Freitag, 28. April 2017

Dankbarkeit - 97


Die Dankbarkeit ist der Schlüssel zur Zufriedenheit. - Ernst Ferstl
In einem dankbaren Herzen herrscht ewiger Sommer - Celia Layton Thaxter
Dankbare Menschen entdecken überall Geschenke. - Hanno Nuhm

Mit Dankbarkeit wird man glücklicher, zufriedener, ist weniger gestresst und soll sogar besser schlafen - mehr als genug Gründe, öfter mal daran zu denken, für was wir alles dankbar sein können.

Deshalb werde ich euch hier regelmäßig mitteilen, wofür ich dankbar bin / die letzten Wochen war.

Wer macht mit? :-) Hinterlasst mir gerne einen Kommentar oder erstellt selbst einen Post dazu auf eurem Blog (wer die Liste nicht veröffentlichen will, kann auch ganz alleine für sich eine erstellen,
 z. B. regelmäßig in einem schönen Notizbuch).

Bei Karmindra und bei Ramona gibt es auch immer wieder eine Dankbarkeitsliste - schaut doch auch mal bei den beiden vorbei!





Ich bin dankbar...


-...dafür, dass mein Veggie mein Fahrrad wieder repariert hat (die Gangschaltung war defekt - lag an einem herausgerissenen Kabel - ich vermute versehentlich durch den Nachbarn).
Ich hatte schon die Befürchtung, dass ich ein paar Tage ohne mein geliebtes Fahrrad auskommen muss (wegen Reparatur in einer Werkstatt).
Deshalb ganz viele ♡ ♡ ♡ ♡ ♡ ♡ ♡ ♡ ♡ ♡ ♡ ♡ ♡ ♡ ♡ ♡ ♡ ♡ ♡ ♡ ♡ ♡ für meinen Veggie :-)



-...dafür, dass ich nach laaaanger Zeit mal wieder alleine im Kino war.
Ich liebe Hunde über alles, deshalb habe ich mir natürlich
"Bailey - Ein Freund für's Leben" angeschaut.
Der Film ist nicht nur etwas für Leute, die Hunde lieben, sondern auch für alle anderen, die super schöne, warmherzige, traurige, lustige Filme mögen, bei denen man am Ende den Sinn des Lebens erfährt :-). Soooooooooooooo schön!





-...für einen schönen Abend zu zweit beim "Tasty leaf"
(ich liebe TVP, deswegen kann ich doch nicht anders,
als einen leckeren Burger mit Sojasteak zu essen... ;-) )



-...dafür, dass mein Veggie nicht nur Fahrräder, sondern auch CD-Player reparieren kann
(meiner hat sich plötzlich geweigert CDs abzuspielen)
Auch dafür: ♡ ♡ ♡ ♡ ♡ ♡ ♡ ♡ ♡ ♡ ♡ ♡  :-)



-...dafür, dass ich, nach langer Zeit mal wieder, Zeit und Muße für ein Mandala hatte.




-...für einen schönen Abend zusammen mit meinem Veggie 
und einem Freund beim "Restaurant Boliwood"



-...für schöne Spaziergänge zu zweit bei herrlichem Sonnenschein



-...für einen Einkauf beim "Boesner" für ein weiteres Acryl-Projekt :-)



-...für einen leckeren Abend zusammen mit Freunden im "Cocina"



-...für einen Kinobesuch zusammen mit Freunden. 
Wir haben uns "Fast & Furious 8" angeschaut (wir dachten ja, Nr. 7 wäre der letzte, 
aber es scheinen auch nach 8 noch welche geplant zu sein...).
Der letzte Teil hat ja im Gegensatz zu den vorherigen schon ordentlich eins drauf gelegt, aber irgendwie haben die Filmemacher es geschafft, auch bei Nr. 8 nochmal viel viel Action und unheimlich viel, ich nenne es mal "Materialschlachten", drauf zu legen :-D
Auch der Humor ist wirklich super! :-D
Definitiver Filmtipp für alle Fans der Serie und alle, die auf viel Action, Schießerei und Zerstörung stehen ;-) (aber auch hier wieder: bitte lasst die Logik außen vor ;-) ).




-...für einen netten Abend zusammen mit meiner Familie bei der "Bäckerei Schmidt".
Anscheinend haben sie gelernt (bzw. meine "Kritik-eMail" hat was bewirkt ;-) ) - Sonderwünsche waren diesmal kein Problem, sie wurden freundlich aufgenommen und auch genauso wie gewünscht umgesetzt.



-...dafür, dass ich wundervolle animierte Filme über Krishna (seine Spiele als Kind) auf Youtube gefunden habe (englisch). Soooooooooooo schön :-). 
Hier die Playlist über 3 Filme: Little Krishna (leider wird häufig Werbung eingespielt, was den Genuss ziemlich stört - mein Tipp: MP4 daraus machen... ;-) )


Montag, 24. April 2017

Pilzbaguettes

Zutaten für 2 Personen:
- 1 großes Baguette / 2 kleine
- 250 g Champignons
- 1 große Paprika
- 1 - 2 Zwiebeln
- 125 g Cashewkerne
- 3 EL Hefeflocken
- 2 EL Zitronensaft
- 1 EL Senf
- 1/2 - 1 TL Paprikapulver
- 1 TL Oregano
- 1 EL Petersilie
- Salz, Pfeffer

Die Cashewkerne mind. 30 min. einweichen lassen und dann das Wasser abgießen.

Das Gemüse und die Champignons klein schneiden, in einer Pfanne anbraten und danach in eine Schüssel geben.

Die eingeweichten Cashewkerne zusammen mit 150 ml Wasser, Hefeflocken, Zitronensaft, Senf, Paprikapulver, Oregano, Salz und Pfeffer zu einer Creme pürieren.
Zusammen mit Petersilie zum Gemüse in die Schüssel geben und gut vermischen, evtl. dann nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das / die Baguette(s) der Länge nach halbieren und mit der Pilz-Creme bestreichen.
Im vorgeheizten Ofen bei 200° Ober-/ Unterhitze ca. 10 - 13 min. backen, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist.

Guten Appetit!

Freitag, 21. April 2017

Vegan unterwegs

R.I.P. Mr. Burrito....


...willkommen Cocina! :-)


Die Besitzer von "Mr. Burrito" haben das Lokal unter einem neuen Namen, an einem neuen Standort und mit etwas erweitertem / geändertem Angebot Ende 2016 wiedereröffnet.

Wie auch schon davor kann man sich sein Essen mitnehmen oder direkt dort verzehren - neu dazu gekommen ist die Möglichkeit, sich das Essen über "Foodora" liefern zu lassen.



Auch hier gilt wieder: jeder kann sein Essen so zusammenstellen, wie er es möchte.

Ab 17 Uhr wird man am Tisch bedient, davor ist Selbstbedienung angesagt.



Im Gegensatz zu "Mr. Burrito" neu: 
die Burritos haben jetzt zusätzlich Nachos mit einem Dip nach Wahl dabei.



 Das Essen ist genauso wie früher bei "Mr. Burrito" sehr gut - soweit ich mich erinnern 
kann sogar noch leckerer :-)


Königstraße 2
90402 Nürnberg

Montag, 17. April 2017

Sauerkraut-Reis-Auflauf

Zutaten für 2 - 4 Personen:
- 200 g Reis
- 125 g Sojagranulat
- 650 g Sauerkraut
- 1 Zwiebel
- 1 - 2 EL Dill
- 1/2 TL Thymian
- Salz, Pfeffer






Den Reis nach Packungsanleitung kochen. Die Zwiebel würfeln.
Das Sauerkraut in eine Schüssel geben und mit dem Dill vermischen.

Das Sojagranulat in heißem Wasser ein paar Minuten einweichen lassen (evtl. mit Rauchsalz, geräuchertes Paprikapulver, Liquid smoke). Danach in ein großes Sieb geben und gut abtropfen lassen.
Abgetropftes Granulat in einer Pfanne scharf anbraten. Die Zwiebel dazu geben und mitbraten.
Den gekochten Reis untermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In eine Ofenform die Hälfte des Sauerkrauts verteilen.
Die Reismischung darüber geben und mit dem übrigen Sauerkraut bedecken. Mit Thymian bestreuen. Im vorgeheizten Ofen bei 175° Ober- / Unterhitze ca. 35 min. backen (abgedeckt).

Guten Appetit!


Freitag, 14. April 2017

Buchtipp

Heute möchte ich euch ein sehr sehr faszinierendes Buch vorstellen, 
das für meinen Veggie sowas wie ein "heiliges Buch" geworden ist ;-):

Und zwar "How not to die - Entdecken Sie Nahrungsmittel, die Ihr Leben verlängern und bewiesenermaßen Krankheiten vorbeugen und heilen" von Dr. Michael Greger (und Gene Stone)



Dieses Buch ist interessant für alle, die offen dafür sind, die Symptome von verschiedenen Krankheiten anders als normalerweise üblich zu verbessern (normalerweise werden haufenweise Medikamente verschrieben) und sogar zu heilen. 
Es ist interessant für alle, die bis ins hohe Alter fit und gesund bleiben möchten - und damit mehr von ihrer Rente haben (ohne die "typischen" Krankheiten / Wehwechen und ohne einen großen Teil der Rente für Medikamente / Hilfsmittel ausgeben zu müssen). 
Es ist interessant für alle, die ihre Ernährung ändern möchten, aber noch nicht genau wissen wie, oder noch einen "Schubs" in die richtige Richtung benötigen.
Und außerdem ist es interessant für alle Veganer, die noch mehr Argumente gegenüber Fleischessern (oder auch Vegetariern) benötigen ;-), mit noch mehr Motivation (jeder hat ja eine andere) an ihrer Ernährung festhalten oder wissen wollen, ob sie noch hier und da etwas verbessern können.

Der letzte Punkt trifft ziemlich auf uns zu, da wir seit Ende der Lektüre dieses Buches (bzw. auch schon währenddessen) hier und da unsere Ernährung etwas gesünder gestalten.

Würden wir uns nicht schon vegan (bzw. mein Veggie so gut wie) ernähren, dann würden wir spätestens jetzt darüber nachdenken.... Im Buch haben wir gelernt, dass es soooooooooo viele Krankheiten und grausame Todesursachen gibt, die mit einer pflanzenbasierten Ernährung vermeidbar wären.

Das Buch ist wirklich sehr spannend, faszinierend und mit viel Humor geschrieben.
Dr. Greger erhebt dabei aber nie den Finger, sondern zeigt auf, dass auch "kleine" Änderungen an der Ernährung schon viel bringen können (also z. B. nicht komplett auf tierische Produkte verzichten, sondern stark reduzieren) - er zeigt aber auch deutlich auf, dass eine pflanzenbasierte Ernährung die gesündeste Variante ist, womit man bis ins hohe Alter fit bleiben kann.
Auch wenn das Buch die häufigsten Todesfälle in den USA behandelt, gelten die Fakten ebenso für uns Europäer / Deutsche (Deutschland liegt immerhin beim Ranking der "dicksten Länder" 
gleich hinter den USA).
Nicht nur die Ernährung wird dabei behandelt, sondern zwischendurch auch immer wieder das Thema Rauchen (...wusstest ihr, dass Raucher ihr Gehirn so zerstören, dass diese weniger Freude als Nichtraucher empfinden können?!??).


Das Buch ist in verschiedene Kapitel aufgeteilt:
Wie die häufigsten Krankheiten entstehen und wie man diese bessern oder sogar heilen kann, danach geht er nochmal ausführlicher auf verschiedene Lebensmittel und auch auf Bewegung ein. 
Außerdem gibt es noch einen kleinen Anhang zu Nahrungsergänzungsmitteln (bei diesem Anhang muss ich die einzige Kritik loswerden: informiert euch zu dem Thema bitte noch selbst, da wir damit nicht ganz einverstanden sind, z. B. sind wir aus Erfahrung sehr überzeugt von Methylcobalamin und auch das Thema Jod ist nicht zu unterschätzen, da Dr. Greger zwei Noriblätter täglich empfiehlt - bei den Noriblättern, die wir kaufen, steht dabei, man soll nicht mehr als 1 Blatt pro Woche essen!...)
Zum Schluss werden die ganzen Studien aufgelistet, aus denen Dr. Greger die Informationen gesammelt hat (so kann jeder diese auf Wunsch genauer nachlesen) - deshalb ist es auch ein sehr dickes Buch: 116 Seiten von ca. 500 sind dafür gewidmet.


Ihr werdet in dem Buch schnell merken, Beeren, Kreuzblütler (z. B. Brokkoli) und bestimmte Gewürze sind das gesündeste was man so essen kann (manchmal wiederholt es sich in dem Thema, was aber gar nicht schlimm ist) :-).



   

Dr. Greger hat die Seite "NutritionFacts" ins Leben gerufen, auf der ihr wahrscheinlich alles (oder vielleicht noch mehr), was im Buch steht, auch nochmal als Bericht und / oder Video nachschauen könnt. Die Seite ist komplett auf englisch.

Hier eine schöne Zusammenfassung, um was es im Buch geht, als animiertes Video (wer kein englisch kann, einfach deutsche Untertitel anschalten - rechts unten unter "Untertitel" und dann "Einstellungen").




Jedem, dem seine Gesundheit wichtig ist, sollte dieses Buch lesen, 
denn JEDER kann daraus sehr viel lernen, da bin ich mir sehr sicher!


Montag, 10. April 2017

Backofen-Gemüse mit Tofu (2. Variante)

Zutaten für 2 - 3 Personen:
- 1 großer Blumenkohl
- 10 Kartoffeln vorw. festkochend
  (klein - mittelgroß)
- 200 g Räuchertofu
- 120 ml Wasser
- 2 EL Öl
- 1 TL Paprikapulver
- 1 EL Kräuter der Provence
- 1 TL Rosmarin
- Salz, Pfeffer, evtl. etwas Zwiebelpulver



Gemüse und Tofu würfeln / klein schneiden / in Röschen teilen.
Die restlichen Zutaten zu einer Marinade vermischen und damit das Gemüse + Tofu ein paar Minuten marinieren lassen. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 200° Umluft ca. 20 - 25 min. garen (nach der Hälfte der Zeit alles einmal wenden).

Guten Appetit!

Freitag, 7. April 2017

Dünger heizt dem Klima ein

>>Zu viel Kunstdünger, Gülle und Kühe setzen auf unseren Feldern tonnenweise Lachgas und Methan frei. Beide heizen dem Klima erheblich ein. Das ließe sich ändern. 



Am Abend des 12. Dezember 2015 hat die Rettung der Welt begonnen. 196 Staaten stimmten in Paris dem Weltklimavertrag zu. Ihr gemeinsames Ziel ist es, die Erwärmung der Erde auf unter zwei Grad Celsius zu begrenzen. Sie einigten sich darauf, dass 1,5 Grad zu erstreben seien. Politiker, Wissenschaftler und Umweltschützer feierten das Abkommen als großen Erfolg. „Paris gibt der Welt Hoffnung“, kommentierte Greenpeace. „Das ist ein historischer Wendepunkt“, jubelte auch Bundesumweltministerin Barbara Hendricks.

Schlüssel für die Klimarettung ist die Energiewende. Doch auch in der Landwirtschaft muss sich etwas tun: „Zur Erreichung der langfristigen Klimaschutzziele wird von der Landwirtschaft ein erheblicher Beitrag notwendig“, sagt Professor Harald Grethe, der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats, der das Landwirtschaftsministerium berät und der im September 2016 ein Klimagutachten vorgelegt hat. Ohne Landwirtschaft ist das Weltklima nicht zu retten. Sie trägt einen erheblichen Teil dazu bei, dass die Fieberkurve unseres Planeten immer weiter ansteigt.

Weltweit sind rund ein Viertel aller Treibhausgase auf den Agrarsektor zurückzuführen. In stark agrarisch geprägten Ländern wie Brasilien und Neuseeland sind es sogar 35 bis 45 Prozent. In Deutschland verursacht die Landwirtschaft laut Klimaschutzplan der Bundesregierung acht Prozent der Gesamtemissionen. 72 Millionen Tonnen gehen hier jedes Jahr auf ihr Konto. Würde die offizielle Statistik auch Bereiche wie die Herstellung von Kunstdünger in Chemiefabriken und den Transport von Futtermitteln über die Weltmeere einbeziehen, wäre es noch etwas mehr. Die beiden Hauptquellen aus der Landwirtschaft aber sind erfasst: die Überdüngung der Böden mit Stickstoff aus Gülle und Kunstdünger sowie die großen Tierbestände.

Stickstoff ist ein wichtiger Nährstoff für das Pflanzenwachstum. Doch zu viel des Guten ist schlecht fürs Klima. Der Stickstoffüberschuss in Deutschland liegt laut Umweltbundesamt bei knapp 100 Kilogramm pro Hektar landwirtschaftliche Fläche. Im Nordwesten des Landes, wo die intensive Tierhaltung tonnenweise Gülle produziert und auf die Felder kippt, ist es zum Teil deutlich mehr. So viel, dass die Böden und Pflanzenwelt sie gar nicht mehr aufnehmen können. Die Folge: Es entsteht in großen Mengen Lachgas. Lachgas ist fast 300 Mal so schädlich fürs Klima wie Kohlendioxid. Außerdem versauern die Böden und Gewässer werden mit Nitrat belastet.

Wegen der Umweltgefahren fordern Naturschützer schon seit Längerem ein schärferes Düngerecht. Die Überschüsse an Stickstoff auf 70 Kilo pro Hektar zu reduzieren, wie es der ein Jahr nach Paris verabschiedete Klimaschutzplan der Bundesregierung vorsieht, reicht ihnen nicht. Vor allem vermissen sie in dem Plan konkrete Maßnahmen, wie die Überschüsse abgebaut werden sollen. Ideen gibt es genug, zum Beispiel die sogenannte Stickstoff-Abgabe. Dahinter steckt die Hoffnung, dass, wenn der Dünger teurer wird, die Bauern weniger davon kaufen und somit auch weniger ausbringen. Die mit Wissenschaftlern besetzten Beiräte für Agrar- und für Waldpolitik beim Bundeslandwirtschaftsministerium geben in ihrem Klimaschutzgutachten auch einen Ratschlag, wie die Bauern ihre Böden dennoch fruchtbar und die Erträge hoch halten können. Sie raten ihnen zum Anbau von Luzernen, Rot- und Weißklee als Futter, denn diese können Stickstoff aus der Luft binden und im Boden fixieren. Für Bauern, die auf ökologischer Basis wirtschaften, allerdings nichts Neues.

Die Lachgas-Emissionen sind nur der eine große Posten in der Klimabilanz der deutschen Landwirtschaft. Der zweite ist das Methan. Dieses Gas befeuert den Klimawandel ebenfalls viel stärker als Kohlendioxid. Fast 40 Prozent aller Treibhausgase aus dem Agrarsektor sind Methan-Emissionen. Sie bilden sich größtenteils in den Mägen von Rindern und anderen Wiederkäuern. Eine Kuh etwa stößt durchschnittlich 500 Gramm Methan am Tag aus.

Forscher tüfteln zwar an Lösungen für dieses spezielle Verdauungsproblem. Sie entwickeln und erproben beispielsweise Futterzusatzstoffe, die die Methanproduktion hemmen sollen. Doch das Klima werden sie damit nicht retten können. Dafür ist das Einsparpotenzial im Bereich der Fütterung, das die Beiräte für Agrar- und Waldpolitik in ihrem Gutachten errechneten, einfach zu gering. Deutlich mehr Einsparungen verspricht eine andere Maßnahme: weniger Rinder, Schweine und Hühner in den Ställen.

Je weniger Nutztiere, desto mehr Vorteile fürs Klima. Weniger Wiederkäuer würden weniger Methan produzieren. Bei weniger Nutztieren insgesamt fiele weniger Gülle an und der Bedarf an Futterpflanzen, die unter Einsatz von viel Dünger angebaut werden müssen, ließe nach.

Um die Klima-Ziele von Paris zu erreichen, empfiehlt das Umweltbundesamt „einen schrittweisen, aber konsequenten Abbau“ der Nutztiere. Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) fordert, dass die Zahl um die Hälfte reduziert wird. „Entscheidend ist, dass wir die Tierhaltung an die Fläche binden“, sagt BÖLW-Chef Felix Prinz zu Löwenstein. Bauern dürften nur so viele Tiere halten, wie ihre Flächen Gülle vertragen.

Im Bio-Bereich ist die flächengebundene Tierhaltung verpflichtend. Die Öko-Verordnung der Europäischen Union schreibt beispielsweise vor, dass Bauern nicht mehr als zwei Kühe pro Hektar halten dürfen. Die konventionelle Landwirtschaft kennt diese Grenzen nicht. Im Klimaschutzplan gibt es nur eine vage Andeutung, dass die Bundesregierung daran etwas ändern wird. Demnach will sie ihre Fördermaßnahmen stärker darauf ausrichten, „dass die Tierhaltung in den Betrieben in einem Verhältnis von maximal zwei Großvieheinheiten pro Hektar“ erfolgt. Ansonsten will sie die Methan-Emissionen mit Hilfe von Technik und Wissenschaft in den Griff bekommen. So bestehe Forschungsbedarf „zur Entwicklung einer klimaverträglichen Tierhaltung, etwa im Bereich der Fütterung, der Züchtung und des betrieblichen Managements“. An die Tiermenge traut sich die Regierung nicht richtig heran. Umso mehr kommt es auf jemand anderen an: den Verbraucher.

Die Deutschen haben einen hohen Fleisch- und Wurstkonsum. Er übersteigt deutlich das von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlene Maß von 600 Gramm pro Woche. Das liegt vor allem an den Männern, die fast doppelt so viel vertilgen. Würden die Verbraucher weniger Fleisch essen, würden sie nicht nur gesünder leben. Sie könnten auch dafür sorgen, dass weniger Kühe, Schweine und Hühner gehalten und geschlachtet werden. Wenn die Verbraucher zusätzlich den Verzehr anderer tierischer Produkte wie Käse, Milch und Quark reduzieren, ließen sich beträchtliche Mengen an Treibhausgasen vermeiden. Forscher gehen von 11 bis 22 Millionen Tonnen aus.

Doch diese Rechnung ist nicht ohne die hiesige Fleischindustrie zu machen. Denn die würde wohl versuchen, Verluste auf dem heimischen Markt durch mehr Exporte auszugleichen. Schon jetzt gehen mehr als 20 Prozent der in Deutschland produzierten Wurst- und Fleischwaren ins Ausland. Allerdings wandern auch große Mengen an Lebensmitteln in die Mülltonne: Einer WWF-Studie zufolge werfen die Deutschen jährlich 18 Millionen Tonnen weg.

Um Verbraucher von weniger Fleischkonsum zu überzeugen, müssen sie über die Folgen ihres Konsums aufgeklärt werden, sagen Wissenschaftler und Politiker. Doch reicht das? Manche Experten würden am liebsten auch an der Preisschraube drehen. Ihnen sind die Lebensmittel zu billig. Die Preise bildeten nicht die Kosten ab, die mit der Produktion der Waren verbunden sind, argumentieren sie und empfehlen eine Klimasteuer. Insbesondere tierische Produkte würden dann spürbar teurer werden.

Mit Emissionen und Kosten hat noch eine andere Idee zu tun, die ebenfalls dem Klimaschutz dienen könnte: Der BÖLW schlägt vor, landwirtschaftliche Betriebe in den Handel mit CO2-Zertifikaten aufzunehmen, denn Böden verfügen über ein riesiges Potenzial, Treibhausgase zu binden. Das gilt besonders für Grünland und für die humusreichen Böden der Bio-Bauern. Bis zu 1000 Kilogramm Kohlendioxid pro Hektar können diese im Erdreich speichern. Auch so könnte die Landwirtschaft zur Rettung des Weltklimas beitragen.



Emissionen aus der Landwirtschaft

- Die beiden größten Emissionsquellen der Landwirtschaft in Deutschland stellen der Einsatz von Stickstoffdüngern und die Haltung von Wiederkäuern dar.

- Die klimaschädlichen Gase, die emittiert werden, sind Lachgas und Methan. Lachgas entsteht beispielsweise bei der chemischen Produktion von Düngemitteln, beim Ausbringen des Düngers und durch mikrobielle Abbauprozesse im Boden. Methan bildet sich insbesondere in den Mägen von Rindern und Milchkühen. Durch Rülpsen stoßen die Tiere das Gas aus.

- Zu stickstoffreichen Düngemitteln zählen auch Gülle und Mist. Bei Lagerung und Ausbringen werden ebenfalls Lachgas und Methan freigesetzt. Das wird dann problematisch, wenn Gülle und Mist falsch gelagert oder zu viel davon ausgebracht wird.

- Hauptquelle für CO2-Emissionen ist der vor allem mit Diesel betriebene Maschinenpark. Daneben können Landnutzungsänderungen zu beträchtlichen CO2-Emissionen führen, wenn etwa Grün- zu Ackerland umgewandelt und damit im Boden gespeicherter Kohlenstoff freigesetzt wird.


So wirken Lachgas & Co.

Lachgas- und Methanmoleküle reflektieren die Wärmerückstrahlung der Erdoberfläche und verhindern damit, dass sie ins Weltall entweichen kann. Folglich steigt die Temperatur auf der Erde.


Moorschutz ist Klimaschutz

Moore sind fleißige Klimaschützer. Sie können besonders viel Treibhausgas speichern. Dafür muss man sie heutzutage aber erst renaturieren.

Um neue landwirtschaftliche Flächen zu erschließen, wurden in der Vergangenheit Hunderttausende Hektar Moorlandschaft in Deutschland trockengelegt – und damit Millionen Tonnen klimaschädlicher Emissionen freigesetzt. Weil aber viele gefährdete Arten in den sumpfigen Gebieten leben und geschützt werden müssen, hat bereits vor 20 Jahren ein Umdenken eingesetzt. Es wurden und werden Moore wiedervernässt. Davon profitieren nicht nur bedrohte Pflanzen und Tiere, sondern auch das Klima.

Das Potenzial ist enorm, wie Wissenschaftler im Klimaschutzgutachten vorrechnen: Würde Deutschland 300 000 Hektar Land zurückversumpfen, ließen sich die Emissionen der Bundesrepublik um sieben Millionen Tonnen absenken. Die landwirtschaftliche Nutzung dieser Flächen muss dann allerdings stark reduziert oder sogar ganz aufgegeben werden.

Vernässung ist außerdem nicht ganz billig. Doch Moorschützer haben für das Finanzierungsproblem eine clevere Lösung: den freiwilligen Handel mit Zertifikaten. Die Vernässung des 64 Hektar großen Polder Kieve im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte etwa kostet rund 500 000 Euro. Die Ersparnis an Treibhausgasen, die dafür winkt, liegt bei 14 325 Tonnen. Für jede Tonne gibt es ein Zertifikat, das vor allem Unternehmen erwerben und damit ihre Klimabilanz aufbessern wollen. Ein Zertifikat vom Polder Kieve kostet 35 Euro. Mehr als 12 000 Stück wurden bislang davon verkauft.


Mehr zum Thema

www.bmub.bund.de
Unter „Service (Downloads)“ steht der Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung

www.moorland.de, www.moorfutures.de
Hier kann man in Moorschutz investieren

www.umweltrat.de
Gutachten „Stickstoff: Lösungsstrategien für ein drängendes Umweltproblem“ vom Sachverständigenrat für Umweltfragen

www.boelw.de
Stellungnahme des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft BÖLW zum Entwurf des Klimaschutzplanes 2050. Zu finden unter „Themen/Umwelt und Klima“

www.aid.de
7 Tipps zum Thema „Ernährung und Klimaschutz“. Außerdem sind dort auch Unterrichtsmaterialien zum Thema erhältlich

www.umweltbundesamt.de
Unter „Publikationen“ findet man die Studie „Umweltschädliche Subventionen in Deutschland 2016“

www.bmel.de
Das Klimagutachten des wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz finden Sie unter dem Stichwort „Klimagutachten“

www.boell.de/de/bodenatlas?dimension1=ds_konzernatlas
Bodenatlas (Heinrich Böll Stiftung)<<


(Quelle: schrotundkorn.de)

Montag, 3. April 2017

Pizzawaffeln

Zutaten für ca. 14 Stück (2 - 3 Personen):
- 1 Zwiebel
- 150 g veganer (geriebener) Käse
- 200 g Winzi-Weenies
  (oder andere vegane Wurst)
- 360 g Dinkel-Vollkornmehl (oder nach Wahl)
- 500 ml Wasser
- 40 g Tomatenmark
- 2 EL Hefeflocken
- 2 TL Backpulver
- 1 EL Kichererbsenmehl (geröstet)
- 2 EL Öl
- 2 EL Basilikum
- 2 EL Oregano
- 1 TL geräuchertes Paprikapulver
- Salz, Pfeffer, Chilipulver, evtl. Knoblauchgranulat

Zwiebel würfeln, Wurst klein schneiden, den Käse evtl. raspeln / klein schneiden.
Die restlichen Zutaten zu einem Teig vermischen. Zwiebel, Wurst und Käse untermengen.
Den Teig portionsweise in einem (eingefetteten) Waffeleisen goldbraun backen (ein paar Minuten).

Guten Appetit!

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