Mittwoch, 27. Februar 2013

Zum aktuellen "Pferdefleisch-Skandal"...

Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat schon einige Erfahrung darin, sich medienwirksam zu empören. Der jüngste „Pferdefleischskandal“ steht in einer Reihe von Skandalen, die in ihre Amtszeit fallen. Nach Gammelfleisch, Dioxin in Hühnereiern, antibiotikaresistenten Bakterien auf Hähnchenfleisch und den jüngsten Ermittlungen wegen falsch deklarierter Bio-Eier folgt die mittlerweile oft erprobte Empörungsrhetorik der Ministerin. In beeindruckender Regelmäßigkeit kündigt sie „Aktionspläne“, „Frühwarnsysteme“ und „Prüfaufträge“ an. Den Pferdefleisch-Skandal nennt sie eine „Sauerei“.Dabei geht die öffentliche Empörung am eigentlichen Skandal vorbei. Laut SPIEGEL ONLINE werden pro Jahr 40.000 Pferde zum Teil tausende Kilometer quer durch Europa transportiert, bevor sie zum Beispiel in der süditalienischen Region Puglia geschlachtet werden. Die EU schreibt zwar eine Transporthöchstdauer von acht Stunden vor - diese kann aber unter bestimmten Bedingungen unbegrenzt verlängert werden. Dabei wird auf das Tierwohl sowohl bei der Haltung als auch beim Transport wenig Rücksicht genommen: Kranke und verletzte Pferde - teilweise mit offenen Beinbrüchen - werden in Transportfahrzeuge gepfercht und dann sich selbst überlassen. Auf dem langen Transport zum Schlachthof fehlen oft Wasser und Futter. Da die veterinärärztlichen Grenzkontrollen im Zuge der EU-Erweiterungen eingestellt wurden, kann sich die Profitgier fast uneingeschränkt Bahn brechen.

Dagegen sind die Auswirkungen auf die getäuschten Verbraucher fast schon eine Lappalie. Natürlich ist es keinesfalls in Ordnung, dass Pferdefleisch drin ist, wo Rindfleisch drauf steht, zumal es in Deutschland – anders als in vielen anderen Ländern – nicht als Delikatesse gilt. Zudem kann das Pferdefleisch Rückstände des Schmerzmittels Phenylbutazon enthalten, das im Pferdesport als Schmerzmittel zum Einsatz kommt. So wurden zum Beispiel in französischen Tiefkühlprodukten mit Pferdefleischanteil Reste des Mittels nachgewiesen, das in der Humanmedizin gegen Rheuma eingesetzt wird. Trotzdem stellen Regierung und Opposition, Medien und Öffentlichkeit ein überschaubares Risiko für den Menschen über millionenfaches Tierleid.

Die öffentliche Debatte dreht sich um getäuschte Verbraucher, Frühwarnsysteme, Aktionspläne und die Einführung von DNA-Tests auf EU-Ebene. Strengere Tierschutzregeln und eine bessere Kontrolle der Haltungs- und Transportbedingungen gehören nicht dazu. Und so steht zu erwarten, dass am Ende wieder nichts erreicht wird. Während in Deutschland und der EU diskutiert wird, treten weiter tausende Pferde ihren Weg zur Schlachtung quer durch Europa an. Daran soll sich erkennbar nichts ändern und das ist die eigentliche „Sauerei“.

Quelle: ProVieh e.V.

Gentechnik-Kurznachrichten

Das deutsche Agrochemie-Unternehmen Bayer CropScience will auch dieses Jahr wieder vier gentechnisch veränderte Baumwoll-Sorten in Spanien testen. Die Freilandversuche sollen in den Provinzen Sevilla und Tarragona an mehreren Standorten mit jeweils 3.000 Quadratmetern stattfinden. Eine spanische Behörde muss dem Vorhaben noch zustimmen. Spanien ist derzeit das einzige EU-Land, in dem Gentechnik-Pflanzen in nennenswertem Umfang wachsen.
Von März an soll die transgene Baumwolle für ein Jahr freigesetzt werden. Dabei handelt es sich um die Sorten LLCotton25, GHB614, T304-40 und GHB119. Alle vier sind resistent gegen chemische Spritzmittel, die beiden Letzteren produzieren außerdem auch ein eigenes Gift gegen Schädlinge, das sie permanent absondern. Diese Eigenschaft stammt von einem Bakterium, dem Bacillus thuringiensis (Bt), dessen Gene in die Pflanze eingesetzt sind. Unabhängige Wissenschaftler haben sich mehrfach kritisch zu dieser Technologie geäußert. Sie befürchten, dass Schmetterlinge und andere Insekten geschädigt werden.
Bayer hat die Gentech-Baumwolle auch in den vergangenen Jahren in Spanien getestet. Dabei ging es allerdings um die Auswirkungen auf die Umwelt und die Effizienz der Pflanzen. Die neuen Experimente haben zum Ziel, „Referenzmaterial“ zu produzieren. Mit negativen Effekten rechnet der Konzern erwartungsgemäß nicht. Es werde Abstände von 800 Metern zu anderen Feldern geben, ein Gentransfer auf andere Pflanzen sei unwahrscheinlich. Die genetische Veränderung „scheint stabil“, heißt es in den Antragsformularen. Drei Viertel der weltweiten Baumwoll-Produktion stammt heute von transgenen Pflanzen. In Indien, einem der wichtigsten Anbauländer, warnen Umwelt- und Bauernorganisationen vor den Folgen für biologische Vielfalt und die wirtschaftliche Situation der Landwirte, die über Lizenzverträge in Abhängigkeit von den Herstellern geraten.

Dienstag, 26. Februar 2013

Gentechnik-Kurznachrichten

Eine für diesen Monat geplante Abstimmung über das Verbot bienen-gefährdender Pestizide ist auf frühestens März verschoben worden. Das berichtet die Zeitung „Schweizer Bauer“ nach einer Agenturmeldung. Ein Sprecher erklärte, es seien weitere Verhandlungen mit den Mitgliedsstaaten nötig. Kritik an dem geplanten Verbot war beispielsweise aus Polen gekommen. Ein grüner Europaabgeordneter warf der Kommission hingegen vor, sie knicke vor der Agrar-Lobby ein.
Ende Januar hatte Gesundheitskommissar Tonio Borg ein zweijähriges Verbot sogenannter Neonikotinoide in Aussicht gestellt. Diese gelten als hochgiftig für Insekten, auch für die unersetzlichen Bienen. Das Saatgut von Ackerpflanzen wird mit dem Beizmittel behandelt, um Schädlinge in Schach zu halten. Umweltverbände hatten kritisiert, dass das Verbot nur für einige Pflanzen wie Sonnenblumen, Raps, Mais und Baumwolle gelten soll.
Wann die Abstimmung nun statt finden wird, ist noch unklar. Dem Medienbericht zufolge sperrt sich vor allem Polen gegen das Aus für die Neonikotinoide. Das Institut für Pflanzenschutz warnt vor hohen Ernteausfällen. Polnische Bienenzüchter befürworteten das Verbot hingegen. Auch für die Bauern seien die Insekten schließlich sehr wichtig.
Der grüne EU-Abgeordnete Martin Häusling kritisierte die Kommission. „Wieder einmal kneift die EU-Kommission vor den Chemiekonzernen“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Man duckt sich weg, nur weil Konzerne wie Bayer und Syngenta angekündigt haben, gegen ein Verbot klagen zu wollen und mit leeren Drohungen operieren.“ Häusling verwies auch auf die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA. Diese hatte die Neonikotinoide als riskant für Bienen eingestuft.

Gemüse-Cashew-Curry

Zutaten für 2 Personen:
- 400 ml Kokosmilch
- 75 g Cashewnüsse
- 1/2 TL Sojasoße
- 3 TL Thai-Curry-Paste
  (alternativ 1 - 2 TL Currypulver)
- 90 g Maiskölbchen
- 1 kleiner Brokkoli (altern. ohne Mais: 1 großer)
- 180 g grüne Bohnen
- 2 TL Basilikum
- 1 TL Koriander gemahlen




Maiskölbchen und Bohnen klein schneiden (bzw. auftauen lassen), Brokkoli in Röschen teilen, Cashewnüsse evtl. grob hacken.
Die Currypaste in einer Pfanne verteilen und erwärmen, bis sich das Aroma entfaltet
(bzw. kurz das Currypulver anbraten).
Kokosmilch, Sojasoße, Maiskölbchen, Brokkoli, Bohnen, Basilikum und Koriander dazu geben.
Offen 10 - 15 min. bei geringer - mittlerer Hitze köcheln lassen (bis das Gemüse gar ist).
Danach die Cashews untermischen.

Dazu passt z. B. Reis.

Guten Appetit!

Montag, 25. Februar 2013

Zitat des Tages

"Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt." - Buddha

Nudeln mit Tomaten-Pesto und Bohnen

Zutaten für 2 Personen:
- 300 g Nudeln
- 120 g getrocknete Tomaten in Öl*
- 80 g gemahlene Mandeln
- 200 g (TK-)Bohnen
- 2 - 3 kleine Tomaten
- 1 EL Oregano
- 1 EL Majoran
- Salz, Pfeffer





Die getrockneten Tomaten grob zerkleinern, mit den Mandeln und 1 EL Öl (von den getrockneten Tomaten) im Mixer zu einer glatten Paste verrühren. TK-Bohnen auftauen / frische Bohnen blanchieren. Die frischen Tomaten würfeln. Nudeln nach Packungsanleitung kochen.

Die Tomaten-Mandel-Paste in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze darin verteilen. Nach 1 min. die gewürfelten Tomaten, Oregano und Majoran dazu geben. Salzen und pfeffern. Die Bohnen hinein geben und ca. 3 min. unter Rühren bei mittlerer bis hoher Hitze erwärmen lassen (wenn das Pesto noch etwas zu trocken ist, einfach ein wenig Wasser einrühren). Die Nudeln mit in die Pfanne geben und gut durchmischen.

Guten Appetit!


☛ Tipp: auch ohne Bohnen gut!


*alternativ nicht in Öl, dann einfach 1 EL anderes Öl dazu geben

Freitag, 22. Februar 2013

Zum Nachdenken

"Unsere größte Angst ist nicht, unzulänglich zu sein. Unsere größte Angst ist, über unsere Vorstellung hinaus kraftvoll zu sein. Unser Licht, nicht unsere Dunkelheit ängstigt uns am meisten. Wir fragen uns: wer bin ich denn, dass ich so brilliant sein soll? Aber wer bist du, es nicht zu sein? Du bist ein Kind Gottes. Es dient der Welt nicht, wenn du dich klein machst. Sich klein zu machen, nur damit andere um dich sich nicht unsicher fühlen, hat nichts erleuchtetes. Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes, der in uns ist, zu manifestieren. Er ist nicht nur in einigen von uns, er ist in jedem einzelnen. Und wenn wir unser Licht scheinen lassen, geben wir anderen unbewusst damit die Erlaubnis, es auch zu tun. Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch die anderen."


Aus dem Buch "Rückkehr zur Liebe" von Marianne Williamson - zitiert von Nelson Mandela in seiner Antrittsrede im Jahr 1994

Donnerstag, 21. Februar 2013

Gemüse-Reis-Suppe

Zutaten für 2 - 4 Personen (je nach Hunger):
- 125 - 150 g Reis
- 1 Zucchini
- 1 Dose gemischte Bohnen - 240 g
  (oder Bohnen /   Erbsen nach Wahl)
- 4 Karotten
- 300 g Tomaten
- 500 ml Gemüsebrühe
- ca. 200 g passierte Tomaten
- 1 TL Rosmarin
- 1 TL Basilikum
- Salz, Pfeffer

Reis nach Packungsanleitung garen.
Karotten und Zucchini klein schneiden. Tomaten würfeln.
In einem Topf Zucchini, Karotten und Rosmarin ein paar Min. anbraten. 100 ml Brühe und Basilikum dazu geben und kurz andünsten lassen. Den Rest der Brühe, passierte Tomaten, Bohnen und Tomatenwürfel dazu geben, aufkochen und ein paar Min. bei geringer - mittlerer Hitze köcheln lassen. Zum Schluss den Reis hinein geben, evtl. noch etwas erwärmen und mit Salz & Pfeffer abschmecken.

Guten Appetit!

Mittwoch, 20. Februar 2013

Gentechnik-Kurznachrichten

In Hannover haben SPD und Grüne gestern ihren Koalitionsvertrag unterzeichnet. Die künftige Landesregierung will demnach „alle Möglichkeiten ausschöpfen, Niedersachsen
gentechnikfrei zu halten und dafür keine Fördermittel bereitstellen.“ Das umstrittene Programm HannoverGEN, bei dem Schüler in Laboren an das Thema Agro-Gentechnik herangeführt werden, soll beendet werden. Kritiker sehen darin ein „Gentechnik-Werbe-Projekt“.
Laut Koalitionsvertrag wollen die Regierungspartner den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen auf Landesflächen ausschließen und dem Bündnis der gentechnikfreien Regionen beitreten. Dazu gehören neben vielen Gemeinden und Regionen der EU auch die Bundesländer Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Schleswig-Holstein und das Saarland.
Einer Verwässerung des Gentechnikgesetzes des Bundes will die neue niedersächsische Regierung entgegen treten. Auch werde man sich im Bundesrat für eine Umsetzung des Verursacherprinzips einsetzen. Derzeit tragen Landwirte, die ohne Gentechnik arbeiten, das Risiko von Verunreinigungen ihrer Pflanzen und Ernten selbst. Nach dem Willen der Koalitionäre sollen künftig diejenigen, die die gentechnische Kontamination verursacht haben, für den Schaden aufkommen. Rot-Grün hält auch an der Nulltoleranz von nicht zugelassenen Gentechnik-Organismen in Lebensmitteln fest. Industrie und Importeure drängen auf eine Aufweichung der Bestimmung. Bei Futtermitteln wurde die Nulltoleranz bereits 2011 aufgehoben – mit deutscher Unterstützung.
Außerdem haben sich SPD und Grüne darauf geeinigt, das Projekt HannoverGEN zu stoppen. Die Vorgängerregierung von CDU und FDP hatte beschlossen, Labore an Schulen einzurichten, in denen die Schüler mit der Gentechnik experimentieren konnten. Es war auch darüber nachgedacht worden, das Programm für 13 Millionen Euro deutlich auszuweiten. Kritiker hatten vermutet, dass damit eine „Akzeptanzbeschaffung für die Agro-Gentechnik“ erreicht werden sollte. Greenpeace Hannover begrüßte daher die Entscheidung der künftigen Regierung. „Schwarz-Gelb hingegen hat in der Vergangenheit auf perfide Weise den Ausstattungsmangel der Schulen ausgenutzt und diese mit modernen Laboren gelockt und im Gegenzug zu einseitig ausgerichteten Gentechnik-Unterricht verpflichtet," erklärte Sprecher David Petersen. „Es ist daher nur konsequent, dieses zweifelhafte Schulprojekt zu stoppen. Rot-Grün muss unbedingt wieder eine ausgewogene und umfassende Bildung sicherstellen und die nötigen Voraussetzungen für einen modernen Unterricht schaffen.“
Der Koalitionsvertrag steht im Zeichen einer nachhaltigeren Landwirtschaft. So soll die Ansiedlung großer Mastbetriebe, von denen es in Niedersachsen viele gibt, erschwert werden. Den grassierenden Einsatz von Antibiotika will Rot-Grün innerhalb von fünf Jahren um mehr als 50 Prozent verringern. Ansonsten drohe eine „Verbreitung auch der für den Menschen gefährlichen multiresistenten Krankheitserreger.“

Montag, 18. Februar 2013

VeggieWorld 2013 Wiesbaden

Am Samstag war ich (mit meinem Flexi) auf der VeggieWorld in Wiesbaden. Es gab fast überall etwas zu probieren, so dass wir einige neue Leckereien für uns entdeckt haben (bald folgt die Großbestellung... ;-) ). Auch sonst gab es sehr viele Dinge zu entdecken und zu bestaunen, auch bei der angrenzenden Paracelsus-Messe. Der Besuch war wirklich lohnenswert!
Hier ein paar Eindrücke von der Messe:

Der Stand von "alles-vegetarisch.de"

"Garden Gourmet" + "Sea Shepherd"

"Sea Shepherd"

"Bruna" - sehr leckeres veganes Eis

"Albert-Schweitzer-Stiftung"


Beim Stand von "Wheaty" hatten die Mitarbeiter alle Hände voll zu tun, Probierhäppchen nachzulegen


Die Vorträge waren sehr gut besucht, im Bild ein Vortrag von Mahi Klosterhalfen
(Albert-Schweitzer-Stiftung)




Ein Vortrag von Kurt Schmidinger (die gesamte Präsentation erhältlich unter FutureFood)

Wart ihr auch dort? Wie empfandet ihr die Messe?

Freitag, 15. Februar 2013

Vorfreude

Seit heute findet in Wiesbaden die Veggieworld 2013 statt.
Morgen werde ich die Veggieworld zum 1. Mal auch besuchen (jippie!).
Vielleicht sieht man sich ja (bei der Gelegenheit teste ich gleich meinen neuen Rucksack,
den ich mir zum Wandern gekauft habe - da passen viele Veggie-Sachen rein...) :-)

Gemüse-Linsen-Bällchen

Zutaten für ca. 30 St.:
- 1 Zwiebel
- 2 Karotten
- 2 Selleriestangen
- 225 g rote Linsen
- 600 ml Gemüsebrühe
- 125 g Semmelbrösel
- ca. 50 g gemahlene / fein gehackte
  Cashewnüsse
- Ei-Ersatz für 1 Ei (z. B. 3Pauly)
- 2 - 3 Prisen Cayennepfeffer
- 4 1/2 TL Thai-Currypaste
- 2 EL Tomatenmark
- 1 - 2 EL Koriander gemahlen
- etwas Öl
- Garam Masala
- Salz, Pfeffer

Zwiebel, Karotten und Selleriestangen in feine Würfel schneiden. Mit Cayennepfeffer zusammen in einer Pfanne anbraten. Currypaste und Linsen hinzu geben. Tomatenmark einrühren und mit Brühe ablöschen. Zum Kochen bringen und ca. 20 min. zugedeckt bei geringer Hitze köcheln lassen, bis die Linsen gar sind und die ganze Flüssigkeit aufgenommen haben. Die Pfanne von der Herdplatte nehmen. Semmelbrösel, Nüsse, Koriander, Ei-Ersatz, Salz und Pfeffer hinzu geben und gut durchmischen. Alles abkühlen lassen und mit den Händen / 2 Löffeln daraus Bällchen formen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Mit etwas Öl beträufeln und mit Garam Masala bestreuen.
Im vorgeheizten Backofen bei 180 ° Ober-/ Unterhitze ca. 20 min. backen.

Die Bällchen eignen sich wunderbar für ein Buffet oder als Hauptgericht, z. B. mit Salat.

Guten Appetit!

Dienstag, 12. Februar 2013

Zitat des Tages

"Der Mensch ist ein Teil der Natur und nicht etwas, das zu ihr im Widerspruch steht"
- Bertrand Russell

Montag, 11. Februar 2013

Gentechnik-Kurznachrichten

Ab diesem Frühjahr sollen an verschiedenen Standorten in der EU Experimente mit gentechnisch veränderten Pflanzen stattfinden. Die Europäische Kommission hat heute entsprechende Anträge veröffentlicht, darüber entscheiden werden nationale Behörden. Während der Agrochemiekonzern Monsanto in Rumänien einen Gentechnik-Mais testen will, plant ein französisches Forschungsinstitut die Freisetzung von transgenen Pappeln.
Bei dem Mais, den Monsanto an fünf Orten in Rumänien auf je 2.500 bzw. 5.000 Quadratmetern erproben will, handelt es sich um eine Kreuzung aus zwei gentechnisch veränderten Sorten. Das Endresultat heißt NK603 x MON810 und ist resistent gegen das Spritzmittel Glyphosat, das von Monsanto hergestellt wird. Gleichzeitig setzt die Pflanze permanent ein eigenes Gift frei, um Insekten wie den Maiszünsler zu töten.
Der Freiland-Versuch ist auf vier Jahre angelegt und soll im April beginnen. Risiken für Umwelt und Gesundheit bestünden keine, behauptet Monsanto. Vorsichtsmaßnahmen seien daher unnötig, trotzdem werde man den Standort aber „regelmäßig“ prüfen. Etwaige negative Auswirkungen könnten durch „visuelle Inspektion“ - also durch bloßes Ansehen – festgestellt werden, ist sich der Weltkonzern sicher. In so einem Fall werde man die zuständige Behörde natürlich umgehend informieren.
In Frankreich will das nationale Agrarforschungsinstitut INRA (Institut national de la recherche agronomique) bis 2017 erneut mit gentechnisch veränderten Bäumen experimentieren. In der Gemeinde Saint Cyr en Val im zentralen Departement Loiret sollen bis 2017 Gentech-Pappeln auf 1.360 Quadratmetern wachsen. Durch die Veränderung des Erbguts könne die Qualität oder Menge des Lignins gesteuert werden. Der Stoff sorgt für die Festigkeit von Holz. Außerdem wurde den Pappeln ein Antibiotika-Resistenzgen eingebaut. Dies wird von Umweltorganisationen als riskant eingestuft, da es die zunehmende Verbreitung widerstandsfähiger Keime befeuern könnte. In China wurde erst kürzlich der Fund von antibiotika-resistenten Bakterien in wichtigen Flüssen gemeldet. Die Forscher führten dies teils auf transgene DNA aus Laboren und von Gentechnik-Feldern zurück.
Eine unkontrollierte Vermehrung der Gentechnik-Pappeln müsse nicht befürchtet werden, so die Wissenschaftler des INRA. Es würden nur weibliche Bäume freigesetzt, die keinen Pollen produzierten. Blüten an den Bäumen würden entfernt, so dass sie nicht befruchtet werden könnten. Am Ende des Versuchs würden die Pappeln gefällt und die Wurzeln anschließend mit Glyphosat zerstört. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) warnt allerdings vor der gentechnischen Veränderung von Bäumen. „Der Anbau transgener Bäume ist keine geeignete Lösung, um schnell Biomasse zu generieren. Die langfristigen Folgen für Natur und Umwelt sind unabsehbar“, erklärte NABU-Präsident Olaf Tschimpke im Jahr 2010. Das Institut Testbiotech schrieb im selben Jahr, weibliche Pappeln produzierten Millionen von Samen, die wie der Pollen der männlichen Bäume vom Wind verbreitet würden. Eine gentechnische Kontamination anderer Pappeln könne daher nicht ausgeschlossen werden.

Mittwoch, 6. Februar 2013

Lebensmittel teilen statt wegwerfen

Eine tolle Plattform, bei der ihr Lebensmittel spenden könnt, statt sie weg zu werfen.
Unbedingt mal reinschauen (ich habe auch schon ein paar Dinge eingestellt):

Montag, 4. Februar 2013

Gentechnik-Kurznachrichten

Nach fast 20 Jahren kommerziellem Gentechnik-Anbau in den USA hat Christoph Then Bilanz gezogen – und die fällt vernichtend aus. Im Auftrag des Europaabgeordneten Martin Häusling (Grüne) wertete der Biotechnologie-Experte offizielle Zahlen und frei zugängliche Daten aus. Das Ergebnis: Während die Landwirte wegen der gentechnisch veränderten Pflanzen mit giftresistenten Unkräutern und Schädlingen zu kämpfen haben, fahren Agrochemieunternehmen Milliardengewinne ein. Die biologische Vielfalt nehme ab, in manchen Regionen des Gentechnik-Mutterlandes sei gentechnikfreier oder gar ökologischer Landbau nicht mehr möglich. Anfangs klangen die Werbesprüche der Gentechnik-Hersteller für amerikanische Bauern vielversprechend. Weniger Pestizide, weniger Kosten, weniger Arbeit – alles dank der speziell an ein Spritzmittel angepassten Pflanzen. Mühsame Unkrautbekämpfung oder das Einhalten von Fruchtfolgen schienen unnötig, denn auf den riesigen Mais-, Soja- und Baumwoll-Plantagen reichte es, das von den Firmen gleich mitgelieferte Gift, meist Glyphosat, auszubringen – die Gentechnik-Pflanzen hielten das aus, die Schädlinge nicht. Doch mittlerweile haben sich Letztere angepasst – mit schwerwiegenden Folgen für die Bauern. Sie müssen immer mehr Spritzmittel einsetzen und teilweise das Unkraut sogar wieder von Hand beseitigen. Die Industrie versucht, mit immer neuen High-Tech-Pflanzen gegenzusteuern. Monsanto und Dow brachten beispielsweise den „SmartStax“-Mais auf den US-Markt, der gegen zwei chemische Spritzmittel resistent ist und selbst einen ganzen Giftcocktail von sechs Insektiziden freisetzt. Genaue Daten zu dessen Verbreitung gebe es nicht, so Then. Laut den Herstellern werde er aber bereits großflächig angebaut. Im vergangenen Dezember hatte Then gewarnt, „SmartStax“ sei wegen der mangelnden Kontrollmöglichkeiten mit großer Wahrscheinlichkeit auch nach Europa gelangt. Für Martin Häusling ist die Entwicklung in den USA ein Negativbeispiel, dem die EU nicht folgen dürfe: „Es ist absehbar, dass dieser Wettlauf gegen die Natur vom Menschen mit diesen Methoden der Gentechnik nicht gewonnen werden kann.“ Der erhöhte Pestizidverbrauch belastet der Studie zufolge nicht nur Pflanzen und Böden, sondern auch die biologische Vielfalt. Bei manchen nützlichen Insekten, bestimmten Schmetterlingen beispielsweise, sei die Population um die Hälfte zurückgegangen. Die meisten Experten seien sich einig, dass der Gentechnik-Anbau und der einhergehende Gifteinsatz dafür verantwortlich ist, so Then. Gleichzeitig sind Firmen wie Monsanto zu dominanten Größen des Agrargeschäfts aufgestiegen. Und das nicht nur bei transgenen Pflanzen und Spritzmitteln: allein Monsanto kontrolliere heute über ein Viertel des weltweiten Markts für herkömmliches Saatgut. In den USA hat das für manche Landwirte schon sehr unangenehme Folgen, wie Häusling erläutert: „Patentverstöße werden in den USA radikal von Detektiven verfolgt und die Wiederaussaat, der so genannte Nachbau, kommt praktisch nicht mehr vor.“ Auch in Europa hat der US-Konzern viele Hersteller aufgekauft. Bei konventionellem Gemüse gehören ihm laut Studie beispielsweise 49 Prozent des Blumenkohl- und 36 Prozent des Tomatensaatguts.

Zitat des Tages

"Öffne der Veränderung Deine Arme, aber verliere dabei Deine Werte nicht aus den Augen."
- Dalai Lama

Gentechnik-Kurznachrichten

In den USA haben sich herbizidresistente Unkräuter im vergangenen Jahr wesentlich schneller ausgebreitet als im Jahr zuvor. Die Flächen, auf denen die „Superunkräuter“ wachsen, vergrößerten sich 2012 um 51 Prozent - 2011 waren es noch 25 Prozent, so eine Studie des Marktforschungsinstituts Stratus Agri-Marketing. In Interviews berichteten fast die Hälfte der befragten 3.000 Landwirte von diesem Problem. Seit fast zwei Jahrzehnten bauen US-Landwirte Gentechnik-Pflanzen in großen Monokulturen an.
Dem Institut zufolge waren im letzten Jahr über 24 Millionen Hektar Ackerfläche mit den herbizidresistenten Unkräutern bewachsen. Ein Jahr vorher waren es noch 16 Millionen Hektar gewesen. Besonders gravierend ist die Situation im Bundesstaat Georgia: dort sind 92 Prozent der Bauern betroffen. Im ganzen Land sind es 49 Prozent. Hinzu kommt, dass mehr als ein Viertel der Höfe bereits mit zwei und mehr resistenten Unkrautarten zu kämpfen hat.
US-amerikanische Landwirte arbeiten seit fast 20 Jahren mit gentechnisch veränderten Pflanzen. Diese sind meist resistent gegen die Spritzmittel der Firmen, die auch die Pflanzen entwickelt haben. Manche Pflanzen produzieren durch den biotechnologischen Eingriff selbst Gifte, um Insekten zu töten. Doch auch diese Schädlinge haben sich mittlerweile vielerorts angepasst. Eine Studie der Washington State Universität hatte letzten Oktober gezeigt, dass der Pestizideinsatz im Land seit der Einführung der sogenannten Grünen Gentechnik um sieben Prozent gestiegen ist. Die Folge sind höhere Kosten und mehr Arbeit für Bauern, die die „Superunkräuter“ teils per Hand entfernen müssen.
Gleichzeitig warnen Forscher des Nationalen Krebsinstituts und zweier US-Universitäten vor erhöhtem Krebsrisiko durch Pestizide. Es gebe „substantielle Belege“ dafür, dass Glyphosat, 2,4-D und andere Spritzmittel krebserregend seien, so die Wissenschaftler nach Auswertung von bis dato veröffentlichter Fachliteratur. Landwirte hätten in den USA beispielsweise ein höheres Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, als Bevölkerungsteile, die nicht mit Pflanzenschutzmitteln hantieren.
Unterdessen hat der Speiseeis-Hersteller Ben&Jerry's angekündigt, bis 2014 alle gentechnisch veränderten Inhaltsstoffe aus seinen Produkten zu entfernen. Für diese Entscheidung seien wissenschaftliche Erkenntnisse ausschlaggebend gewesen, so ein Manager des Unternehmens gegenüber der Zeitschrift Food Navigator. Er bezog sich dabei ausdrücklich auf Studien zum gestiegenen Pestizideinsatz. Auf Futtermittel aus gentechnikfreien Pflanzen wolle man aus Kostengründen aber noch nicht umstellen. Ben&Jerry's gehört zum global agierenden Lebensmittelkonzern Unilever. Dieser hatte 2012 einer Industrie-Kampagne 467.000 Dollar zur Verfügung gestellt, um eine verbindliche Gentechnik-Kennzeichnung in Kalifornien zu verhindern.
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