeitet für eine Partner-NGO der deutschen Hilfsorganisation Arche Nova.

Damit die Menschen vor Ort nicht aus Verzweiflung ihr Land verlassen, baut Arche Nova mit ihnen Auffangbecken und Sanddämme. Denn immer mehr Viehbauern suchen sonst andernorts nach Wasserquellen, um zu überleben. „Das führt zu Konflikten mit anderen ortsansässigen Gemeinden, wenn sie deren Gebiete durchwandern. Es kommt immer wieder zu Kämpfen, bei denen sowohl Tiere als auch Menschen schon ihr Leben lassen mussten“, berichtet Matheka. Das Beispiel macht auf einen wichtigen Aspekt aufmerksam – die Binnenmigration. Kenia hat selbst mit einer riesigen Flüchtlingswelle zu kämpfen. In Dadaab steht das größte Flüchtlingslager der Welt. Die meisten kommen aus dem Nachbarland Somalia.

Neben Afrika ist insbesondere Asien vom Klimawandel betroffen. Wegen Extremwetterereignissen und Naturkatastrophen mussten dort allein 2014 etwa 16,4 Millionen Menschen fliehen. Zum Beispiel Bangladesch: Der Weltklimarat schätzt, dass bei einem Anstieg des Meeresspiegels um 45 Zentimeter rund zehn Prozent des südasiatischen Landes verloren gehen. Über fünf Millionen Menschen stünden dann vor dem Nichts. Durch geringere Niederschläge würde außerdem das einfließende Meerwasser nach und nach Grundwasser und Böden versalzen und Landwirtschaft unmöglich machen. Schon jetzt sollen es jedes Jahr rund eine Million Bangladescher sein, die wegen regelmäßiger Überflutungen ihr Hab und Gut packen. Die meisten ziehen in die Stadt oder versuchen, über einen streng gesicherten Grenzzaun nach Indien zu fliehen.

Trotz alledem sind Klimaflüchtlinge im internationalen Recht nicht vorgesehen: Die Genfer Flüchtlingskonvention erkennt Menschen nicht als Flüchtlinge an, wenn sie aufgrund von Folgen des Klimawandels ihre Heimat verlassen. Anders als Menschen, die vor Krieg und politischer Verfolgung fliehen, haben sie keinerlei Anspruch auf Flüchtlingsschutz oder Unterstützung. Was folgt, sind Frustration, Leid und Armut.

Das zeigt: Die globale Erwärmung beeinflusst unser Miteinander erheblich. Exemplarisch betrachteten Wissenschaftler 2009 in einer Studie, wie sich Kriege in Afrika südlich der Sahara mit steigenden Temperaturen verändern: Durch den Klimawandel werden die Konflikte enorm zunehmen, um bis zu 54 Prozent bis 2030. Extreme Wetterereignisse verstärken kriegerische Konflikte, ökonomische Krisen und soziale Spannungen eines Landes. Der Klimawandel funktioniert in Ländern oder Regionen mit instabilen Verhältnissen wie ein Brandbeschleuniger. Für eine breite Diskussion unter Klimawissenschaftlern sorgte etwa die Theorie von US-Forschern, eine heftige Dürreperiode zwischen 2007 und 2010 hätte den Bürgerkrieg in Syrien mitverursacht.

Dass unser Hunger nach Kohle und Öl die Erderwärmung befeuert und deshalb eine Region nach der anderen auf der Welt unbewohnbar wird, ist eigentlich nicht neu. Trotzdem scheinen wir dieses Problem gedanklich wegzuwischen. Aus den Augen, aus dem Sinn, würde der Soziologe Stephan Lessenich dazu sagen. In seinem aktuellen Buch „Neben uns die Sintflut“ erklärt er, wie das Schicksal der Klimaflüchtlinge mit unserem Wohlstand zusammenhängt – und warum wir diesen Zusammenhang kollektiv verdrängen.

Externalisierung nennt Lessenich diesen Mechanismus. Am Beispiel einer Kaffeekapsel erklärt: Damit es in einer weiß gefliesten Einbauküche eines Krefelder Reihenendhauses jeden Morgen auf Knopfdruck nach Café Arabica duftet, werden Tausende Kilometer weiter weg Bauxit für die Alu-Kapseln ab- und Kaffeebohnen für den Genuss angebaut. Beides geschieht unter ökologisch wie menschlich katastrophalen Bedingungen. Von denen sieht und schmeckt der Besitzer der Kaffeemaschine aber nichts mehr. Sie werden ausgelagert – und das schlechte Gewissen gleich mit.

Dazu kommt: „Die Kohlekraftwerke, die in Deutschland stehen, verschärfen den Klimawandel, der dann eben zu heftigen Stürmen auf den Philippinen führt“, sagt Jan Kowalzig, Referent für Klimawandel und Klimapolitik bei der entwicklungspolitischen Organisation Oxfam. Doch seien es nicht allein die große Politik und die Kohlekraftwerke, die Menschen in anderen Teilen der Welt zur Flucht zwingen. „Jeder leistet seinen ganz persönlichen Beitrag und ist mitverantwortlich für den Klimawandel.“ Täglich frische Blumen aus Kenia, ein Auto für jedes Familienmitglied und Fleisch satt – uns geht es so gut, weil andere den Gürtel enger schnallen, beschreibt es Stephan Lessenich in seinem Buch. Als Dank, so der Soziologe, machen wir die betroffenen Länder auch noch selbst für ihr Schicksal verantwortlich. Ihre Bewohner grenzen wir aus und werten sie ab. Aber das Wasser, es steigt uns allen gemeinsam bis zum Hals. Mit jedem Grad mehr steigt der Meeresspiegel um zwei Meter. Noch in diesem Jahrhundert wird ein Anstieg von 28 bis 98 Zentimetern erreicht, warnt der Weltklimabericht von 2013. Um das zu verhindern, um Menschen nicht in die Flucht zu treiben, muss dringend etwas passieren.

„Während die Politiker immer nur reden, leiden Menschen in Ländern wie Kenia, die schon jetzt von den direkten Folgen des Klimawandels betroffen sind. Sie verlieren einfach ihre Lebensgrundlagen, wenn die Wasserquellen austrocknen“, sagt Cornelius Kyalo Matheka aus Kenia. Was er glaube, warum es nicht vorangeht? „Weil es weniger an rechtlichen Grundlagen als am politischen Willen der entwickelten Nationen mangelt“, sagt Matheka.

Diese Länder seien es, die jetzt dringend von den fossilen Energien Abschied nehmen müssten, meint auch Jan Kowalzig von Oxfam. Und zwar zügiger und beherzter als etwa die ärmeren Länder, für die oft Entwicklung und Armutsbekämpfung im Vordergrund stehe. „Natürlich müssen alle Länder jetzt mit vollem Ehrgeiz das Pariser Klimaschutzabkommen umsetzen. Weil die Industrieländer aber reich sind und weil sie eine große historische Verantwortung für den Klimawandel haben, müssen sie stärker vorangehen als andere“, sagt er.

Für Länder wie Deutschland hieße das: Sofort und sozialverträglich aus der Kohle raus. Kowalzig fordert: „Das muss sich die nächste Bundesregierung vornehmen.“


Mehr zum Thema

‣ www.arche-nova.org
unterstützt seit über 20 Jahren Menschen in krisengeschüttelten Ländern dabei, sauberes Trinkwasser zu gewinnen.

‣ www.germanwatch.org/kri
Der Klima-Risiko-Index 2017 zeigt, welche Länder besonders vom Klimawandel betroffen sind.

‣ www.iom.int
Von der Internationalen Organisation für Migration (IMO) gibt es zahlreiche Studien zum Einfluss des Klimawandels.

‣ www.wbgu.de/hg2007
Sicherheitsrisiko Klimawandel. Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen

Lessenich, Stephan: Neben uns die SintflutLessenich, Stephan: Neben uns die Sintflut. 
Hanser Verlag, 224 Seiten, 20 €

Le monde diplomatique: Warmzeit. Klima, Mensch und ErdeLe monde diplomatique: Warmzeit. Klima, Mensch und Erde. 
taz Verlag, 112 Seiten, 8,50 €

Ionesco, Dina (u.a.): Atlas der UmweltmigrationIonesco, Dina (u.a.): Atlas der Umweltmigration. 
Oekom Verlag, 176 Seiten, 22 €<<


(Quelle: schrotundkorn.de)


Montag, 18. September 2017

Gemüsecremesuppe

Zutaten für 2 - 3 Personen:
- 60 g Cashewkerne
- 1 Zucchini
- 1 Lauch
- 1 Stange Sellerie
- 1 Möhre
- 200 g Kartoffeln vorw. festk.
- 500 ml Gemüsebrühe
- 1/2 TL Thymian
- 1/2 TL Kurkuma
- 1 - 2 Prisen Chili / Cayennepfeffer
- Salz, Pfeffer
- 1 TL Essig

Die Cashewkerne mind. 30 min. einweichen lassen und dann das Wasser abgießen.

Das Gemüse klein schneiden und alles ein paar Minuten in einem großen Topf anbraten. Thymian, Kurkuma, Chili, Salz und Pfeffer dazu geben. Mit der Brühe ablöschen und abgedeckt 15 - 20 min. bei geringer Hitze köcheln lassen. Die Cashewkerne untermischen und alles mit dem Pürierstab / Mixer pürieren. Den Essig unterrühren und evtl. noch einmal mit Salz / Pfeffer abschmecken.

Guten Appetit!

Freitag, 15. September 2017

DAS vegane Restaurant in Nürnberg hat geschlossen :'-(....


Wie gerne sind wir dort essen gegangen - immer super leckeres Essen bei mega lieben Leuten in einer super Atmosphäre. Auch alle Omnis, die das Vergnügen hatten mit uns dort hin zu gehen, waren jedes Mal begeistert.
Wir danken Mike, Angi und dem ganzen Tasty-leaf-Team ganz ganz herzlich für die tolle Zeit und wünschen ihnen alles Gute für die Zukunft!

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19.01.2014:

Nürnberg hat endlich wieder ein (weiteres) rein veganes Restaurant :-)


Nur einen Sprung vom Hauptbahnhof entfernt befindet sich das "Tasty leaf".



Jede Woche wechselt die Abendkarte [Update Mai 2017: mittlerweile alle 2 Wochen].
Die Karte besteht aus Vorspeisen, z. B....

...die Tagessuppe (keine Ahnung, was es genau für eine Suppe war, aber sie war köstlich!),
... Hauptspeisen, z. B....

..."Baggers á la Tasty mit Champignonrahmsoße" (ja, scheinbar kann man Baggers auch wunderbar im Waffeleisen machen :-) )...

..."Spaghetti in Ingwer-Gewürzbutter"...

... und natürlich Nachspeisen...

...Orangen-Kardamom-Creme (ein Traum!!!).


Sonntags gibt es ein großes Brunchbuffet:


(unbedingt vorher reservieren!)

Wollt ihr in einer tollen Atmosphäre, bei super netten Leuten, mega lecker Essen gehen?
Dann nichts wie auf ins Tasty! :-)

Tasty Leaf
Bogenstraße 43
90459 Nürnberg
(Parkmöglichkeit hinterm Bahnhof, "Nelson-Mandela-Platz")

Montag, 11. September 2017

Spaghetti mit Zucchini-Sahne-Soße

Zutaten für 2 Personen:
- 300 g Spaghetti
- 1 Zwiebel
- 2 Zucchini
- 200 ml Reissahne
- etwas Knoblauchgranulat,
  Salz / Rauchsalz, Pfeffer,
  Chili / Cayennepfeffer






Zwiebel und Zucchini würfeln. Die Nudeln nach Packungsanleitung kochen.

Die Zwiebel in einer Pfanne anbraten, danach Zucchini dazu geben und ein paar Minuten mitbraten. Knoblauch dazu geben, kurz anrösten und dann mit der Sahne ablöschen.
Offen bei geringer - mittlerer Hitze ein paar Minuten einköcheln lassen.
Mit den restlichen Gewürzen abschmecken.

Guten Appetit!

Freitag, 8. September 2017

Radeln macht das Leben schön

Vor 2 Jahren habe ich mein Auto verkauft und bin seitdem fast nur noch mit dem Fahrrad unterwegs (Ausnahmen sind hoher Schnee und durchgängiger Regen wie aus Eimern). 
Die Entscheidung habe ich nicht bereut - ich habe mein Auto keine Sekunde lang vermisst und liebe es jetzt noch mehr, mit meinem Rad unterwegs zu sein :-).

Für alle, die auch "umsteigen" wollen, aber nicht wissen wie oder sich nicht so recht trauen, empfehle ich die Seite: "carExit". 
Dort gibt es viele Infos, die euch den Umstieg erleichtern und die Angst davor nehmen können :-).

Mein "Liebling" :-)


Und weil es das Fahrrad schon 200 Jahre lang gibt, 
habe ich auch noch einen schönen Artikel aus der "Schrot & Korn" für euch dazu:


>>Angefangen hat alles vor 200 Jahren: Am 12. Juni 1817 unternahm Karl Friedrich Freiherr Drais von Sauerbronn einen ersten Ausflug mit der von ihm entwickelten Laufmaschine, seiner Draisine: von Mannheim nach Schwetzingen und zurück. Das ging für damalige Verhältnisse recht zügig – schneller als eine Kutsche. Die Draisine hatte zwei Räder und wurde mit den Füßen angeschubst. Erst in  den 60er-Jahren kamen Pedale hinzu. Für mehr Geschwindigkeit wurden die Räder immer größer. Vor allem junge Männer wagten sich auf die Hochräder. Erst als ab 1879 eine Fahrradkette die Kraft von den Pedalen auf das Hinterrad übertrug, setzten sich die sichereren Niederräder durch.

Bereits zehn Jahre später, um 1890, boomte die Fahrradindustrie, produzierte mehr Räder als nachgefragt. Die Preise rutschten. Jetzt wurde das Fahrrad für breitere Bevölkerungsschichten erschwinglich, das Rad ein massentaugliches Transportmittel. Gleichzeitig gewann es an politischer Bedeutung: 1896 wurde in Offenbach am Main der Arbeiter-Radfahrer-Bund Solidarität gegründet, der schon bald mehrere Hunderttausend Mitglieder hatte. Er verstand sich als Teil der Arbeiterbewegung. Neben den sportlichen Aktivitäten sollten die Mitglieder füreinander einstehen.

Frauen mussten sich ihr Recht aufs Radfahren erst erkämpfen. Radeln galt als unschicklich. Es fördere die Onanie. Außerdem taugte die Mode mit Korsett und bodenlangen Röcken nicht zum Fahrradfahren. Erst musste der Hosenrock erfunden werden, das Korsett in die Rumpelkammer verschwinden. Dann avancierte das Fahrrad zum Symbol der Frauenbewegung. So jubelte die Schriftstellerin Elsbeth Förster-Meyer 1896: „Was hat man aber auch jahrelang für ein Leben geführt, man hat nicht springen, laufen, jagen dürfen, man ist Dame, Fräulein, Frau gewesen, ein Ding ohne bewegliche Gliedmaßen, aufrecht gemessen und gezirkelt in einem Schlepprock verpuppt ... eine Lebensfreude kriegt man vom Radeln! – gar nicht wieder umzubringen!“   

Mitte des 20. Jahrhunderts fuhren Radler in erster Linie zur Arbeit oder zum Einkaufen. In den 60er-Jahren kam wieder der Spaßfaktor hinzu. Als der Film Easy Rider Kult wurde, in dem die Schauspieler Peter Fonda und Dennis Hopper auf Chopper-Motorrädern durch die USA kurvten, schlug die Stunde des Bonanza-Rads: Mit hochgezogenem Lenker, Bananensattel und Schaltknüppel auf der Mittelstange war es der Traum vieler Jungs. Daraus entwickelte sich das BMX-Fahrrad, ein wendiges Rad für Wettkämpfe im Gelände, das in Deutschland Anfang der 80er-Jahre in Mode kam.

Parallel dazu wurde das Rad zunehmend zum Symbol für Konsumkritik. Als die Grünen 1983 erstmals in den Deutschen Bundestag einzogen, forderten sie Diensträder statt Dienstwagen.

In den 1990er-Jahren entstand in San Francisco die Critical-Mass-Bewegung, die mittlerweile auch in Europa erfolgreich ist: Dabei treffen sich hunderte, tausende, manchmal zehntausende Radler und fahren im Pulk durch eine Stadt. Die Demonstration soll zeigen, dass Radler Teil des Verkehrs sind und als solche Rechte einfordern. In Budapest bei der bislang größten Critical-Mass-Demonstration 2013 waren circa 100 000 Radfahrer unterwegs. Bei sogenannten Naked Bike Rides fahren die Teilnehmer mehr oder weniger nackt. Das soll zusätzlich auf die hohe Verletzlichkeit der Radler aufmerksam machen.

Ruhiger, fast familiär, geht es bei den Bikekitchens zu. Im Prinzip sind das Fahrradwerkstätten. Das Besondere daran: Hier repariert jeder sein Fahrrad selbst, bei Bedarf unter Anleitung. Auf der Website der Augsburger Bikekitchen etwa heißt es: „Wir sind ein Team aus ehrenamtlichen Fahrradverrückten, die Augsburg helfen wollen, seine Räder wieder flott zu kriegen. Bei uns darf jeder mitmachen: Egal ob jung oder alt, männlich oder weiblich, deutsch oder international, mit Behinderung oder ohne – uns eint die Liebe zu Fahrrädern, die Lust am Schrauben und Tüfteln und die Freude an Selbstgekochtem.“ Julia Bencker von der Augsburger Bikekitchen erzählt, je nach Wetter seien 20 bis 80 Menschen in der Werkstatt. Die häufigsten Probleme: „Platte Reifen, Schaltung neu einstellen, Bremsen warten, Licht reparieren.“ Es werden Workshops angeboten, etwa wie man eine Gangschaltung zerlegt und wieder zusammensetzt. Und die Grundidee sieht auch gemeinsames Kochen vor, daher der Name. Der Speiseplan ist abwechslungsreich. In Augsburg ist die Vorgabe: Vegetarisch muss es sein.

Viele Bikekitchens in Deutschland haben sich der Integration angenommen. Einige bieten spezielle Kurse für Flüchtlinge an, zum Teil inklusive Fahrrad, und versuchen so, beim Ankommen zu helfen. Die Augsburger Veranstalter machen das anders. „Flüchtlinge kommen auch so gerne zu uns und machen derzeit etwa 60 Prozent unserer Gäste aus“, sagt Bencker. Außerdem stammen zwei Leute aus dem Team aus Syrien und Afghanistan und bringen viel Know-how mit.

Manche Bikekitchens bieten Kurse speziell für Frauen an. In Augsburg finden alle Veranstaltungen gemischt statt. Bencker hat dabei beobachtet, dass bei den freiwilligen Helfern oft ein Gentleman-Impuls entsteht. „Ich muss mich immer lautstark dafür einsetzen, dass ich mein eigenes Rad gerne selbst reparieren möchte.“

Auch in der Entwicklungshilfe sind die Zweiräder angekommen. So hat die internationale Hilfsorganisation World Bicycle Relief eigens das Buffalo Fahrrad entwickelt. Stabil und stark wie ein Kaffernbüffel soll es an die schwierige Infrastruktur in Entwicklungsländern angepasst sein. Interessenten können über einen Mikrokredit solch ein Rad erwerben, oder sie erhalten es als Spende. Mit dem Fahrrad erweitert sich der Radius von Menschen, die bislang zu Fuß unterwegs waren, um das Vierfache, ihre Transportkapazität gar um den Faktor fünf. Entferntere Orte, Schulen, Krankenhäuser und Märkte befinden sich so plötzlich in Reichweite. Darüber hinaus schult World Bicycle Relief Mechaniker vor Ort, die regional kleine Werkstätten betreiben sollen.

E-Bikes, Räder mit Elektromotoren, sind ein eigener Markt geworden. Sportverbände sehen Vorteile. „Die Menschen werden neu animiert, sich zu bewegen“, sagt Stefan Winter, Ressortleiter Breitensport beim Deutschen Alpenverein. Wer früher im Tal bleiben musste, radelt jetzt mit E-Bike den Berg hoch. Der Motor gleicht Leistungsunterschiede aus. So können Rentner mit ihren Enkeln mithalten.

Sportlicher radelt es sich auf herkömmlichen, geländegängigen Mountainbikes. Noch in den 80ern spottete der Liedermacher Georg Ringsgwandl über den „Mikel mit seinem Mountainbikel“, doch der Trend, der mit der Fitness-Welle aus den USA herüberschwappte, hat sich gehalten. Mountainbikes gehören heute zu den etablierten Rädern. Und es gibt vielerlei Unterarten wie Cross Country, Four Cross, Trial, Fatbike oder Downhill.

Fahrräder können Freunde werden, das zeigen Literatur und Film. Wenn etwa die elfjährige Flavia de Luce aus den Krimis von Alan Bradley ihren boshaften Schwestern entkommen will, schwingt sie sich auf ihr treues Fahrrad und fährt los. Wenn in Geschichten ein Fahrrad wichtig ist, sind Gefühle garantiert. Im Autorenfilm „Der Junge mit dem Fahrrad“ von Jean-Pierre und Luc Dardenne sucht der Junge im Film verzweifelt seinen Vater. Mit Leib und Seele hängt er an dem Fahrrad, das der ihm einst geschenkt hat.

Ein Fahrrad ist mehr als ein Fortbewegungsmittel. Es kann uns frei, unabhängig und glücklich machen. Das bestätigt der österreichische Soziologe Roland Girtler: „Auf dem Fahrrad erlebt man sich selber als Individuum, spürt sich und das Wetter und nimmt den Wandel der Tageszeiten wahr.“ Im Auto sei das nicht so. Girtler begrüßt den Trend zu mehr Radfahren. Denn das Fahrrad rege auch zur Bescheidenheit an, schon allein, weil die Transportmöglichkeiten bei einem Einkauf eingeschränkt sind. Und sozialer sei es ohnehin. Denn der Radfahrer könne mit anderen Radlern und Fußgängern kommunizieren: „Der Kontakt zu anderen Menschen ist wieder da.“

Wussten wir es doch: Radeln macht das Leben schön. Danke Karl!


Zahlen zum staunen

Das Rad ist 200 Jahre alt

13–14 Kilometer pro Stunde erreichte Karl Friedrich Freiherr Drais von Sauerbronn bei seinem ersten Ausflug auf dem Zweirad. Thomas Stevens legte in den Jahren 1884 bis 1886 bei seiner Erdumrundung auf dem Hochrad 17 200 Meilen zurück.

Eine Million Fahrräder jährlich produzierte die Pope Manufactoring Company im Boom der 90er-Jahre des 19. Jahrhunderts. Mehr als vier Millionen Fahrräder wurden 2016 in Deutschland verkauft. Fast ein Viertel der 2016 nach Deutschland importierten Fahrräder kommen aus Kambodscha.

1,4 Millionen Kilometer legten Radfahrer 2016 auf dem 375 Kilometer langen Radwegenetz der dänischen Hauptstadt Kopenhagen zurück.

Auf 30 Stundenkilometer beschleunigt ein E-Bike mit einem dem Transrapid abgeschauten Antrieb innerhalb weniger Sekunden.


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alpenvereinaktiv.com
Mehr als 6500 Radtouren, überwiegend in Europa, unterteilt in die Kategorien Radfahren, Mountainbike, Mountainbike-Transalp und Rennrad

www.fahrradklima-test.de 
Der ADFC hat untersucht, wie viel Spaß Radfahren in 539 deutschen Städten macht und eine Rangliste erstellt.

www.vcd.org
Der ökologisch orientierte Verkehrsclub Deutschland fordert ein sinnvolles Miteinander aller Verkehrsteilnehmer, nach dem Motto „so wenig Auto wie möglich, so viel wie nötig“.

Hoffmann, Ulf: Fahrradreparaturen.Hoffmann, Ulf: Fahrradreparaturen. 
Reparaturen einfach selber machen. Stiftung Warentest, 2016, 352 Seiten

Sempé, Jean-Jacques: Das Geheimnis des Fahrrad­händlers. Diogenes, 2005, 112 Seiten<<


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