Montag, 31. Dezember 2012

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Zitat des Tages

"Alles Glück der Welt entsteht aus dem Wunsch, dass andere glücklich sein mögen." - Buddha

Gemüse-Burger mit Pommes

Zutaten für 2 - 4 Personen (4 Burger):
- 100 g Spinat
- 1 Lauch
- 100 g Champignons
- 300 g Naturtofu
- 75 g Semmelbrösel
- 1 EL Koriander gemahlen
- 1 TL Currypulver
- 1 TL Paprika edelsüß
- wer möchte: etwas Cayenne-Pfeffer
- (Burger)brötchen
Für die Pommes:
- 4 große vorw. festk. Kartoffeln
- 4 - 5 EL Mehl
- 2 TL Paprika edelsüß
- etwas Öl


TK-Spinat auftauen lassen, frischen Spinat 2 Minuten in etwas kochendem Wasser köcheln und danach gut ausdrücken. Lauch und Pilze klein schneiden. Tofu würfeln.
Lauch und Champignons ein paar Minuten in einer Pfanne braten, danach Tofu und zum Schluss Spinat (für ca. 1 Min.) dazu geben. Die Gewürze unterrühren.
Die Mischung in einer Küchenmaschine / mit dem Stabmixer pürieren, bis sie fast glatt ist.
Mit den Semmelbröseln vermischen. 4 Burgerpatties formen und 30 min. kühl stellen.

Für die Pommes die Kartoffeln waschen, achteln (oder mehr) und evtl. mit etwas Wasser anfeuchten.
Mehl und Paprika mischen. Die Pommes darin wälzen (so dass sie dünn paniert sind). Auf ein Backblech legen, mit Öl beträufeln und im vorgeheizten Ofen ca. 20 - 25 min. bei 200 ° Umluft backen.

Die Burger ein paar Minuten von beiden Seiten in einer Pfanne anbraten. Die Brötchen aufschneiden, die Patties hinein geben und evtl. noch Salat darauf legen. Sehr gut schmecken die Burger auch mit einem großen Klecks Ketchup und (selbstgemachter) Mayo.

Guten Appetit!

Sonntag, 23. Dezember 2012

Weihnachtsmann rettet Masthuhn

In diesem Sinne: Euch allen frohe Weihnachten!

Produkttipp

Ich habe verschiedene Bratvürste getestet
(alle erhältlich im Bioladen und / oder alles-vegetarisch.de)...


Hier die Ergebnisse:

Auf dem 4. Platz -> Taifun Tofu Rostbräterle



  - Geschmack (igitt..)
  - Konsistenz (sehr weich + matschig)












3. Platz -> Viana Veggie Fresh Bratwurst




+ Konsistenz (ok)
- Geschmack (schmeckt wie Pappe...)













2. Platz -> Vantasticfoods Veggie Bratwürstchen Fränkische Art



+ Geschmack (ganz gut)
- Konsistenz (etwas zu weich)














Und der (bis jetzt) ungeschlagene 1. Platz -> Wheaty Veganwurst Thuringen


+ Geschmack (sehr lecker)
+ Konsistenz (genau richtig)


















Nachtrag:
Die Wheaty Veganwurst Thuringen schmecken super in der Pfanne angebraten, gegrillt treten leider zu sehr die Gewürze hervor. Deshalb hier noch ein Tipp zum Grillen:


Wheaty Winzi-Weenies
+ Geschmack (sehr lecker; geräucherte "Wiener-Würstchen")
+ Konsistenz (sehr gut)


Donnerstag, 20. Dezember 2012

Gentechnik-Kurznachrichten

Der Pollen der gentechnisch veränderten Maispflanze MON 810 stellt nach Ansicht der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) kein Gesundheitsrisiko dar. Er könne daher "als oder in Lebensmitteln" verwendet werden. Diese Stellungnahme der Behörde dürfte Imker aufhorchen lassen, die gegen die gentechnische Verunreinigung von Honig kämpfen. Sie fürchten, die EU-Kommission wolle die Vermarktung von solchem Honig ermöglichen.
Die EFSA hat sich für ihre Beurteilung des MON 810-Pollens auf die Angaben des Herstellers Monsanto verlassen.
MON 810 setzt durch die gentechnische Veränderung permanent ein Insektengift frei, um Schädlinge abzuwehren. Unabhängige Wissenschaftler zweifeln an der Sicherheit dieses Gifts, das ursprünglich von einem Bakterium stammt. Negative Auswirkungen auf nützliche Insekten sowie auf das Immunsystem von Mensch und Tier können demnach nicht ausgeschlossen werden.
Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs verbietet den Verkauf von gentechnisch verunreinigtem Honig. Doch die EU-Kommission hat kürzlich Änderungen an der Honig-Richtlinie vorgeschlagen, die aus Sicht mancher Imkerorganisationen zu einem Unterlaufen dieses Urteils führen könnte.

Gentechnik-Kurznachrichten

Die norwegische Regierung hat den Import des gentechnisch veränderten Raps GT 73 verboten. Der Raps des US-Agrochemiekonzerns Monsanto ist gegen das Spritzmittel Glyphosat resistent. Begründet wird die Entscheidung mit der Verunreinigungsgefahr für einheimische Wild-Rapsarten. Nach Angaben von Friends of the Earth Norwegen ist es das erste Gentechnik-Verbot im Land seit 12 Jahren.

Lauchcremesuppe (2. Variante)

Zutaten für 2 - 3 Personen:
- 1 großer Lauch
- 200 g Kartoffeln (mehlig / vorw. festk.)
- 1 Zwiebel
- 1 l Gemüsebrühe
- 100 g Kokoscreme
- Salz, Pfeffer







Lauch in Ringe schneiden, Kartoffeln und Zwiebel würfeln.
Zwiebel und Lauch in einem Topf anbraten. Mit Brühe ablöschen,
Kartoffeln dazu geben und abgedeckt ca. 10 - 15 min. bei mittlerer Hitze köcheln lassen.
Die Kokoscreme unterrühren und fein pürieren.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Guten Appetit!

Dienstag, 18. Dezember 2012

Gentechnik-Kurznachrichten

Die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) hat offenbar ihre Haltung zu Gentechnik-Fütterungsversuchen geändert. Bei einem Direktoriumstreffen letzte Woche habe sich die Chefin der Behörde, Catherine Geslain-Lanéelle, erstmals positiv zu Langzeitstudien geäußert, berichtet das Medium EU Food Policy. Momentan werden die Risiken von Gentech-Mais und co bewertet, ohne dass diese an Versuchstieren getestet werden müssen. Manchmal führt die Industrie freiwillig solche Versuchen durch, diese dauern aber maximal 90 Tage – zu kurz, um Gefahren wirklich auszuschließen, meinen Kritiker.
Auch ein Vertreter der Abteilung für Gesundheit der Europäischen Kommission, Ladislav Miko, nahm an dem Treffen der EFSA teil. Die Kommission, die allgemein als gentechnik-freundlich gilt, wolle finanzielle Mittel für zweijährige Fütterungsstudien bereit stellen, sagte Miko dem Bericht zufolge. Zuvor hatte die Europäische Kommission sich höchstens zu 90-tägigen Untersuchungen bereit erklärt. Die EFSA wolle sich ihrerseits bei der methodischen Ausgestaltung längerer Studien einbringen. Man müsse nur die Finanzierung klären.
Laut Geschäftsführerin Geslain-Lanéelle soll zunächst der bereits zum Anbau zugelassene Monsanto-Mais MON 810 in Fütterungsstudien überprüft werden.

Gentechnik-Kurznachrichten

Das chemische Pflanzenschutzmittel Glyphosat ("Roundup") tötet nützliche Bakterien im Magen-Darm-Trakt von Hühnern. Eine neue Studie des Institut für Bakteriologie und Mykologie an der Universität Leipzig kommt zu diesem Ergebnis. Glyphosat wird in der Landwirtschaft in großem Stil eingesetzt und gelangt so ins Tierfutter. Vor allem herbizidresistente Gentechnik-Pflanzen werden mit dem Monsanto-Gift besprüht, es kommt aber auch auf konventionellen Feldern häufig zum Einsatz.
Die Experten stellten fest, dass krankheitserregende Bakterien im Hühnermagen, z.B. Salmonellen, gegen das chemische Pflanzenschutzmittel resistent sind. Nützliche Mikroorganismen reagierten hingegen "hochempfindlich auf Glyphosat". Dadurch könne eine "disbiotische Situation" eintreten, sagt Monika Krüger, Professorin an der Universität Leipzig. Dies könne für die Tiere gefährlich werden, tödliche Krankheiten wie chronischer Botulismus könnten die Folge sein.
Glyphosat wurde vom US-Agrochemiekonzern Monsanto entwickelt. Es wird unter dem Namen "Roundup" vertrieben, andere Firmen verwenden seit dem Auslaufen des Patentschutzes andere Markennamen. Die meisten gentechnisch veränderten Pflanzen sind gegen Glyphosat resistent ("Roundup-Ready"). Europa importiert jedes Jahr riesige Mengen der mit Glyphosat besprühten Gentechnik-Soja aus Südamerika und verarbeitet es zu Tierfutter. Doch auch in der konventionellen Landwirtschaft hierzulande wird das Spritzmittel verwendet, häufig noch kurz vor der Ernte.

Spinat-Linsen-Spaghetti

Zutaten für 2 Personen:
- 300 g Spaghetti
- 1 Zwiebel
- 300 g (TK-)Spinat
- Apfelsaft
- 250 ml Gemüsebrühe
- 50 g rote Linsen
- 150 ml Reissahne
- Salz, Pfeffer, Muskat





Zwiebel würfeln, Spinat evtl. auftauen lassen. Nudeln nach Packungsanweisung zubereiten.
Zwiebel in einer Pfanne anbraten, Spinat zugeben und mit anbraten.
Mit einem Schuss Apfelsaft ablöschen und aufkochen lassen.
Gemüsebrühe und Linsen untermischen. Offen ca. 10 Min. bei mittlerer Hitze köcheln.
Sahne unterrühren und ein paar Minuten weiter köcheln lassen.
Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Guten Appetit!

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Erbsen-Kokos-Suppe

Zutaten für 2 - 3 Personen:
- 1 Zwiebel
- 4 große Kartoffeln (mehlig kochend)
- 700 ml Gemüsebrühe
- 300 g (TK-)Erbsen
- 300 ml Kokosmilch
- Salz, Pfeffer







Zwiebel und Kartoffeln würfeln. In einem Topf kurz anbraten, Gemüsebrühe dazu gießen und mit Deckel 10 min. bei geringer Hitze köcheln lassen. Die (tiefgefrorenen) Erbsen dazu geben und nochmals 10 min. abgedeckt köcheln lassen. Pürieren und die Kokosmilch unterrühren.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Guten Appetit!

Dienstag, 11. Dezember 2012

Zitat des Tages

"So wie der Acker verdorben wird durch Unkraut, wird der Mensch verdorben
durch seine Gier." - Buddha

Samstag, 8. Dezember 2012

Kohlrabi-Schnitzel

Zutaten für 2 Personen:
- 2 große Kohlrabi
- Semmelbrösel
- Ei-Ersatz für "Schnitzel":
  Wasser, Hefeflocken, Salz mischen
  und soviel Mehl dazu geben, bis das Ganze   "cremig" ist







Kohlrabi schälen, in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden und bei geringer - mittlerer Hitze in kochendem Salzwasser 10 min. garen. Abkühlen lassen.
Scheiben nacheinander in Ei-Ersatz und Brösel wenden.
In einer Pfanne von beiden Seiten goldbraun braten.

Dazu passt z. B. Kartoffelbrei.

Guten Appetit!

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Milchkuh-Recherche von CIWF und Albert-Schweitzer-Stiftung

Die Ergebnisse einer Recherche in über 50 EU-Milchbetrieben:

Lauch-Walnuss-Nudeln

Zutaten für 2 Personen:
- 300 g Nudeln
- 1 Lauch
- 1 Zwiebel
- 250 ml Reissahne
- 1 große Hand voll Walnüsse
- Salz, Pfeffer, Muskatnuss








Lauch und Zwiebel klein schneiden. Nudeln nach Packungsanweisung zubereiten.
Gemüse in einer Pfanne anbraten, mit Sahne ablöschen.
Ein paar Minuten bei mittlerer Hitze einköcheln lassen.
Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
Walnüsse grob hacken / zerkleinern und unter die Soße mischen.

Guten Appetit!

Montag, 3. Dezember 2012

Lebenserwartung von Tieren

Folgendes habe ich auf der Homepage vom VEBU gefunden:

Tier                      Lebenserwartung (Jahre)              entsprechendes Alter / Mensch (Jahre)*

                              in Freiheit          in Haltung

Kaninchen                  10            10-12 Wochen                        2 (Krabbelgruppe)

Schwein                      15                   0,5                                        2,7

Truthahn                     15              2-3 Wochen                              2,1

Legehenne                  20                    1,5                                      6 (1. Klasse)

männl. Küken              20            max. einige Std.                        einige Tage

Masthuhn                    20                5-6 Wochen                            halbes Jahr

Lamm                          20                max. 0,5                                    2

Fleischrind                   30                  max. 2                                  5,3 (Kindergarten)

Milchkuh                       30                    4-5                                    13,3 (6. Klasse)

Gans                        30-40            einige Monate                          dreiviertel Jahr

*auf die durchschnittliche Lebenserwartung des Menschen, von 80 Jahren, hochgerechnet



                                                             Ist das nicht erschreckend?!?

Zitat des Tages

Verschließe nicht die Augen vor dem Leiden und lasse dein Bewusstsein
nicht für seine Existenz abstumpfen. - Buddha

Samstag, 1. Dezember 2012

Eine erfreuliche Nachricht

Laut dem statistischen Bundesamt wurden im 3. Quartal 2012 4,4% bzw. 91.000 Tonnen weniger Fleisch erzeugt als im 3. Quartal 2011. Die Albert-Schweitzer-Stiftung hat diese Zahlen in Tiere umgerechnet: 796.500 Schweine, 27.300 Rinder sowie 829.500 Hühner, Puten und Enten wurden weniger geschlachtet als im 3. Quartal 2011.
Die Albert-Schweitzer-Stiftung vermutet folgende Gründe dahinter:
- Die Futtermittel sind teurer geworden, die Mast dadurch unrentabler.
- Die Zahl der Menschen, die sich vermehrt oder vollständig vegetarisch oder vegan ernähren, steigt.
- Die Lebensmittelwirtschaft nimmt sich dieses Trends an und vergrößert und verbessert ihr
  vegetarisches Angebot.

Das ist doch wirklich ein Grund zum Freuen :-)

An alle Vegetarier / Veganer: Weiter so!
An alle Flexitarier: Super! Vielleicht reicht's ja auch bald zum Vegetarier / Veganer ;-)
An alle Omnivoren: Niemand zwingt euch, gleich Vegetarier / Veganer zu werden, aber weniger Fleisch wäre doch auch schon mal ein guter Anfang....

Gentechnik-Kurznachrichten

Die mexikanische Regierung hat die Entscheidung über die Freisetzung von Gentech-Mais auf nächstes Jahr verschoben. Das gab ein hoher Beamter des Landwirtschaftsministeriums in einem Interview bekannt. Die umstrittenen Pläne der scheidenden Regierung von Felipe Calderon hatten in Mexiko Protestwellen hervorgerufen. Das letzte Wort wird nun also der künftige Präsident, Enrique Pena Nieto, sprechen. Er übernimmt das Amt voraussichtlich im Dezember.
Einen endgültigen Entschluss erwartet der Beamte Marianao Ruiz frühestens in vier bis fünf Monaten. Er glaubt allerdings, dass sich die neue Regierung unter Nieto ebenfalls für die Freisetzung des gentechnisch veränderten Mais aussprechen wird.

War nie wirklich weg...

... hab mich nur versteckt... oder so ähnlich würde es Marius Müller-Westernhagen ausdrücken.... Mein Flexitarier und ich waren die letzten Tage im Urlaub, deshalb war es etwas ruhiger hier :-).
In meiner Abwesenheit hat sich sogar ein weiterer Follower dazu gesellt - willkommen!

Und hier waren wir (ein Tipp an alle):


                              Bio- u. Nationalpark-Hotel Helvetia in der sächsischen Schweiz

Ein kleines, feines, mit sehr viel Liebe geführtes Hotel.
Bei Halbpension ist jeden Abend ein 4-Gänge-Menü (natürlich Bio) inbegriffen. Beim Hauptgang kann man sich immer zwischen vegetarisch (vegan auch möglich) oder Fleisch / Fisch entscheiden - außer beim vegetarischen Donnerstag, da muss man sich entscheiden zwischen vegetarischer Hauptgang 1 und vegetarischer Hauptgang 2 :-).
Ein kleine Auswahl des leckeren Essens:


                                             Großer Salatteller mit verschiedenen Salaten


                    Fenchellöffel mit Kichererbsen- und Belugalinsenpüree, dazu Rahmkohlrabi


                                                  Gemüsepfanne mit Polentaecken


                                              Kürbisschnitzel mit Rahmschmorgurken


                                        Szegediner Tofugulasch mit böhmischen Knödeln

Langweilen muss man sich dort auch nicht...
- im Nationalpark sächsische Schweiz kann man wunderbar wandern
- (mindestens) einen Besuch in Dresden muss man auch gemacht haben :-)
   -> für alle "Kulturbegeisterten" empfehle ich die Frauenkirche und die Festung Dresden
   -> wirklich sehenswerte Museen sind das Hygienemuseum und das Verkehrsmuseum in Dresden
      (bei beiden Museen gibt es viele Dinge zum Staunen und selbst Ausprobieren)
   -> und wer in der Weihnachtszeit dort Urlaub macht, der sollte unbedingt beim
       Dresdner Striezelmarkt vorbeischauen

Montag, 19. November 2012

:´-( - Ein wunderschön gemachtes Video (englisch)

Gentechnik-Kurznachrichten

Die Agrochemiekonzerne Monsanto, DuPont Pioneer und Dow wollen auf riesigen Plantagen im Herzen Mexikos gentechnisch veränderten Mais anpflanzen. Umwelt- und Bauernverbände sowie Wissenschaftler laufen Sturm gegen die bevorstehende Genehmigung. Schon im Dezember könnte der Gentech-Mais auf 2,5 Millionen Hektar ausgebracht werden – einer Fläche größer als Hessen.
Über 1200 Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen haben einen offenen Brief an die mexikanische Regierung unterzeichnet - diese dürfe den Anbau auf keinen Fall erlauben. Sie erklären, Mexiko sei als "Wiege des Mais" zu bedeutend für solche Gentechnik-Experimente. Die genetische Vielfalt des Landes werde dringend benötigt, um den Mais durch Züchtung an Klimaveränderungen und Krankheiten anzupassen. Zudem hänge das Auskommen von Millionen Kleinbauern von der Maisproduktion ab – auf den Gentech-Monokulturen der Konzerne wäre für sie gewiss kein Platz mehr.
Ähnlich besorgt äußerte sich die Umweltinitiative ETC Group (Action Group on Erosion, Technology and Concentration). Die Pläne der Agrochemie-Wirtschaft führten zu einem "Mais-Massaker". ETC-Vetreterin Verónica Villa erklärte, der Gentechnik-Anbau bedrohe die Lebensmittel und die biologische Vielfalt des ganzen Landes. "Wir sprechen hier über Schäden an mehr als 7000 Jahren indigener und bäuerlicher Arbeit, die den Mais hervorgebracht hat – eine der drei wichtigsten Nahrungspflanzen der Welt." Mexiko weist global den höchsten pro-Kopf-Verzehr von Mais auf.
Die endgültige Entscheidung der Regierung wird in den kommenden Tagen erwartet.

Freitag, 16. November 2012

Patentrechte auf Tiere?

11 Organisationen aus Deutschland, Schweiz und England haben einen gemeinsamen Einspruch gegen ein Patent der US-Firma Intrexon auf gentechnisch veränderte Schimpansen eingelegt. Das Patent EP1456346 war vom Europäischen Patentamt (EPA) im Februar 2012 erteilt worden. Die Tiere sollen für die Pharma-Forschung genutzt werden, nachdem sie zuvor laut Patent mit synthetischer DNA manipuliert wurden, die ursprünglich aus Insekten stammt. Die Organisationen sind besorgt darüber, dass das Patent einen kommerziellen Anreiz für mehr Tierversuche bietet, und verlangen, dass Tiere mit mehr Respekt behandelt werden.
Christoph Then von Testbiotech sagt dazu: "Tiere sollten mit Respekt behandelt und vor kommerziellem Missbrauch geschützt werden. Insbesondere die Patentierung von Menschenaffen kann durch nichts gerechtfertigt werden, die Erteilung dieser Patente ist eine Beleidigung für unsere eigene Gattung. Das EPA hat die Grenzen, die von der Gesellschaft akzeptiert werden, weit überschritten. Es ist Zeit, Patente auf Tiere zu stoppen."
Jüngste Recherchen zeigten, dass das EPA in diesem Jahr drei Patente auf Schimpansen erteilt hatte, zwei davon für die US-Firma Intrexon, die ausdrücklich Tiere wie Mäuse, Ratten, Kaninchen, Katzen, Hunde, Rinder, Ziegen, Schweine, Pferde, Schafe, Affen und insbesondere Schimpansen als ihre Erfindung beansprucht. Ein weiteres Patent erhielt die US-Firma Altor BioScience.
Professor Christophe Boesch, Präsident der Wild Chimpanzee Foundation (WCF): "Die Wissenschaft hat in allen jüngeren Studien bestätigt, wie ähnlich Schimpansen dem Menschen in ihren kognitiven Fähigkeiten, ihrem Sozialverhalten, ihrer Kultur, ihrem Werkzeuggebrauch und auch in Ihrer Fähigkeit, Mitgefühl mit Schwächeren zu entwickeln, sind. In Anbetracht der genannten Argumente ist es mehr als verwunderlich, dass das EPA ein Patent zu Schimpansen genehmigen hat, ohne die damit verbunden moralischen Fragestellungen in Betracht zu ziehen."
Insgesamt hat das Patentamt bereits etwa 1.200 Patente auf Tiere erteilt. Der Präzedenzfall wurde 1992 mit der sogenannten Krebsmaus geschaffen. Auch auf Menschenaffen gibt es schon zahlreiche Patente. 2010 erhielt die Firma Bionomics ein Patent auf gentechnisch veränderte Affen, die an Epilepsie leiden (EP1852505).
Versuche an Menschenaffen und anderen Primaten unterliegen international, insbesondere auch in der EU, strengen Restriktionen. Einige EU-Länder haben Tierversuche an Menschenaffen bereits verboten, die EU Richtlinie 2010/63/EU sieht hohe Hürden für Versuche an Menschenaffen vor.

Einspruch erheben die folgenden Organisationen:
Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt
British Union for the Abolition of Vivisection (BUAV)
Deutscher Tierschutzbund
Gen-ethisches Netzwerk (GeN)
Gesellschaft für ökologische Forschung
Kein Patent auf Leben!
Pro Wildlife
Schweizerische Arbeitsgruppe Gentechnologie (SAG)
Schweizer Tierschutz (STS)
Testbiotech
Wild Chimpanzee Foundation, Deutschland (WCF)

Dienstag, 13. November 2012

Zitat des Tages

"Just be in the world with all your heart and soul.
Smile, shine like the sun and give light to all that still live in darkness." - Unknown
(Lebe aus vollem Herzen und mit deiner ganzen Seele. Lächle, leuchte wie die Sonne und gib denen Licht, die immer noch in Dunkelheit leben)

Freitag, 9. November 2012

Gentechnik-Kurznachrichten

Das Unternehmen Oxitec (England) arbeitet an gentechnisch veränderten Insekten zur Schädlingsbekämpfung in der Landwirtschaft. Um die Gentech-Fliegen auch in Europa auf den Markt bringen zu können, nimmt die Firma Einfluss auf Behörden. Das Führungspersonal von Oxitec stammt vor allem vom Gentechnik-Riesen Syngenta.
Oxitec hat das Erbgut verschiedener Insekten manipuliert (die z. B. Tomaten, Oliven, Kohl befallen). Diese sollen zu Millionen frei gelassen werden, um sich mit den nicht veränderten Artgenossen zu paaren – die weiblichen Nachkommen sollen durch die gentechnische Veränderung noch im Larvenstadium sterben. In der Theorie führt dies zu einem Rückgang der Insektenpopulation.
Doch welche Folgen ergibt das auf die biologische Vielfalt oder wenn die Gentech-Larven, die auf oder in den Früchten absterben, in die Nahrungskette gelangen? Darüber soll sich Keiner Gedanken machen - zu diesem Zweck versucht Oxitec die Vorgaben zu Gentech-Insekten zu beeinflussen. Bei der EFSA (Europäische Lebensmittelbehörde) hatte Oxitec bereits Erfolg: Dort werden Gesundheitsbedenken und Auswirkungen auf Ökosysteme ausgeklammert. Außerdem werden die veränderten Insekten als "steril" (nicht lebensfähig) bezeichnet. Doch Kritiker gehen davon aus, dass zahlreiche Individuen der Spezies das Erwachsenenalter erreichen und sich weiter ausbreiten könnten. Die EFSA zog diese Aspekte nicht in Erwägung, was nicht überrascht (mehrere der an diesem Prozess beteiligten Sachverständigen haben Verbindungen zu Oxitec selbst oder zu anderen Unternehmen der Branche). Auch in den USA, bei der Weltgesundheitsorganisation und dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen hat sich die Firma eingebracht. In der Öffentlichkeit möchte sich Oxitec vor allem als Vorreiter bei der Eindämmung von Epidemien wie dem Dengue-Fieber profilieren. Dafür hat es bereits Millionen gentechnisch veränderte Moskitos freigesetzt. Zunächst auf den Cayman Islands, wo es keine regulierenden Gesetze zur Biosicherheit gibt, dann auch in Brasilien und Malaysia.

Spinat-Kichererbsen-Pfanne mit Reis

Zutaten für 2 Personen:
- 200 g Reis
- 2 - 3 EL Mandelstifte
- 240 g gekochte Kichererbsen (96 g getrocknet)
- 400 - 500 g (TK-)Spinat
- 2 Tomaten
- 1 Zwiebel
- 125 ml Gemüsebrühe
- 125 g Sojajoghurt
- Salz, Pfeffer




Getrocknete Kichererbsen 8 - 12 Std. einweichen, danach 1 1/2 - 2 Std. köcheln lassen.

Reis nach Packungsanweisung zubereiten. Mandeln in einer Pfanne ohne Fett anrösten.
Spinat waschen bzw. auftauen. Tomaten und Zwiebel würfeln.
Zwiebel in einer Pfanne anbraten. Spinat dazu geben und mitbraten (bis er zusammen gefallen ist). Danach Kichererbsen und Tomaten hinzu geben. Mit Brühe ablöschen, aufkochen, Pfanne vom Herd nehmen und Joghurt unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mandeln unterheben.

Guten Appetit!

Donnerstag, 8. November 2012

Gentechnik-Kurznachrichten

Nach dem Koalitionsgipfel vom vergangenen Wochenende wollen einige Unions- und FDP-Politiker offenbar erneut das Thema Nulltoleranz für Gentechnik in Lebensmitteln angehen. Agrochemiekonzerne fordern seit Längerem eine Aufweichung der Bestimmungen, damit Lebensmittel auch dann importiert und verkauft werden können, wenn sie Spuren von in der EU nicht zugelassenen Gentech-Organismen enthalten.
Während die FDP für ein Ende der Nulltoleranz eintritt, gibt es in der CDU/CSU unterschiedliche Auffassungen. Einige Unionsvertreter sind offensichtlich einer Meinung mit dem Koalitionspartner. Die zuständige Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner (CSU), lehnt die Lockerung hingegen weiter ab - mit Blick auf die Haltung der Öffentlichkeit zur Agro-Gentechnik, insbesondere in Bayern, wo Aigner bei der bevorstehenden Landtagswahl antreten wird. Im Jahr 2011 hatte die Ministerin auf EU-Ebene allerdings die Aufhebung der Nulltoleranz bei Futtermitteln mitgetragen.
Beim deutschen Gentechnik-Gesetz werden vor der nächsten Bundestagswahl im kommenden Jahr hingegen keine Änderungen erwartet. Bei zentralen Fragen, wie zur Regelung von Abständen zwischen Feldern mit und ohne gentechnisch veränderten Pflanzen, besteht weiterhin Uneinigkeit in der Regierungskoalition.

Gentechnik-Kurznachrichten

Gentechnik-Lebensmittel bleiben in den USA ohne Kennzeichnung. Eine kalifornische Initiative zur Einführung eines verpflichtenden Hinweises auf gentechnisch veränderte Zutaten ist gescheitert.
47 Prozent der Wähler sind für die Gentech-Kennzeichnung, 53 Prozent entschieden sich dagegen (4,3 Millionen zu 4,8 Millionen).
Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern gibt es in den USA keine Pflicht zur Kennzeichnung, obwohl ein Großteil der dort verarbeiteten Lebensmittel gentechnisch veränderte Zutaten enthält. Ein Erfolg der kalifornischen Initiative "Right to Know" hätte einen Dominoeffekt in anderen Bundesstaaten auslösen können – mit gravierenden Folgen für Agrochemie- und Lebensmittelkonzerne. Diese haben daher mindestens 45 Millionen Dollar in eine Gegen-Kampagne gesteckt. Trotzdem hatte es lange so ausgesehen, als könnten sich die Befürworter der Gentech-Kennzeichnung durchsetzen.
Sowohl der Präsident Obama als auch Herausforderer Mitt Romney gelten als Unterstützer der Agro-Gentechnik und des US-amerikanischen Marktführers Monsanto.
Im Bundesstaat Washington sammeln Aktivisten derzeit Unterschriften für eine Gentechnik-Kennzeichnung. Kommendes Jahr könnte also die nächste Volksabstimmung zum Thema stattfinden.

Kartoffel-Grünkern-Buletten

Zutaten für 2 Personen:
- 300 g Kartoffeln vorw. festk.
- 250 ml Gemüsebrühe
- 100 g Grünkernschrot
- 1 Zwiebel
- Ei-Ersatz für 1 Ei (z. B. 3Pauly)
- 1 - 2 EL Paniermehl
- 1 EL Petersilie
- Salz, Pfeffer
- evtl. 2 EL Kichererbsenmehl geröstet




Kartoffeln würfeln und ca. 20 min. kochen lassen. In der Zwischenzeit den Grünkern mit der Brühe aufkochen, halb abgedeckt ca. 5 min. auf mittlerer Hitze köcheln und danach abkühlen lassen. Zwiebel würfeln.
Kartoffeln stampfen und mit Grünkern, Ei-Ersatz, Paniermehl, Petersilie, Zwiebel, Salz und Pfeffer (und evtl. Kichererbsenmehl) verkneten. Ein paar Minuten ziehen lassen und dann Buletten daraus formen. In einer Pfanne auf jeder Seite goldbraun anbraten.

Guten Appetit!


Ziemlich weich, aber lecker :-)

Dienstag, 6. November 2012

Zum Nachdenken

Eines Tages gab Krishna Yudhisthira, dem Bruder von Arjuna und ältestem der fünf Pandava-Brüder einen Brief und sagte, dass er diesen Brief erst lesen sollte, wenn er sich in Schwierigkeiten befinden würde. Als sich Yudhisthira später einmal wirklich in Schwierigkeiten befand, erinnerte er sich an Krishnas Brief, öffnete ihn und las folgende Worte: "Auch dieses wird vorübergehen!".

Samstag, 3. November 2012

Grünkernsuppe

Zutaten für 2 - 3 Personen:
- 1 kleiner Lauch / 1/2 Bund Frühlingszwiebeln
- 2 große Möhren
- 1 Zwiebel
- 50 g Grünkernschrot
- ca. 900 ml Gemüsebrühe
- 150 ml Sojamilch
- 1 EL Petersilie
- 1 Prise Muskatnuss
- Salz, Pfeffer




Möhren, Zwiebel und Lauch würfeln / in feine Streifen schneiden.
Alles in einem großen Topf ein paar Minuten anbraten, Grünkern dazu geben, mit Brühe + Milch ablöschen und ca. 20 min. zugedeckt / halb zugedeckt bei geringer Hitze köcheln lassen.
Suppe pürieren und mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Petersilie abschmecken.

Guten Appetit!

Dienstag, 30. Oktober 2012

Linsen-Curry mit Reis

Zutaten für 3 Personen:
- 1 Zwiebel
- 1 Möhre
- 1 kleiner Lauch
- 1 kleiner Brokkoli (oder ca. 150 g TK)
- 150 g Kartoffeln vorw. festkochend
- 300 g Reis
- 100 g rote Linsen
- 100 ml Gemüsebrühe
- 200 ml Kokosmilch
- 100 ml Reissahne
- ca. 100 g geröstete (& gesalzene) Erdnüsse
- 2 TL Currypulver
- Pfeffer

Zwiebel und Kartoffeln würfeln. Möhren und Lauch klein schneiden. Brokkoli in Röschen teilen.
Reis nach Packungsanweisung zubereiten.
Zwiebel, Kartoffeln, Möhre und Lauch in einer Pfanne anbraten. Mit Brühe, Kokosmilch und Sahne ablöschen. Currypulver einrühren und offen ca. 10 min. bei geringer - mittlerer Hitze köcheln lassen. Brokkoli und Linsen dazu geben. Abgedeckt weitere 5 min. köcheln lassen.
Die Erdnüsse untermischen und mit Pfeffer abschmecken.

Guten Appetit!

Montag, 29. Oktober 2012

Zitat des Tages

"Unsere Verabredung mit dem Leben findet im gegenwärtigen Augenblick statt.
Und der Treffpunkt ist genau da, wo wir uns gerade befinden." - Buddha

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Gentechnik-Kurznachrichten

Greenpeace hat eine Untersuchung in Auftrag gegeben, die zeigt, was auf die EU zukommt, falls weitere Anbauzulassungen für herbizidresistente Gentech-Pflanzen erlassen werden:
Der Einsatz von Glyphosat ("Roundup" - weltweite Nr. 1 unter den Ackergiften) stiege bis 2025 um ein Vielfaches an – im schlechtesten Fall um 1000 % und mehr.
Momentan warten 19 solcher spritzmitteltoleranten Pflanzen auf das OK für den Anbau in der EU. Die Hochrechnungen des Agrarökonomen Charles Benbrook von der Washington State Universität beruhen auf einer kürzlich veröffentlichten Studie zur Situation in den USA. Seit der Einführung von Gentech-Pflanzen im Jahr 1996 hat der Pestizidverbrauch dort deutlich zugenommen. Sollte die EU dem Beispiel der USA folgen, wäre hier eine ähnliche Entwicklung zu erwarten.
Benbrook untersuchte den potentiellen Anstieg des Spritzmitteleinsatzes für drei gentechnisch veränderte Pflanzen: Mais, Zuckerrüben und Soja. Die wichtigste Rolle spielt dabei wohl Gentech-Mais, der zu den meistverbreitesten Kulturpflanzen Europas zählt. Der Mais MON810 (Monsanto) ist zurzeit die einzigste gentechnisch veränderte Sorte, die zum Anbau zugelassen ist. Kämen nun herbizidresistente Pflanzen hinzu, stiege der Glyphosatverbrauch auf Maisfeldern bis zum Jahr 2025 um 500 bzw. sogar 1000 % an – je nachdem, wie strikt die Vorschriften für den Anbau ausfielen und ob zum Beispiel Fruchtfolgen verbindlich vorgeschrieben würden.
Auch bei Zuckerrüben und Soja prognostiziert Benbrook einen um ein Vielfaches erhöhten Glyphosateinsatz. Bei Soja wären es (ohne entsprechende Regulierung) gar 1500 %. Und auch mit obligatorischen Maßnahmen zur Giftbegrenzung wäre noch mit einem Anstieg von 660 % zu rechnen.
Benbrook warnte die EU angesichts dieser Zukunftsaussichten vor neuen Anbauzulassungen für Gentechnik-Pflanzen: "Landwirte haben in den USA schon zu kämpfen. Sie versuchen, sich einen Weg aus der Ecke, in die sie gedrängt wurden, herauszusprühen. Das Vertrauen auf herbizidresistente Pflanzen hat in den USA zur Herausbildung und raschen Ausbreitung von fast zwei Dutzend glyphosat-resistenten Unkräutern geführt. Dadurch sind die Produktionskosten der Höfe gestiegen, und auch die Menge und die Giftigkeit der Herbizide, die nötig sind, um noch größere Ernteverluste zu verhindern."

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Gentechnik-Kurznachrichten

Laut dem Landwirtschaftsminister Stéphane Le Foll wird sich die französische Regierung auf EU-Ebene für eine Neuausrichtung der Risikoprüfung und des Zulassungsverfahrens von gentechnisch veränderten Pflanzen einsetzen. Er plädierte außerdem für gemeinsame wissenschaftliche Kriterien für Langzeitstudien an Gentechnik-Organismen. Bei einem Treffen äußerte sich auch die deutsche Bundesagrarministerin Ilse Aigner ähnlich.
Le Foll erklärte, die Regierung werde in den EU-Institutionen auf "ein Wiederaufrollen der europäischen Instrumente der Bewertung, Zulassung und Kontrolle von GVO und Pestiziden" drängen. Frankreich reagiert damit auf die Kontroverse um die Langzeitstudie zu den Risiken von Monsanto-Mais. Aus Sicht der Regierung bestehen Zweifel an der Sicherheit von Gentechnik-Pflanzen – und auch an der bisherigen Risikoprüfung durch die häufig kritisierte EU-Lebensmittelbehörde EFSA.
Die bereits erteilten Zulassungen will der französische Minister Le Foll nicht antasten. Doch für die Zukunft müssten die momentanen Prüfverfahren überholt werden. Dazu seien auch für die gesamte EU gültige Kriterien für Langzeitstudien nötig.
Ilse Aigner tritt ebenfalls für gemeinsame Bedingungen ein.
Stéphane Le Foll bestätigte das Anbauverbot des Gentechnik-Maises MON810 in Frankreich.
2013 wird wohl über die Verlängerung der EU-Zulassung von MON810 entschieden. Sollte diese gewährt werden, könnten auch die nationalen Verbote ins Wanken geraten.

Dienstag, 23. Oktober 2012

Zitat des Tages

"There are only two ways to live your life. One is as though nothing is a miracle. The other is as though everything is a miracle." - Albert Einstein
(Es gibt zwei Arten sein Leben zu leben. Die eine ist es nichts als ein Wunder zu betrachten und die andere ist es alles als ein Wunder zu betrachten)

Gentechnik-Kurznachrichten

Die EU-Kommission hat den gentechnisch veränderten Mais MIR 162 (Syngenta-Konzern) zum Import und zur Verarbeitung in Futter- und Lebensmitteln zugelassen. Erst wenige Tage vor der Zulassung hatte der Vizepräsident der EU-Kommission den Posten des zurückgetretenen Gesundheitskommissars John Dalli übergangsweise übernommen.
Die Kommission hatte das letzte Wort, weil sich die Mitgliedsstaaten im September nicht für oder gegen eine Zulassung von MIR 162 entscheiden konnten. Deutschland hatte sich bei den entsprechenden Abstimmungen zwei mal enthalten.
Die Zulassung von MIR 162 vor der Benennung eines Nachfolgers für John Dalli bezeichnete der grüne Bundestagsabgeordnete Harald Ebner als "Affront der Europäischen Kommission". Dalli hatte letzte Woche wegen Korruptionsvorwürfen seinen Rücktritt eingereicht.

Fenchelcremesuppe

Zutaten für 2 Personen:
- 1 großer Fenchel
- 2 - 3 große Kartoffeln mehlig / v. f. kochend
- 400 ml Gemüsebrühe
- ca. 100 ml Reissahne
- 1 - 2 TL Dill
- 1 Prise Muskatnuss
- Salz, Pfeffer






Den Fenchel und die Kartoffeln klein schneiden / würfeln.
Beides in einem Topf anbraten, Brühe dazu gießen und abgedeckt
ca. 15 min. bei geringer - mittlerer Hitze köcheln lassen.
Alles pürieren. Die Reissahne einrühren.
Evtl. noch einmal ein bisschen erwärmen lassen.
Mit den Gewürzen abschmecken.

Guten Appetit!

Montag, 22. Oktober 2012

Warmer Reissalat

Zutaten für 1 kleine Schüssel (2 - 3 Personen:)
- 200 g Reis
- 1 kleine Zucchini
- 1 - 2 Tomaten
- 1 Möhre
- 250 g Champignons
- 4 EL Öl
- 4 EL Sojamilch
- 1 1/2 EL Essig
- 1 1/2 TL Gemüsebrühpulver
- 1 1/2 TL Senf
- 1 EL Petersilie


Den Reis nach Packungsanleitung kochen. Gemüse und Champignons klein schneiden, dann
ein paar Min. in einer Pfanne anbraten. Die restlichen Zutaten zu einem Dressing verrühren.
Das Gemüse zusammen mit dem Reis in eine Schüssel geben und mit dem Dressing gut vermischen.

Guten Appetit!

Gentechnik-Kurznachrichten

Der österreichische Gesundheitsminister Alois Stöger hat das Anbauverbot für die gentechnisch veränderte Kartoffel "Amflora" (BASF-Konzern) in Österreich um drei Jahre bis November 2015 verlängert. Die gesundheitlichen Bedenken konnten auch die Europäische Kommission und die Lebensmittelbehörde EFSA nicht ausräumen.
Der Minister erklärte: "Solange Unsicherheiten bestehen und wegen der Blockadepolitik einiger großer EU-Mitglieder die nationale Entscheidung über den Anbau von GVO nicht im EU-Recht verankert ist, werde ich im Sinne des Vorsorgeprinzips unser Land mit Verbotsverordnungen weiterhin schützen. Auch wenn es aufwändig und mühsam ist, Einzelverordnungen zu erlassen und diese gegenüber Brüssel zu verteidigen."
Derzeit sind in der EU die "Amflora"-Kartoffel und der Monsanto-Mais MON810 zum Anbau
zugelassen. Einige Mitgliedsstaaten haben gegen eine oder beide Anbauverbote verhängt. In Deutschland ist der Anbau von MON810 verboten, nicht jedoch der von "Amflora".

Freitag, 19. Oktober 2012

Produkttipp

Zum Kauf inspiriert durch den Blog "unverbissen vegetarisch" möchte ich euch folgendes empfehlen:

                                                                   "Wheaty Weiße"

Ich kann keinen direkten Vergleich zur "echten" Weißwurst geben, da ich noch nie eine gegessen habe.... laut meinem Flexitarier sind diese Würste etwas fester, aber ansonsten kommen sie nah an die "Echten" heran.
Für mich sind das die besten Seitanwürste, die ich bis jetzt gegessen habe - geschmacklich und von der Konsistenz her 1A!
Erhältlich im Bioladen, Reformhaus oder bei alles-vegetarisch.

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Zitat des Tages

"Allen Menschen Liebe schenken, Gottes Liebe fühlen und Ihn in allen anderen Menschen erkennen..., so sollte man in dieser Welt leben." - Paramahansa Yogananda

Freitag, 12. Oktober 2012

Gentechnik-Kurznachrichten

Im April diesen Jahres hat ein brasilianisches Gericht (Bundesstaat Rio Grande du Sol) das Agrochemieunternehmen Monsanto zur Rückzahlung von umgerechnet über 6 Millarden Euro verurteilt, weil es seit acht Jahren unrechtmäßige Nachbaugebühren abkassiert hatte.
Anfang dieser Woche musste Monsanto wieder einen Rückschlag hinnehmen. Brasilianische Richter haben entschieden, dass das Unternehmen keine Linzenzgebühren mehr für gentechnisch verändertes Soja- und Baumwollsaatgut im Bundesstaat Mato Grosso verlangen darf. Die Patente waren bereits 2010 abgelaufen. Monsanto muss deshalb mehrere Millionen Dollar an zu Unrecht erhobenen Gebühren an die Landwirte zurück zahlen.
Der Konzern hat bei beiden Gerichtsurteilen Berufung eingelegt, so dass die Entscheidungen noch vom obersten Gerichtshof überprüft werden.

Gabel statt Skalpell

Eine wirklich tolle, sehenswerte und aufrüttelnde Doku - gesund zu bleiben bzw. wieder gesund zu werden kann so einfach sein!:

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Gedanken des Tages

Was man in letzter Zeit so grauenhaftes liest...
- Kühe, die Milch ohne Laktose geben
- Überlegungen, Hühner zu züchten, die für die Massenzucht passend kürzere Schnäbel haben...
Was kommt als nächstes? Eine Schweinezüchtung ohne Ringelschwänze, damit diese in der Massentierhaltung nicht mehr extra abgeschnitten werden müssen?

Warum muss sich die Natur an den Menschen anpassen?
Wir gehören auch zu dieser wundervollen Natur und haben auch unseren Platz darin, wieso müssen wir dann immer alles nach unseren Wünschen verändern? Die Tiere passen sich doch auch der Natur an und nicht andersherum. Wieso kann das das "Tier" Mensch nicht, nachdem wir doch ach so "überlegen" sind?

Was denkt ihr?



Dienstag, 9. Oktober 2012

Die Wahrheit über Fleisch (Schmunzeln erlaubt ;-) )

Gemüse-Kokos-Curry

Zutaten für 2-3 Personen:
- 200 g grüne Bohnen
- 1 kleiner Brokkoli
- 1 Zucchini
- 1 Zwiebel
- 400 ml Kokosmilch
- 1 EL Currypulver
- Salz, Pfeffer






Zucchini klein schneiden, Brokkoli in Röschen teilen, Zwiebel würfeln, Bohnen evtl. halbieren.
Zwiebelwürfel in einem Topf anbraten, Curry darüberstreuen, kurz mitbraten und mit Kokosmilch ablöschen.
Aufkochen, Bohnen dazu geben und offen ca. 10 min. bei geringer - mittlerer Hitze köcheln lassen.
Danach Brokkoli und Zucchini hinzu geben, nochmal 5 min. weiter köcheln.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Dazu passt z. B. Reis.

Guten Appetit!

Gentechnik-Kurznachrichten

Die liberale EU-Abgeordnete Corinne Lepage fordert den Rücktritt der EFSA-Chefin,
Catherine Geslain-Lanéelle.
Es sei "absurd" und ein "ethischer Konflikt", dass ein Experte des Gentechnik-Gremiums der EFSA, der auch 2003 an der Risikoprüfung des umstrittenen Monsanto-Maises NK603 beteiligt war,
nun auch die Bewertung der aktuellen französischen Langzeitstudie absegnete.
Die EFSA hat in ihrer Bewertung wortwörtlich die Kritikpunkte und Angriffe von Gegnern der Studie aufgegriffen.
Corinne Lepage: "Die Tauglichkeit der Studie anzuerkennen wäre für die Agentur wie an dem Ast zu sägen, auf dem sie seit Jahren sitzt, weil alle ihre Bewertungen von GVO positiv waren."
Lepage kritisierte auch, dass die EFSA sich wie "Richter und Jury" zugleich verhalte.

Zitat des Tages

"Let what comes come. Let what goes go. Find out what remains." - Ramana Maharshi
(Lasse das was kommt, kommen. Lasse das was geht, gehen. Finde heraus, was übrig bleibt)

Freitag, 5. Oktober 2012

Gentechnik-Kurznachrichten

Wie nicht anders zu erwarten, hat die umstrittene Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) die französische Langzeitstudie zu gesundheitlichen Auswirkungen von Gentechnik-Mais als "unzulänglich" beurteilt.
Bis Ende des Monats will die EFSA eine zweite Auswertung vorlegen, in die auch die Ergebnisse der nationalen Behörden Belgiens, Frankreichs, Deutschlands und der Niederlande einfließen sollen. Auch das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) kam vor ein paar Tagen zu dem gleichen Ergebnis.
Das Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie (Testbiotech), wirft der europäischen und der deutschen Lebensmittelsicherheitsbehörde vor, beim Thema Gentechnik den Verbraucherschutz zu vernachlässigen.
Testbiotech fordert, die Industrie müsse nun die angebliche Unbedenklichkeit ihrer Gentech-Produkte beweisen, um den Schutz der Konsumenten zu gewährleisten.
Das europäische Wissenschaftsnetzwerk ENSSER hat dazu die gleiche Meinung wie Testbiotech.

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Zitat des Tages

"To be yourself in a world that is constantly trying to make you something else is the greatest accomplishment." - Ralph Waldo Emerson
(In einer Welt die ständig versucht dich zu jemand anderen zu machen, ist es die größte Leistung du selbst zu bleiben)

Gentechnik-Kurznachrichten

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat die Studie zu den gesundheitlichen Auswirkungen vom Monanto-Gentech-Mais geprüft.
Das BfR kommt zu dem Schluss, es bestünde "kein Anlass für eine Neubewertung von Glyphosat und gentechnisch verändertem Mais NK 603." Die Thesen der französischen Forscher seien "nicht ausreichend belegt." Dabei werden die gleichen Argumente herangezogen, die von einigen Kritikern und Monsanto selbst stammen.
Unabhängige Wissenschaftler fordern in einem offenen Brief eine ehrlichere Debatte der Untersuchungsergebnisse. Experten der Universitäten Canterbury und Grampian in Großbritannien, der kanadischen Guelph-Universität, des renommierten Salk Instituts in Kalifornien und des Bioscience Resource Project fordern, die gentechnikfreundlichen Industrie-Studien genauso kritisch zu hinterfragen wie die nun von Vielen verrissene Untersuchung der Franzosen. Insbesondere weisen sie auf Wissenschaftsredaktionen in wichtigen Zeitungen und anderen Medien hin, die die Aussagen der Kritiker meist vollständig übernommen hätten – und das, obwohl diese Teil einer Kampagne des britischen Science Media Centre gewesen seien. Zu dessen Geldgebern zählen auch die wichtigen Gentechnik-Konzerne.
In den nächsten Tagen wird die Bewertung der europäischen Lebensmittelbehörde EFSA erwartet. Unter anderem haben auch Frankreich und Russland eine Überprüfung angeordnet.

Montag, 1. Oktober 2012

Gentechnik-Kurznachrichten

Über die Zulassung des Gentechnik-Maises MIR 162 für Import und Verarbeitung wurde erneut eine Abstimmung durchgeführt. Die EU-Mitgliedsstaaten konnten sich aber leider wieder nicht einigen, es kam keine Mehrheit für oder gegen den Mais zustande.
Deutschland enthielt sich der Stimme, außerdem noch 3 weitere EU-Staaten.
13 EU-Länder stimmten dafür, 10 dagegen.
Bundesagrarministerin Ilse Aigner hat ihre Position, trotz der veröffentlichten Studie zur Gefahr von Gentechnik, nicht geändert. Deshalb wird sie kritisiert, den Mais
"klammheimlich durchwinken zu wollen".
Nun muss die EU-Kommission darüber entscheiden.

Grunzmobil der Albert-Schweitzer-Stiftung

Ich war beim Grunzmobil der Albert-Schweitzer-Stiftung und habe gegen Massentierhaltung unterschrieben.



Vielen Dank an alle, die ebenfalls die Petition unterschrieben haben - es wurden über 108000 Unterschriften gesammelt!


Zum Nachdenken






Buchtipp

Es ist schon länger her, dass ich dieses Buch gelesen habe,
aber deswegen will ich's euch ja nicht vorenthalten :-):
Vielleicht hat von euch schon jemand die Bhagavad Gita gelesen,
beispielsweise "Die Bhagavad-Gita - so wie sie ist" und findet dies zu "schwere Kost".
Oder ihr interessiert euch dafür und wollt erst mal langsam (und verständlich) in das Thema einsteigen.... dann ist dieses Buch genau das Richtige:


"Bhagavad Gita - eine zeitgemäße Version für westliche Leser".
Das Buch ist wirklich wunderschön und verständlich für uns aus dem Westen geschrieben. An vielen Stellen erkennt man sich oder Leute aus dem Bekanntenkreis wieder.
Die Gita (wie sie in der Kurzform heißt) regt zum Nachdenken an und zaubert beim Lesen auf jeden Fall ein Lächeln auf die Lippen :-).

Freitag, 28. September 2012

Zitat des Tages

"Never doubt that a small group of thoughtful, committed people can change the world.
Indeed, it is the only thing that ever has" - Margaret Mead
(Zweifel nie daran, dass eine kleine Gruppe nachdenklicher, engagierter Menschen
die Welt verändern kann. Es hat tatsächlich immer so funktioniert)

Mittwoch, 26. September 2012

Ein kleiner Nachruf

Tobi
∗ 15.12.1999
† 25.09.2012



Auch wenn du manchmal eine kleine Nervensäge warst und du total einen an der
Waffel hattest - wir...


...werden es vermissen, mit dir zu knuddeln,...


...werden es vermissen, mit dir zu spielen,...



...werden es vermissen, wie du uns ein Lächeln auf die Lippen gezaubert hast,...


...werden es vermissen, wie du uns zum Lachen gebracht hast...



...und werden dich vor allem vermissen, weil wir dich alle unheimlich lieb hatten!

Dienstag, 25. September 2012

Protestaktion gegen betäubungslose Kastration

In Deutschland werden jedes Jahr über 20 Millionen Ferkel qualvoll kastriert - das
deutsche Tierschutzgesetz lässt dies zu.
Der deutsche Tierschutzbund sammelt Stimmen für eine Petition zur Änderung
des Tierschutzgesetzes.

Macht mit und gebt eure Stimme ab!

Gentechnik-Kurznachrichten

Als Reaktion auf die französische Langzeitstudie hat Russland heute den Import und die Verarbeitung des gentechnisch veränderten Maises NK603 von Monsanto vorerst ausgesetzt. Moskau hat bei der zuständigen Stelle der EU-Kommission um eine Erläuterung deren Position gebeten. Ein russisches Forschungsinstitut soll diese Ergebnisse nun überprüfen.
Die EU-Kommission und einige Mitgliedsländer haben dies auch von ihren Behörden verlangt.

Samstag, 22. September 2012

Kartoffel-Rosmarin-Pizza

Zutaten für 2 Personen:
- 130 g Cashewkerne
- 1 EL Zitronensaft
- 1 1/2 EL Essig
- 1 TL Kräuter der Provence
- 1/4 Würfel frische Hefe (10 - 11 g)
- 150 g Dinkel-Vollkornmehl
- 1 1/2 EL Öl
- 175 - 200 g Kartoffeln vorw. festkochend
- Rosmarin
- Salz, Pfeffer



Für die Kräutercreme die Cashewkerne ein paar Stunden in Wasser einweichen lassen,
am besten über Nacht.
Das Einweichwasser abgießen und zusammen mit 125 ml frischem Wasser, Zitronensaft, Essig und Salz zu einer cremigen Masse pürieren (Pürierstab oder Mixer).
Mit Kräuter d. Provence und Pfeffer würzen.
Danach für ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen (so wird die Creme noch ein wenig fester).

Die Hefe zerbröckeln und in ca. 65 ml lauwarmen Wasser auflösen.
Mehl, 1 Prise Salz und Öl in eine Schüssel geben.
Danach die aufgelöste Hefe dazugießen und zu einem glatten Teig verkneten.
Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 45 min. gehen lassen.

Kartoffeln schälen, in sehr dünne Scheiben hobeln und in Salzwasser ca. 2 - 3 min. kochen. Abtropfen lassen.

Den Teig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, dünn ausrollen und
zugedeckt ca. 20 min. ruhen lassen.

Den Teig mit der Kräutercreme bestreichen, mit Kartoffeln belegen, mit Rosmarin und etwas Salz bestreuen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 ° Ober-/ Unterhitze ca. 20 - 25 min. backen.

Guten Appetit!

Freitag, 21. September 2012

Neues aus der Massentierhaltung

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat zum ersten Mal Zahlen zum Antibiotikaeinsatz in der Tiermedizin veröffentlicht.
Im Jahr 2011 wurden 1.734 Tonnen Antibiotika von Pharmaunternehmen an Tierärzte geliefert. Diese Zahl belegt, dass der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT - Interessenverband deutscher Pharmaunternehmen f. Tierarzneimittel) die Öffentlichkeit getäuscht hat. Laut dem BfT fließen mehr als 90% der in der Tiermedizin eingesetzten Antibiotika in die "Nutztierhaltung" = 1.561 Tonnen. Im Januar 2012 behauptete BfT noch, dass "nur" 900 Tonnen Antibiotika eingesetzt wurden.

Dr. Hermann Focke, langjähriger Veterinäramtsleiter im Oldenburger Münsterland, hat ein Buch dazu geschrieben: "Die Natur schlägt zurück – Antibiotikamissbrauch in der intensiven Nutztierhaltung und Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt". Laut ihm gehört der illegale Antibiotikaeinsatz in der Agrarindustrie zur Routine.
In seinem Buch schreibt er:
"Antibiotika als »Leistungsförderer«, auch »Masthilfsmittel« genannt, waren in Deutschland noch bis Ende 2005 für die Tiermast zugelassen. In subtherapeutischen Dosierungen angewendet, dienten sie dazu, die tägliche Zunahme der Tiere zu erhöhen und so eine Gewinnmaximierung zu erreichen. Da sich jedoch zunehmend Resistenzen bildeten, trat 2006 ein EU-weites Verbot für Leistungsförderer in Kraft. Infolge dieses Verbots hätten die Abgabemengen von Antibiotika zwangsläufig sinken müssen."

Die Zahlen sanken aber nicht, sondern haben sich sogar in den letzten 7 Jahren verdoppelt.

15.000 Menschen sterben jedes Jahr an antibiotikaresistenten Krankheitserregern.
Diese Resistenzen entstehen fast automatisch bei zunehmendem Antibiotikagebrauch, da die Krankheitserreger so die Chance bekommen, sich auf die Medikamente einzustellen. Besonders leicht können die Resistenzen entstehen, wenn Antibiotika (illegal) niedrig dosiert über einen längeren Zeitraum eingesetzt werden.

Die Massentierhaltung ist ohne einen massiven Einsatz von Antibiotika nicht möglich, so dass an dieser "Haltungsform" etwas geändert werden muss!

Helft mit die Massentierhaltung abzuschaffen:
Unterstützt Aktionen dagegen (z. B. von der Albert-Schweizer-Stiftung), ändert eure Ernährung und verbreitet Informationen dazu so weit wie möglich, damit irgendwann alle darüber bescheid wissen!

Produkttipp

Ich habe folgendes im Bioladen (ebl) gefunden:


Mit Seitan habe ich zwar noch nicht so große Erfahrung,
aber ich muss sagen, diese Scheiben, schön paniert und
angebraten ergeben wirklich super leckere Schnitzel!
Bis jetzt habe ich erst einen Seitanburger gegessen - dieser
war zwar ganz gut, aber für meinen Geschmack doch noch
etwas zu gummiartig. Diese Seitan-Scheiben sind das
überhaupt nicht - von der Konsistenz her, würde ich sagen,
sind sie ein bisschen weicher als Fleisch. Da sie eingelegt sind, schmeckt man ein wenig Süße (oder ist es Säure?) heraus.
Diese schmeckt man aber eigentlich nur "pur" heraus,
also nicht paniert oder anderweitig (mit Soße etc.) bearbeitet.

Gentechnik-Kurznachrichten

Trotz der französischen Langzeitstudie zu den tödlichen Folgen des Verzehrs von Gentechnik-Mais plant die EU-Kommission hinter verschlossenen Türen Lockerungen bei der Risikoprüfung von gentechnisch veränderten Pflanzen.
In den nächsten Wochen soll dazu eine Abstimmung in einem speziellen Ausschuss (Standing Committee on the Food Chain and Animal Health - SCFCAH) erfolgen.
Im SCFCAH sitzen Vertreter der nationalen Regierungen, meist aus Landwirtschaftsministerien. Es ist der selbe Ausschuss, in dem sich Deutschland kürzlich bei einer Abstimmung über die Zulassung von geändertem Mais vom Konzern Syngenta der Stimme enthielt - und so die Chancen auf eine Markteinführung vergrößerte.
Kritiker sehen das momentane Verfahren für die Risikoprüfung von GVO nur wegen der Einflussnahme durch Lobbyisten der agrochemischen Industrie so angewandt, um Zulassungen leichter zu bekommen. Durch die schwammigen Formulierungen im Kommissionsentwurf könnten sogar die 90-Tage-Tests (Fütterungsstudien über 90 Tage) künftig wegfallen.

Zum Nachdenken

Ein alter Mann ging bei Sonnenuntergang den Strand entlang und sah vor sich einen jungen Mann, der Seesterne aufhob und ins Meer warf. Nachdem er ihn schließlich eingeholt hatte, fragte er ihn, warum er das denn tue. Die Antwort war: "Die gestrandeten Seesterne sterben, wenn sie bis Sonnenaufgang hier liegen bleiben." Der alte Mann erwiderte: "Aber der Strand ist viele, viele Kilometer lang und Tausende von Seesterne liegen hier. Was macht es also für einen Unterschied, wenn Du Dich abmühst?" Der junge Mann blickte auf den Seestern in seiner Hand und warf ihn in die rettenden Wellen. Dann meinte er:
"Für diesen hier macht es einen Unterschied!"

Mittwoch, 19. September 2012

Gentechnik-Kurznachrichten

Französische Wissenschaftler haben eine 2-jährige Studie an Ratten zu Gentechnik-Mais durchgeführt.
Das Ergebnis: Die Fütterung mit gentechnisch verändertem Mais führt bei Ratten zu schweren Krankheiten und Tod.
In der Studie starben die Ratten, die gentechnisch veränderten Mais bekamen, deutlich früher als ihre Artgenossen, die normales Futter bekamen.
Die Ratten bekamen den gentechnisch veränderten Mais NK603 von Monsanto zu fressen.
In der Gruppe, die den GVO-Mais zu fressen bekam, starben 50 % der Männchen und 70 % der Weibchen frühzeitig. Krebs war die häufigste Todesursache, bei den Weibchen hauptsächlich Brustkrebs und bei den Männchen Haut- oder Nierenkrebs.
Unternehmen wie Monsanto führen für ihre Anträge auf Zulassung von Gentechnik-Produkten meist nur sehr kurze Fütterungsstudien von drei Monaten durch und töten die Versuchstiere oft, bevor die Folgen der Gentechnikfütterung überhaupt erkennbar werden.

Bio - ja oder nein?

Wer die Talkrunde mit Günther Jauch in der ARD mit dem Titel "Der große Bioschwindel - Wie gut ist Öko wirklich?" gesehen hat und (jetzt) an Bio zweifelt, sollte wissen, dass folgendes in dieser Sendung unterschlagen worden ist:

"1. Im Biolandbau werden keine synthetischen Pflanzenschutzmittel eingesetzt, und Bio-Lebensmittel enthalten unbestritten und amtlich bestätigt nur in Ausnahmefällen Spuren von Rückständen.
2. Auch wenn Udo Pollmer in der Talkshow einmal mehr das Gegenteil behauptete: Im Biolandbau gibt es keine Gentechnik.
3. Im Biolandbau werden keine mineralischen Düngemittel eingesetzt. Das schont Boden und Wasser und erspart der Gesellschaft hohe Kosten bei der Sanierung von Gewässern, Grundwasser und Böden. Höchster Wert wird darauf gelegt, die Fruchtbarkeit der Böden zu erhalten oder zu steigern. Das ist nachhaltig im besten Sinne.
4. Die Sendung machte deutlich, dass in der konventionellen Haltung noch immer Tonnen an Antibiotika verabreicht werden. Biobauern dagegen stärken das Immunsystem ihrer Tiere durch gute Hygiene und artgerechte Haltung. Ist eine Behandlung notwendig, kommen vorrangig homöopathische Mittel und naturheilkundliche Methoden zum Einsatz.
5. Weil die industrialisierte Landwirtschaft zugunsten von Tieren und Pflanzen mit Höchstleistung viele robuste und an bestimmte Standorte angepasste Rassen und Sorten verdrängt hat, engagieren sich heute zahlreiche Biohöfe in der langwierigen Züchtungsarbeit, angepasst an die Bedingungen des Ökolandbaus.
6. Die Tierhaltung im Biolandbau orientiert sich an den Bedürfnissen der Tiere. Die Bio-Anbauverbände haben für jede Art besonders strenge Richtlinien formuliert. Kunden im Bio-Fachhandel haben viele Möglichkeiten, sich davon persönlich zu überzeugen, zum Beispiel bei Hoffesten oder Führungen. Viele Höfe bieten auch Programme für Schulklassen oder Gruppen an.
7. Die EG-Öko-Verordnung erlaubt nur 47 der über 350 für die konventionelle Lebensmittelverarbeitung zugelassenen Hilfs- und Zusatzstoffen, die Anbauverbände sind noch strenger."

Obrige Aufstellung siehe Stellungnahme vom "Bundesverband Naturkost Naturwaren".
Bio ist also "in Wahrheit ein Konzept mit Hand und Fuß, das Ressourcen wie Wasser, Boden, Luft und das Klima schont, ausgerichtet auf eine über Jahrhunderte nachhaltige Bewirtschaftung unseres Planeten und die Ernährung aller Menschen."

Auch der "Bund ökologische Lebensmittelwirtschaft" hat dazu Fakten zur aktuellen Debatte auf seine Homepage gestellt, z. B.
"....einige Berichte und Sendungen zeichnen sich durch mangelhafte Recherche, Unwissen oder bewusste Verdrehung von Tatsachen aus als durch objektive Berichterstattung und sachliche Information.
....der Ökolandbau führt zu einer höheren biologischen Aktivität im Boden, erhält das Bodengefüge und verringert Bodenverluste. Die gesteigerte Wasserspeicherkapazität des Bodens trägt zum Schutz vor Hochwasser bei. Ausgeglichenere Nährstoffbilanzen reduzieren die Versauerung der Böden und den Eintrag von Nährstoffen in die Gewässer.
....Würden die Deutschen gemäß den Empfehlungen der deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) weniger Fleisch und dafür mehr Gemüse und Obst essen, könnte schon jetzt der gesamte Bedarf an Lebensmitteln in Deutschland mit Bio-Anbau gedeckt werden und es blieben noch drei Millionen Hektar Land übrig, die z.B. für den Anbau von nachwachsenden Rohstoffen genutzt werden könnten.
....Menschen, die sich überwiegend mit Bio-Lebensmitteln ernähren, pflegen einen gesünderen Lebensstil und die Erzeugung von Bio-Lebensmittel führt zu einer unbelasteten und vielgestaltigen Umwelt."

Außerdem hat der "Bund ökologische Lebensmittelwirtschaft" eine Broschüre heraus gebracht, in der 28 Fragen zum Öko-Landbau und Bio-Lebensmitteln beantwortet werden.

Verlasst euch also bitte nicht auf den Standpunkt, den die Medien versuchen zu verbreiten (dieser spiegelt meist die Ansichten der großen Industriebetriebe wider) und bildet euch selbst eine Meinung!

Zitat des Tages

"Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen.
Kannst du es nicht lösen, dann mache kein Problem daraus." - Buddha

Montag, 17. September 2012

Gentechnik-Kurznachrichten

In Australien wird zur Zeit gentechnisch veränderter Weizen zu Testzwecken angebaut. Verschiedene Wissenschaftler haben öffentlich zugängliche Daten dazu untersucht und kommen zu dem Ergebnis, dass bei dem Verzehr dieses Weizens möglicherweise tödliche Leberschäden drohen. Ein Molekül in diesem GVO-Weizen führt im menschlichen Körper zur Verringerung der Glykogen-Produktion. Ein Mangel an Glykogen kann eine vergrößerte Leber / eine Zirrhose zur Folge haben (mit Glykogenspeicherkrankheit geborene Kinder sterben meist im Alter von 5). Ursache dafür ist die Ähnlichkeit zwischen menschlichen Genen und den Genen, die in diesem Getreide haufenweise von den Wissenschaftlern gefunden wurden. Zu den Geldgebern dieses Testanbaus gehören unter anderem die Agrochemiekonzerne Monsanto und Bayer.

Zitat des Tages

"Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken.
Mit unseren Gedanken formen wir die Welt." - Buddha

Samstag, 15. September 2012

Zitat des Tages

"Wir brauchen nicht so fortzuleben wie wir gestern gelebt haben. Machen wir uns von dieser Anschauung los, und tausend Möglichkeiten laden uns zu neuem Leben ein" - Christian Morgenstern

Freitag, 14. September 2012

Pig Vision - ein Film der zum Nachdenken anregt

Die Geschichte von zwei Schweinebrüdern - einer im Mastbetrieb, einer wird befreit und darf sein Leben auf einem Gnadenhof verbringen (Film aus Österreich):

Gentechnik-Kurznachrichten

Das Saarland will offiziell auf Gentechnik verzichten und tritt dazu in den nächsten Wochen dem europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen (European GMO-Free Regions Network) bei. Bislang sind folgende Bundesländer diesem Netzwerk beigetreten: Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Neben dem Saarland wurden auch in Berlin, Hamburg und Bremen bislang keine gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut oder zu wissenschaftlichen Zwecken ausgebracht.

Donnerstag, 13. September 2012

Buchtipp

Das Buch "Anständig essen" von Karven Duve habe ich in 2 Tagen durchgelesen, so toll ist es :-). Deshalb möchte ich euch dieses Buch sehr empfehlen:
Ein Zitat von NDR zu diesem Buch lautet "Nach der Lektüre werden Sie ein anderer sein" - da kann ich nur zustimmen - wenn ich nicht vorher schon Vegetarierin und Bio-Käuferin geworden wäre, dann wäre die Entscheidung spätestens danach gefallen. Das Buch ist sehr interessant für alle, die ihre Ernährung ändern wollen (in welche Richtung auch immer), für frisch gebackene Vegetarier und für Vegetarier, die einen Schritt weiter zum Veganismus unternehmen möchten.
Karen Duve probiert nacheinander Bio-Lebensmittel, Vegetarismus, Veganismus und als Frutarier zu leben aus. Danach entscheidet sie sich, wie es weiter geht.




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