Montag, 18. Dezember 2017

Dankbarkeit - 104


Die Dankbarkeit ist der Schlüssel zur Zufriedenheit. - Ernst Ferstl
In einem dankbaren Herzen herrscht ewiger Sommer - Celia Layton Thaxter
Dankbare Menschen entdecken überall Geschenke. - Hanno Nuhm

Mit Dankbarkeit wird man glücklicher, zufriedener, ist weniger gestresst und soll sogar besser schlafen - mehr als genug Gründe, öfter mal daran zu denken, für was wir alles dankbar sein können.

Deshalb werde ich euch hier regelmäßig mitteilen, wofür ich dankbar bin / die letzten Wochen war.

Wer macht mit? :-) Hinterlasst mir gerne einen Kommentar oder erstellt selbst einen Post dazu auf eurem Blog (wer die Liste nicht veröffentlichen will, kann auch ganz alleine für sich eine erstellen,  z. B. regelmäßig in einem schönen Notizbuch).

Mel schreibt auch eine Dankbarkeitsliste, 
ebenso wie von Zeit zu Zeit Ramona - schaut doch mal bei den beiden vorbei!




Ich bin dankbar...


-...für einen Besuch beim "Osaka" - diesmal gab's kein Sushi (haben wir ja vor kurzem erst selbst gemacht), sondern einen leckeren "Tofu Teller" :-)




-...dafür, dass die Sonne auch noch im November angenehm wärmen kann :-)



-...für noch eine Jogging-Erfahrung, die ich zum 1. Mal machen durfte (im Regen und bei starkem Nebel hatte ich schon): Joggen bei Schneefall - auch wieder eine ganz "andere Welt".... und wenn man erst Mal richtig aufgewärmt ist, auch gar nicht so schlecht ;-)



-...dafür, dass ich so "mutig" war und ein Gemüse probiert habe, das ich noch von meiner Kindheit her als "bäh!" in Erinnerung hatte: Rosenkohl 
(zum ausprobieren habe ich eine kleine Hand voll von den äußeren "schlechten" Blättern und vom Strunk befreit, danach ca. 10 min. bei geringer Hitze in Salzwasser kochen lassen, geviertelt und dann zusammen mit gewürfeltem Räuchertofu angebraten)... wow, der kann ja auch gut schmecken! :-)

Mein Veggie und ich haben schon festgestellt, dass man als Omnivor scheinbar bestimmte Lebensmittel nicht gut zubereiten kann / will.... so brennen sich dann solche Sachen ins Gedächtnis ein, wie Rosenkohl schmeckt nicht, genauso wenig wie z. B. Linsen: früher gab es bei uns Linsensuppe mit einer bestimmten Linsenart, die ich nicht mochte - Fazit: Linsen schmecken nicht. Jetzt als Veganer weiß ich aber, oh doch, Linsen schmecken sehr wohl! Es gibt nämlich mehr als eine Sorte Linsen (genauso wie Bohnen), da ist für jeden was dabei (ich liebe Beluga- und Berglinsen)! :-)

Veganer sein ist toll, da lernt man erst mal die riesige Vielfalt an Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten (Bohnen, Linsen u. ä.), verschiedenem Getreide (Dinkel, Emmer, Roggen...), Pseudegetreide 
(z. B. Quinoa, Amaranth, Buchweizen), Nüssen, Samen, Pflanzenmilch (Soja, Dinkel, Hafer, Haselnuss, Cashew, Kokos....) etc. kennen und kann damit sooooo abwechslungsreich kochen / essen! :-)
Als Omnivor lebt man ja hauptsächlich von Fleisch, Kartoffeln (in verschiedenen Varianten, z. B. Knödel, Salat, Pommes), Weizen (Brot, Nudeln), Kuhmilchprodukten (viel in Form von Käse), Eiern und nebenbei ein paar "ausgewählten" Gemüse- und Obstsorten. Da ist meistens nicht viel mit Abwechslung ;-)



-...für einen sehr leckeren Besuch beim "Hans im Glück"

Bei unserem letzten Besuch habe ich einen Burger mit kleinem Salat als Beilage gegessen und fand den Salat sowas von super lecker, dass ich ihn diesmal als große Portion bestellt habe (der Salat heißt "Rohköstlich") - für einen leckeren Salat lasse ich mittlerweile alles andere links liegen ;-). 
Dazu gab es eine kleine Portion Süßkartoffel-Pommes - gut, aber nächstes Mal bestelle ich dazu noch eine Portion "Hausbrot" (das gleiche wie die 2 Brotstangen auf dem Bild), das ist sooooooooooooooooo lecker :-).
Im Hintergrund: Burger und 1 Pfund Fritten für meinen Veggie :-)



-...dafür, dass ich nicht nur beim Sport sichtliche Fortschritte mache, sondern dass ich auch im Alltag immer mehr merke, wie mir das Krafttraining dort sehr gut behilflich ist, z. B. beim Einkäufe tragen oder dadurch dass Schneeräumen nicht mehr ganz so anstrengend ist wie es mal war :-)



-...dafür, dass sich meine "Leguano Thermo" bis jetzt sehr gut schlagen 
(auch bei leichten Minusgraden und beim Laufen durch niedrigen Schnee bleiben die Füße warm und trocken - allerdings habe ich auch einen Tipp umgesetzt, den ich gelesen habe: die Schuhe haben schon eine leichte Imprägnierung, trotzdem sollte man diese vor dem ersten Tragen noch einmal selbst imprägnieren.)



-...dafür, dass ich mir auch eine Badehose (Badeshorts) in einer kleineren Größe kaufen konnte. Meine alte wurde mir so groß, die kann ich jetzt locker über meine neue Hose drüber anziehen :-D



-...dafür, dass es wieder Orangen zu kaufen gibt. "Einfach so" zum Essen und besonders in meinem Smoothie immer wieder soooooooooooo lecker :-)



-...dafür, dass ich immer mehr merke, wie wenig mir "Fast food" (Burger, Pommes u.ä.) mittlerweile zusagt.

Das ist was positives? Ja, denn so entscheidet man sich leichter für "gesündere" Alternativen und der Körper freut sich über "guten Treibstoff", womit er dann "besser läuft" (z. B. wie Salat statt Burger beim "Hans im Glück") :-).

An einem Tag, der komplett anders lief als geplant, wir keine Muße mehr hatten einzukaufen und zu kochen, ging's ab zum "Vegöner" (mein Veggie schreit momentan so viel nach Fast food :-D).
Wir haben uns leckeres Essen mitgenommen, wobei ich dann aber im Nachhinein gemerkt habe, dass sich mein Körper mehr über etwas weniger fettiges und salziges gefreut hätte. 
Naja, zumindest hat sich die Seele gefreut, mal wieder nach ewigen Zeiten einen Hot dog zu bekommen ;-). Und beim nächsten Mal kann ich mir ja einen von den lecker aussehenden Eintöpfen mitnehmen, die zusammen mit Reis angeboten werden :-)

Der Hot dog war lecker, die Portion Pommes viel zu groß - zum Glück hat mein Veggie etwas mitgeholfen ;-)

Mein Veggie hat sich zwei Burger mitgenommen: 1x Burger TS (der wirklich sehr lecker war!) und 1x Cheeseburger (Bild), der war gut, aber kam geschmacklich nicht an den TS ran.



-...für schöne Spaziergänge durch die Schneelandschaft - alleine und zu zweit.



-...für einen schönen Abend zusammen mit Freunden beim "Restaurant Boliwood".
Diesmal konnte ich sogar direkt neben Krishna sitzen :-)



-...für die neue "Happy way" im Briefkasten.




-...für noch einen Besuch beim "Osaka" - diesmal gab's wieder leckeres Sushi :-)



Freitag, 8. Dezember 2017

Dankbar sein macht glücklich

Schon seit einer ganzen Weile teile ich mit euch ja meine "Dankbarkeits-Listen" - im aktuellen "ReformhausKurier" gibt es einen Artikel zum Thema Dankbarkeit, den ich auch mit euch teilen möchte:


>>Advent, Nikolaus, Heiligabend – im Dezember häufen sich die Anlässe, um „Danke“ zu sagen. Für große Geschenke und kleine Aufmerksamkeiten. Doch oft ist das Wort nur so dahergesagt und ihm fehlt wirklich tief empfundene Dankbarkeit. Vielleicht liegt es daran, dass schon Kinder, kaum können sie sprechen, den Satz „Wie sagt man?“ hören, sobald sie von der Verkäuferin einen Apfelschnitz in die Hand gedrückt bekommen. Gewünscht oder unerwünscht: Danke gehört dazu. Aus Höflichkeit. Wirklicher Dank geht anders. Wann waren Sie das letzte Mal aus vollem Herzen jemandem oder sich selbst für etwas dankbar? So, dass dieses Gefühl sie über Tage begleitet und
glücklich gemacht hat. Diese Art von Dankbarkeit empfinden wir selten – leider. Dabei macht sie glücklich – und gesund. Der Kalifornier Robert Emmons war der erste Psychologe, der dazu forschte. Zwei Vergleichsgruppen: Eine sollte abends fünf Dinge aufschreiben, die sie glücklich gemacht hatte. Die andere notierte, was ärgerlich oder frustrierend war. Nach zehn Wochen das Ergebnis: Die Dankbar-Notierer blickten optimistischer und zufriedener in den Tag. Sie fanden sich selbst gesünder, hatten weniger Husten und Kopfschmerzen und sie trieben mehr Sport. Sabine Dankbar und Monika Homann schreiben in ihrem Buch „Das DankbarPrinzip“: „Dankbare Menschen sind empfänglicher für positive – vor allem optimistische und lebensbejahende – Emotionen.“ Merkwürdig also, dass viele Menschen Dank vernachlässigen, alles Gute hinnehmen und die vielen kleinen Dinge übersehen, die Tage erfreulich machen. „Wir verwalten den Mangel“, sagt Autorin Monika Homann, „wir sehen oft nur, was andere haben, werden neidisch und schauen nicht auf die Fülle, die uns umgibt.“ Früher war Danksagen einfacher. Beim sonntäglichen Kirchgang mit Gebet dankten die Menschen für Gesundheit, eine gute Ernte und volle Vorratskammern. Heute kennen die meisten Menschen diese Gedenkpause gar nicht mehr. Das verstellt den Blick auf Gelungenes. In ihren Coaching-Seminaren fragt Monika Homann KlientInnen: „Wofür sind Sie dankbar?“ Die prompten Antworten lauten meist: meine Familie, Gesundheit, unser Haus, unsere Reisen. Dann fragt Monika Homann: „Und weiter?“ Damit beginnt der eigentliche Prozess des Nachdenkens über das, was wirklich glücklich macht. „Hilfreich ist das ABC der Dankbarkeit, in dem jedem Buchstaben ein Grund dafür zugeschrieben wird“, so die Expertin. Wer einmal damit beginnt, auf Schönes zu achten, wird staunen, wie viel davon täglich geschieht: Ein Gegenüber im Bus lächelt mich an oder der Sonnenstrahl in der Mittagspause, obwohl es sonst nur regnete. Robert Emmons rät zu einem Dankbarkeitstagebuch, in dem abends notiert wird, was gut war. Wer durchhält, kann nach einigen Wochen in einem Büchlein voller schöner Momente blättern. Es gilt den Blick zu schärfen auf alles Positive im Leben. Auch darauf, wie wir mit uns selber umgehen. „Konflikte gehören zum Leben, wir wachsen und reifen daran“, so Monika Homann, „doch das merken wir meist erst im Nachhinein.“ Wir sollten lernen, Unangenehmes anzunehmen und nicht gleich beleidigt oder wütend darauf zu reagieren. Sie und Co-Autorin Sabine Dankbar schreiben in ihrem Buch: „Unsere Erfahrung ist: Annehmen tut gut. Zu akzeptieren was ist, tut gut. Man verbraucht seine Energien nicht länger bei dem Versuch, etwas Unabänderliches ändern zu wollen.“ Dankbarkeit für die Bewältigung von Krisen stärkt unser Selbstwertgefühl. Und noch etwas gewinnt ein dankbarer Mensch: Gesundheit. Seit Robert Emmons Anfang des Jahrtausends erstmals Dankbarkeit untersuchte, ging die Forschung weiter. Mit erstaunlichen Ergebnissen. So verbesserten sich laut einer US-Studie bei Menschen mit einer Herzschwäche deren Symptome, nachdem sie ein Dankbarkeitstagebuch geschrieben hatten. Lenkten Psychologen bei leicht depressiven Menschen den Blick auf dankbare Gefühle, minderten sich auch deren trübe Stimmungen. Die US-Autorin Janice Kaplan hat ein Jahr lang Dankbarkeit zu ihrem Lebensmittelpunkt erklärt. Daraus entstand ihr Buch „Das große Glück der kleinen Dinge“. Sie fragt: „Wenn negative Emotionen uns unter Umständen krank machen, können positive Gefühle wie Dankbarkeit dann auch dafür sorgen, dass wir gesund bleiben?“ Ja, antwortet der US-Psychologe Dr. Martin Seligman. Denn positive Gefühle wie Dankbarkeit, Liebe, Mitgefühl wirken auf den Parasympathikus, das Ruhe spendende Nervensystem. Janice Kaplan: „Dankbarkeit hält das Immunsystem davon ab, unnötigerweise zu übersteuern.“ Bei positiven Gefühlen bekommt das Immunsystem die Botschaft: keine Bedrohung in Sicht, alles in Ordnung. Das festigt die Gesundheit. Brief oder Tagebuch – einerlei: Wichtig ist, ernsthaft darüber nachzudenken, wie gut wir unser Leben meistern und wie viele schöne Gründe es gibt, dankbar zu sein.


5 Fragen an Monika Homann (Supervisorin, Organisationsberaterin und Mitautorin von "Das Dankbar-Prinzip"):

ReformhausKurier: Warum ist Dankbarkeit wichtig?
Monika Homann: Weil es ein Gefühl bewirkt, das von innen wärmt. Dankbarkeit erhöht die Zufriedenheit mit dem Leben und sich selbst.

RK: Besteht nicht die Gefahr, sich das Leben schön zu reden, wenn wir in unerfreulichen Lebensphasen sagen ‚Na, wenigstens bin ich gesund‘?
MH: Ja, wenn man das nur so dahersagt, dann drückt man alles Negative weg. Abhaken ist nicht
das Richtige. Es geht darum, ein Gefühl zu entwickeln und echte Freude zu empfinden. Das geht
nur, wenn man in sich hineinspürt und merkt, dass etwas in einem zum Klingen kommt.

RK: Kann man das lernen?
MH: Es ist eine Sache der Übung. Sabine Dankbar und ich haben das Buch geschrieben, weil wir
uns seit Langem mit dem Thema beschäftigen. Nicht, weil wir Expertinnen sind und alles schon
können. Dankbarkeit zu empfinden ist ein lebenslanger Prozess. Das Gefühl muss man verinnerlichen, das geht nicht so schnell. Es gibt immer wieder Situationen und auch Konflikte, aus denen wir lernen. Auch Unangenehmes gehört zum Leben. Das nicht wegzudrücken, sondern sich
dem zu stellen und nach dem Positiven daran zu fragen, ist die immerwährende Aufgabe. Am
Beginn kann abends das Ritual stehen: Ich zähle an einer Hand ab, welche fünf Sachen am Tag
gut liefen.

RK: Warum fällt das vielen so schwer?
MH: Wir nehmen vieles Gute einfach so hin. Die warme Dusche am Morgen ist selbstverständlich,
aber wir ärgern uns, wenn das Duschgel alle ist. Wir verwalten den Mangel, statt zu sehen, für wie
viele Dinge wir dankbar sein können.

RK: Was gewinnt jemand, der nach dem Dankbar-Prinzip lebt?
MH: Er wird bewusster und achtsamer durchs Leben gehen. Es zieht mehr Glück in sein Leben ein.


Tipps für mehr Dankbarkeit:
Heute bin ich dankbar für …
Schreiben Sie ein Dankbarkeitstagebuch. Jeden Abend notieren Sie in einer hübschen Kladde, was Sie am Tag mit Dank erfüllt hat. Das muss nicht ausführlich sein. Kurze Notizen reichen: der neue Honig mit Feigenaroma, ein Autofahrer, der Rücksicht auf Sie nahm, das leise Fallen der ersten Schneeflocken. Und warum das? Es lenkt Ihren Blick auf das Gute, auf all das, was Schönes am Tag passiert ist, denn normalerweise erinnern wir uns eher an Negatives.
Danke, liebes Ich
Schreiben Sie mal einen Brief an sich selbst. Inhalt: Das habe ich gut gemacht, dafür bin ich mir dankbar. Das können berufliche Erfolge ebenso wie familiäre Harmonie oder ein persönliches Projekt sein, das Sie durchgezogen haben. Nehmen Sie sich dafür ausreichend Zeit. Vielleicht dauert es auch einige Tage, bis Sie alles aufgeschrieben haben. Dann stecken Sie den Brief in einen Umschlag, geben ihn entweder einer Freundin, die ihn irgendwann mal absendet. Oder sie senden ihn nach zwei bis drei Monaten selbst ab. Sie werden sich beim späteren Lesen wundern und freuen, was alles in Ihnen steckt. Dieser Brief kann eine wichtige Kraftquelle für Sie werden.
Das halte ich fest
Machen Sie es der Amerikanerin Hailey Bartholomew nach und knipsen Sie täglich ein Foto von einer Sache oder Situation, die Sie mit Dankbarkeit erfüllt. Entweder nehmen Sie eine Polaroidkamera oder Sie drucken das Foto aus. Dann entsteht im Laufe der Zeit ein fröhliches Album mit allem, was Sie beobachtet haben und schön finden. Das Durchblättern stimmt Sie fröhlich. Und: Handeln wirkt stärker als denken. Mehr über Hailey Bartholomew unter www.365grateful.com
Eine Frage der Perspektive
Versuchen Sie einen Tag lang, alles Negative ins Positive zu verdrehen. Es regnet = ich brauche den Balkonkasten nicht zu gießen; die Spülmaschine muss schon wieder ausgeräumt werden = es war eine fröhliche Runde am Esstisch; ein Fleck im T-Shirt = das Schokoeis hat super geschmeckt; die Kinder toben durch die Wohnung = sie sind gesund und munter.


10 Gründe, dankbar zu sein
‘ frische, kalte Winterluft im Gesicht zu spüren ‘ ein Familienfrühstück, bei dem viel gelacht wird ‘ trotz Matschwetter noch zum Sport gegangen ‘ das warme Bad nach einem anstrengenden Tag ‘ die Kinder ohne Grippe durch den Winter zu bringen ‘ der erste Strauß Tulpen ‘ bunte Socken, selbst gestrickt! ‘ Die Heizungsabrechnung ist niedriger als erwartet ‘ Raureif am Morgen ‘ eine hitzige Diskussion, die harmonisch ausging


Zum weiterlesen
Sabine Dankbar, Monika Homann: „Das DankbarPrinzip“, Patmos, 16 Euro;
Dankbarkeit ist eine Lebenshaltung. Anleitung zum Selbst-Coaching mit intensiven Übungen.

Janice Kaplan: „Das große Glück der kleinen Dinge“, rororo, 12 Euro;
unterhaltsam geschriebener Ratgeber, der alle Aspekte der Dankbarkeit berücksichtigt.

Dominik Spenst: „Das 6 Minuten Tagebuch“, UrBestSelf Publishing, 23,90 Euro;
Was würde diesen Tag wundervoll machen? Was habe ich heute Gutes für jemanden getan? Fragen, Zitate, To-do-Listen und jede Menge Anregungen.<<


Montag, 4. Dezember 2017

Kartoffel-Orangen-Pfanne

Zutaten für 2 Personen:
- 800 g Kartoffeln (vorw.) festk.
- 1 große Orange
- 1 Lauch
- 250 g Champignons
- 1 EL Dill
- Salz, Pfeffer







Orange, Lauch und Champignons klein schneiden.
Die Kartoffeln fast gar kochen und dann würfeln. In einer Pfanne ein paar Minuten gut anbraten. Wenn die Kartoffeln so gut wie fertig sind, Lauch, Champignons und die Hälfte der Orangenstücke dazu geben. Ein paar Minuten weiter braten und dann mit Dill, Salz & Pfeffer abschmecken.
Die Pfanne vom Herd nehmen und die restlichen Orangenstücke untermischen.

Guten Appetit!

Freitag, 1. Dezember 2017

Gentechnik-Kurznachrichten

>>Der Unkrautvernichter Glyphosat wird für weitere fünf Jahre zugelassen. 18 von 28 Mitgliedsländern der Europäischen Union stimmten in Brüssel für einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission, teilte eine Sprecherin mit. Auch Deutschland votierte dafür, obwohl Bundesumweltministerin Barbara Hendricks sich bis zuletzt dagegen gewehrt hatte. Die SPD-Ministerin kritisierte das als „Vertrauensbruch“ der Union.

Mittags habe ihr CSU-Kollege Schmidt aus dem Agrarministerium per SMS den bestehenden Dissens bestätigt, so Hendricks in einer Presseinfo. Das hätte bedeutet, dass Deutschland sich bei der Abstimmung wie in der Vergangenheit hätte enthalten müssen, und die Mehrheit wäre verfehlt worden. „Offenbar ist zur gleichen Zeit an den Vertreter des Bundeslandwirtschaftsministeriums in Brüssel eine andere Weisung ergangen, als sie zwischen uns abgestimmt war“, mutmaßte die Ministerin. „Jeder der an Vertrauensbildung zwischen Gesprächspartnern interessiert ist, kann sich so nicht verhalten.“ Hendricks spielte damit auf die aktuell anvisierten Koalitionsverhandlungen der CDU/CSU mit der SPD an, um eine neue Bundesregierung zu bilden.

Nach einem Bericht der Rheinischen Post verteidigte der Bundesagrarminister sein Votum damit, er habe so „wichtige Bedingungen“ durchsetzen können wie die „Stärkung der Rolle von Biodiversität und Tierschutz“. Davon dass Glyphosat unter Auflagen zugelassen werden soll, ist allerdings nichts bekannt. Außerdem hätte die EU-Kommission das Pflanzengift sowieso erneut genehmigt, argumentierte Schmidt. Der CSU-Politiker versprach, in Deutschland zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, dass der Unkrautvernichter künftig restriktiver eingesetzt werde.

Damit hat das Bundesagrarministerium dafür gesorgt, dass die Glyphosat-Befürworter die für eine Mehrheit erforderlichen 65 Prozent der EU-Bevölkerung knapp erreichten. Neun Länder stimmten gegen den Vorschlag, darunter Frankreich, Italien und Österreich. Nur Portugal enthielt sich. Die EU-Kommission will den Beschluss nun zügig umsetzen, da am 15.12. die aktuelle Zulassung von Glyphosat ausläuft. Der Wirkstoff ist Bestandteil des weltweit meistverbreiteten Spritzmittels RoundUp des amerikanischen Konzerns Monsanto. Die deutsche Bayer AG will Monsanto für mehr als 60 Milliarden US-Dollar übernehmen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte schon im Wahlkampf versprochen, sich für eine weitere Zulassung des Pflanzengifts einzusetzen.

Der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Hubert Weiger, bezeichnete das deutsche Abstimmungsverhalten als „skandalös“. Der Alleingang der Union sei „ein beispielloses Foulspiel und ein Armutszeugnis für die politische Kultur in unserem Land“, so Weiger. „Damit stellen sich Deutschland und die Mehrheit der EU-Länder gegen den Schutz von Mensch und Natur.“ Er verwies darauf, dass Glpyhosat in Verdacht steht, beim Menschen Krebs zu verursachen.

Auch der Geschäftsführer des Naturschutzbund Deutschland kritisierte den „skandalösen Kniefall“ des Landwirtschaftsministers vor der Agrarlobby. „In Umfragen hatte sich die Mehrheit der Deutschen für einen baldigen Glyphosat-Ausstieg ausgesprochen“, sagte Leif Miller. „Der NABU wird nun alles daran setzen, dass das Ackergift auf Deutschlands Feldern und Gärten drastisch reduziert wird.“

„Die Verlängerung ist eine schlechte Nachricht für die Artenvielfalt, das Vorsorgeprinzip und die längst überfällige Agrarwende“, bedauerte Christiane Huxdorff von der Umweltschutzorganisation Greenpeace. „Die drohenden Klagen mächtiger Konzerne wie Bayer und Monsanto haben für viele Politiker offenbar mehr Gewicht als der Wille des EU-Parlaments und der großen Mehrheit der Europäer.“ Die Hersteller von Pflanzengiften auf Glyphosat-Basis hatten damit gedroht, auf bis zu 15 Milliarden Euro Schadenersatz zu klagen, falls die Zulassung nicht erneuert wird, bevor sie am 15.12. endet. Das EU-Parlament hatte dafür plädiert, den Einsatz des Totalherbizids bis 2022 auslaufen zu lassen.

Der grüne Europaabgeordnete Martin Häusling, der diese Parlamentsentscheidung mit vorbereitet hatte, bezeichnete Glyphosat als „völlig überholtes Mittel“. Europa habe den Unkrautvernichter jetzt „dem desolaten Zustand der Regierungsbildung in Deutschland zu verdanken“, so Häusling.

Die Spritzmittel-Hersteller, denen die Laufzeit naturgemäß zu kurz erscheint, haben bereits angekündigt, am 1.1.2019 den nächsten Verlängerungsantrag einzureichen. Er muss nach EU-Recht mindestens drei Jahre vor Ende einer Zulassung bei der EU-Kommission eingegangen sein. Und der Pesitizidexperte der Grünen im Bundestag, Harald Ebner, versicherte: „Wir werden ab heute dafür kämpfen, dass spätestens in fünf Jahren endgültig Schluss ist mit Glyphosat.“<<

(Informationsdienst Gentechnik)

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