Sonntag, 30. Juni 2013

Vegan unterwegs

Zu "omnivor-Zeiten" habe ich nicht oft eine Currywurst gegessen, aber wenn, dann sehr gerne. Darauf muss ich jetzt auch als Veganerin nicht verzichten, denn es gibt ja das


 "Currywoschdhaus" in Fürth
(und mittlerweile auch in Neuendettelsau und Nürnberg)!

Das Currywoschhaus ist klein und fein (mit einem super netten Wirt), aber total empfehlenswert:



Es gibt verschiedene Currywurstvarianten (z. B. mit Zwiebeln, Bohnen, Sauerkraut, süß-sauer...), bei denen man sich jeweils entscheiden kann, ob man diese aus Schweinefleisch, Putenfleisch oder Tofu haben möchte. Zusätzlich gibt es noch mehrere Schärfegrad-Abstufungen (wer's gerne seeeehr scharf möchte).


Für den großen Hunger: die "Manhattan"-Tofu-Currywurst in XXL (Unterschied zur "normalen" Portion = 4 statt 2 Würste + mehr Pommes)

Wirklich waaaaaaaaahnsinnig lecker!!!

Currywoschdhaus
Fronmüllerstraße 82
90763 Fürth

Samstag, 29. Juni 2013

Gentechnik-Kurznachrichten

Gentechnisch veränderter Lachs steht in den USA vor der Zulassung als Lebensmittel. Die zuständige Behörde hielt es bislang nicht für nötig, dass Verbraucher diesen transgenen Lachs von konventionellem Fisch im Supermarkt unterscheiden können. Nun hat sich jedoch der Senat eingeschaltet – und sich in einer ersten Abstimmung knapp für eine Kennzeichnung ausgesprochen.
Mit 15 zu 14 Stimmen setzten sich in einem Ausschuss diejenigen Senatoren durch, die eine verpflichtende Kennzeichnung des Gentech-Lachs anstreben. Herbeigeführt wurde die Wahl von der republikanischen Senatorin Lisa Murkowski aus Alaska. Gegenwind kam vor allem von ihrem Parteikollegen Roy Blunt aus Missouri – dem Bundesstaat, in dem auch der Gentechnik-Konzern Monsanto seinen Sitz hat.
Als „historisch“ bezeichnete die Verbraucherorganisation Center for Food Safety das Abstimmungsergebnis. Es sei das erste mal, dass im US-Senat über eine verpflichtende Kennzeichnung eines Gentechnik-Lebensmittels entschieden worden sei. Bislang gibt es für Verbraucher im Land keine Möglichkeit, gentechnisch veränderte von herkömmlichen Produkten zu unterscheiden. Nun sei „ein großer Schritt vorwärts für Verbraucherrechte“ getan, so die Organisation. Sie hatte zuletzt eine Unterschriftenaktion organisiert, bei der sich zwei Millionen Bürger gegen die Markteinführung von transgenem Lachs aussprachen.
Bislang sind nirgends auf der Welt gentechnisch veränderte Tiere als Lebensmittel zugelassen. Die EU-Behörde EFSA hat jedoch vor kurzem Richtlinien für eine Risikobewertung - und damit auch die Voraussetzung für künftige Genehmigungen - geschaffen.

Freitag, 28. Juni 2013

Getagged!

Ich wurde von Leoni getagged.

Die Regeln:
1. Tagger verlinken
2. Fragen beantworten
3. Selbst 11 Fragen ausdenken
4. 10 Blogger mit unter 200 Lesern taggen

Dann fang ich mal mit Nr. 2 an:

1. Was machst du beruflich?
Ich bin Industriekauffrau

2. Schläfst du auf dem Bauch, auf der Seite, oder auf dem Rücken?
Am liebsten auf der Seite

3. Welchen Sport treibst du?
Rad fahren, Yoga

4. Lässt du dich gern bekochen, oder kochst du lieber selbst?
Beides! Meistens kochen mein Mann und ich gemeinsam, manchmal koche ich alleine, manchmal kocht er für mich (die leckeren Knusperkartoffel-Pfanne hat er z. B. für mich gekocht).

5. Was ist dein Lieblingsessen?
Mmmhh, schwere Frage - ich entdecke immer mehr tolle vegane Gerichte. Zu Omnivor-Zeiten war es Spaghetti Bolognese - ich glaube, das ist es immer noch, allerdings vegan :-).

6. Was war deine "gute Tat" des Tages?
Ich habe jemanden zum lachen gebracht

7. Wo findet dein nächster Urlaub statt?
Ganz bald wieder im schönen Kärnten (Österreich).

8. Gehst du lieber in die Sauna, oder schwimmen?
Ich gehe gerne schwimmen (mache ich irgendwie viel zu selten...). In die Sauna gehe ich nur, wenn es eine Textil-Sauna ist - und dann finde ich es auch total entspannend.

9. Lieber Süßspeise, oder deftige Hauptspeise?
Lieber eine deftige Hauptspeise. Auch wenn ich in letzter Zeit viele vegane "Backexperimente" mache, so habe ich seitdem ich vegetarisch lebe viel weniger Lust auf Süßes (seit ich vegan bin erst recht).

10. Bevorzugst du Sojamilch, Hafermilch, oder Mandelmilch?
Eindeutig die Sojamilch von Natumi. Ich habe mich schon durch viele Sorten durchprobiert - Sojamilch finde ich am besten (vielleicht finde ich ja noch eine Sorte von einer anderen Firma, die mir schmeckt). Mal sehen, was ich in meinem nächsten Urlaub so entdecke :-).

11. Zum Einschlafen: Ein Hörspiel hören, oder die abendliche Ruhe genießen?
Am liebsten einfach nur entspannen und die Ruhe genießen. Manchmal ist aber auch Entspannungsmusik nicht schlecht.

Auch erledigt, dann zu 3.:

1. Seit wann lebst du vegetarisch / vegan / rohköstlich (nennt man das so?) und warum?
2. Gibt es ein Gericht / ein Lebensmittel, dass du mit deiner neuen Ernährung entdeckt hast
    und das du nicht mehr missen möchtest?
3. Wie hat dein Umfeld auf deine Umstellung reagiert?
4. Was ist dein Lieblings-Buch / -Kochbuch?
5. Welche Dokumentation (Thema Ernährung) würdest du empfehlen?
6. Was ist deine Lieblingsmusik?
7. Frühaufsteher oder Nachteule?
8. Besitzt du ein Auto? Wenn ja, welches?
9. Was machst du am liebsten in deiner Freizeit?
10. Natur- oder Stadtmensch?
11. Sammelst du etwas? Wenn ja, was?


So, Leoni habe ich verlinkt, hier noch die 10 Blogger, die ich tagge :-):

- Christiane von "Vegan50plus"
- Miene von "My life with an omnivore"
- Anna von "The skinny bitch and I"
- Miriam von "Wurzelweber - natürlich Rohkost"
- Nini von "Nini und ihre Freunde"
- Frau Momo von "Einfach - vegan - leben"
- Sigrid von "Vegan genießen"
- Janine von "Veganine"
- Samantha von "Awesam vegan"
- Gesa von "EinzigartiGees"

Ich bin gespannt auf eure Antworten! :-)
BhaktiYogini


Montag, 24. Juni 2013

Knusperkartoffel-Pfanne

Zutaten für 2 Personen:
- 500 g Kartoffeln vorwiegend festk.
- 5 EL Öl
- 3 TL Rosmarin
- 2 Scheiben Wilmersburger Cheddar
  (oder anderer veganer Käse)
- 200 g Seitan
- 100 g Räuchertofu
- 1 EL Sojasoße
- Salz, Pfeffer





Kartoffeln säubern und mit Schale würfeln. Seitan und Räuchertofu ebenfalls würfeln.
In eine Pfanne ein wenig Wasser geben, salzen und darin die Kartoffeln mit geschlossenem Deckel 10 - 15 min. bei geringer Hitze garen. In der Zwischenzeit Seitan und Tofu in einer anderen Pfanne gut anbraten und mit Sojasoße ablöschen.
Den Deckel bei der Kartoffelpfanne abnehmen und evtl. noch vorhandenes Wasser verdampfen lassen. Das Öl mit Rosmarin vermischen und pfeffern, danach mit den Kartoffeln mischen und kross anbraten.
Den Käse auf die Kartoffeln geben und mit geschlossenem Deckel ca. 5 min. schmelzen lassen.
Die Seitan- und Tofuwürfel unter die Kartoffeln mischen.

Guten Appetit!

Gentechnik-Kurznachrichten

In die Debatte darum, was das geplante Freihandelsabkommen zwischen EU und USA im Bereich der Agro-Gentechnik bedeuten könnte, hat sich nun auch Bundeskanzlerin Angela Merkel eingeschaltet. „Wir wollen jetzt nicht einfach Standards minimieren“, beteuerte die Kanzlerin in ihrem Video-Podcast vom Samstag. Einige Tage zuvor war sie in Berlin mit US-Präsident Barack Obama zusammen gekommen. Sie sprachen auch über die kürzlich gestarteten Verhandlungen über niedrigere Zölle und gleiche Vorschriften für Waren und Dienstleistungen. Merkel erklärte in dem kurzen Video-Interview, viele sorgten sich vor einer Aufweichung der europäischen Gentechnik-Bestimmungen. Diese sollten jedoch nicht an die wesentlich laxeren US-Vorschriften angepasst werden, bestätigte die Kanzlerin. Letztlich müsse für beide Seiten ein akzeptabler Kompromiss heraus kommen. Ansonsten werde das Freihandelsabkommen in den nationalen Parlamenten durchfallen. Vor dem Obama-Besuch in Berlin hatten über 20 zivilgesellschaftliche Organisationen vor dem Abkommen zwischen USA und EU gewarnt. Die Abstimmung des europäischen Verhandlungsmandats sei intransparent und ohne Beteiligung der Bürger abgelaufen, kritisierten sie. Vor allem im Agrar-Bereich, bei Gentechnik und Fleischproduktion, seien „alle Errungenschaften des europäischen Verbraucherschutzes in Gefahr.“

Freitag, 21. Juni 2013

Politisches Versagen Mega-Schweinemastanlage Haßleben

Bestürzt reagiert die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt auf die heute bekannt gewordene Genehmigung der Schweinefabrik in Haßleben für mehr als 36.000 Tiere.
"Heute wurde die Schweinezucht- und -mastanlage im brandenburgischen Haßleben genehmigt. Die verantwortlichen Minister Tack (Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz; DIE LINKE) und Vogelsänger (Infrastruktur und Landwirtschaft; SPD) wollen ihre Verantwortung für die Genehmigung von sich schieben, indem sie sich auf eine »fachliche Entscheidung« berufen. Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt stellt jedoch klar, dass es sich um eine politische Entscheidung – zumindest des fahrlässigen Nichteingreifens – handelt, denn Ablehnungsgründe gab es zur Genüge. Zudem wurde durch eine Akteneinsicht bekannt, dass sich ein Abteilungsleiter aus dem brandenburgischen Umweltministerium massiv für die Genehmigung eingesetzt hat.
Die SPD schreibt in ihrem Wahlprogramm für die Bundestagswahl: »Die Intensivtierhaltung werden wir durch geeignete gesetzliche Maßnahmen zurückdrängen«. DIE LINKE schreibt: »Auch die Tierhaltung wollen wir verbessern. Haltungsformen müssen an die Tiere angepasst werden, nicht die Tiere an eine Haltungsform, die nur ökonomischer Effizienz verpflichtet ist«.
»Durch ihr Handeln bzw. Nichthandeln haben SPD und LINKE in Brandenburg gerade genau das Gegenteil dessen bewirkt, was sie auf Bundesebene versprechen. Ministerin Tack und Minister Vogelsänger ist eine Art unterlassener Hilfeleistung vorzuwerfen«, betont Mahi Klosterhalfen, geschäftsführender Vorstand der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt.
Im Vorfeld hatte die Stiftung durch einen Online-Appell versucht, Ministerin Tack doch noch zum Handeln zu bewegen. Den Appell unterzeichneten innerhalb von fünf Tagen 28.000 Menschen.
Doch der Kampf gegen die Genehmigung der Anlage ist noch nicht vorbei. Die Betroffenen vor Ort werden vor Gericht gegen die Genehmigung klagen. Da der beantragte Sofortvollzug nicht genehmigt wurde, darf der Investor die Anlage auch nicht in Betrieb nehmen."

Donnerstag, 20. Juni 2013

Möhren-Champignon-Pfanne mit Sprossen

Zutaten für 2 - 3 Personen:
- 200 - 300 g Reis
- 2 Möhren
- 1/2 Bund Lauchzwiebeln oder kl. Lauch
- 250 g Champignons
- 100 g Sojasprossen
- ca. 1 Hand voll Kürbiskerne
- ca. 1 Hand voll Haselnüsse
- 2 EL Sojasoße
- 1 - 2 Prisen Cayennepfeffer
- Pfeffer



Gemüse und Champignons klein schneiden. Sojasprossen abtropfen lassen.
Kürbiskerne und Haselnüsse evtl. in einer Pfanne rösten.
Reis nach Packungsanleitung zubereiten.

Möhren, Lauchzwiebeln und Champignons anbraten.
2 EL Wasser, Sojasoße, Cayennepfeffer und Pfeffer dazu geben,
offen ca. 5 min. auf geringer Hitze garen.
Die Sojasprossen zugeben und weitere ca. 5 min. garen.

Die Gemüse-Pfanne über den Reis geben und mit Kürbiskernen & Haselnüssen bestreuen.

Guten Appetit!

Mittwoch, 19. Juni 2013

Buchtipp

"Das Leben ist oft widersinnig: Wir bemühen uns einzuschlafen und liegen die halbe Nacht wach. Wir wollen den Menschen fürs Leben finden und bleiben solo. Und wer sich die größte Mühe gibt, wird dennoch nicht belohnt. Anhand von lebensnahen Beobachtungen, überraschenden Beispielen und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen erklärt Christian Ankowitsch, warum vieles genau andersherum läuft als geplant, und zeigt, wie man auf krummen Wegen oft besser zum Ziel kommt. Oder wussten Sie, dass sich die Sicherheit auf den Straßen erhöhen lässt, wenn man die Verkehrsschilder entfernt? Ein unentbehrliches Buch für alle, die die Kraft des Paradoxen verstehen und nutzen wollen"


"Mach's falsch, und du machst es richtig" von Christian Ankowitsch


Ein wirklich sehr interessantes Buch, bei dem man sich selbst immer wieder ertappt, genau diese "falschen" Wege zu gehen, die der Autor beschreibt.
Beim Lesen des Buches habe ich sehr gestaunt (über mich, die Menschheit) und auch viel gelacht.
Auch wenn einem am Ende des Buches "befohlen" wird, niemanden von diesem Buch zu erzählen und es am besten gleich wieder zu vergessen (warum erfahrt ihr, wenn ihr das Buch lest :-) ) - ein echter Lesetipp von mir!

Montag, 17. Juni 2013

Eine wahnsinnig starke Rede...

... von Philip Wollen (ehem. Vizepräsident der Citibank)

Gemüse-Nudel-Suppe

Zutaten für 2 - 4 Personen:
- 1 Zwiebel
- 2 Möhren
- ca. 1/2 Staude Stangensellerie
- 2 Tomaten
- 1 Dose gemischte Bohnen
- 150 g (TK-)Erbsen
- 100 g Suppennudeln
- 3 Seitan-/Tofuwürstchen
- 1 l Gemüsebrühe
- 2 TL Majoran
- 1 TL Oregano
- Salz, Pfeffer

Das Gemüse und die Würstchen klein schneiden, Zwiebel würfeln,
Bohnen abtropfen lassen, TK-Erbsen auftauen.
Die Zwiebelwürfel, die Möhren und den Sellerie in einem großen Topf anbraten.
Die Brühe dazu gießen und zugedeckt 10 min. bei geringer Hitze kochen lassen.
Tomaten, Bohnen, Erbsen, Nudeln und Würstchen hinzufügen, 5 min. weiter köcheln lassen.
Mit Majoran, Oregano, Salz und Pfeffer abschmecken.

Guten Appetit!

Sonntag, 16. Juni 2013

Gentechnik-Kurznachrichten

Schweine, die mit gentechnisch verändertem Mais und Soja gefüttert werden, leiden wesentlich häufiger unter „ernsthaften“ Magenentzündungen als Artgenossen, die herkömmliches Futter fressen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie australischer und US-amerikanischer Forscher, die in der Fachzeitschrift „Journal of Organic Systems“ veröffentlicht wurde. Außerdem waren die Gebärmütter der Tiere durchschnittlich um ein Viertel größer als normal. Für die Fütterungsstudie verwendeten die Wissenschaftler, die unter anderem von der Flinders Universität und der medizinischen Fakultät der Universität Adelaide in Australien kommen, gentechnisch veränderten Mais und Soja von Monsanto. Sie mischten dabei DK 42-88 RR YG PL - einen Mais mit drei Transgenen zur Ausschüttung von Insektengift und Herbizidresistenz – mit „RoundupReady“-Soja, das ebenfalls gegen das Spritzmittel Glyphosat resistent ist. Zum Vergleich nutzen sie herkömmliche Pflanzen, die nicht gentechnisch verändert waren. Alle Futtermittel kauften die Forscher von US-Landwirten. Bei den Tieren handelte es sich um 168 „gewöhnliche“ Yorkshire-Schweine. Die Hälfte bekam knapp 23 Wochen lang das Gentech-Futter vorgesetzt, die Anderen erhielten das konventionelle Futter. Mit fünfeinhalb Monaten dauerte der Versuch laut den Wissenschaftlern so lange, wie die „normale Lebensspanne eines kommerziellen Schweins von der Entwöhnung bis zur Schlachtung.“ Die Tiere wurden unter „gewöhnlichen Industriebedingungen“ auf Betonböden gehalten, allerdings mit Zugang zum Freien. Bei den Ergebnissen gab es zwei bemerkenswerte Abweichungen zwischen den Gruppen. Die mit Gentechnik-Mais und -Soja gefütterten Schweine hatten mit Magenentzündungen zu kämpfen – und zwar mindestens doppelt so häufig wie ihre Artgenossen. Bei den männlichen Tieren kam es bei 22 Prozent der Gentech-Gruppe zu solchen Problemen, jedoch nur bei 5,6 Prozent der nicht-Gentech-Gruppe. Bei weiblichen waren es 41,7 Prozent, verglichen mit 18,9 Prozent. Unterschiede wurden außerdem bei der Größe der Gebärmütter der weiblichen Schweine festgestellt. Nach der Schlachtung wurden diese entnommen und anschließend von Tierärzten untersucht. Um Beeinflussungen zu vermeiden, wussten diese Mediziner nicht, welche Tiere womit gefüttert worden waren. Sie bilanzierten, dass die Gebärmütter der Tiere, die Gentechnik gefressen hatten, im Schnitt 25 Prozent größer waren als jene der nicht-Gentechnik-Gruppe. Die Forscher bezeichnen den Unterschied als „statistisch relevant“. Aus Sicht der Studienautoren machen die Ergebnisse „Grund zur Sorge“ - vor allem, weil heutzutage größtenteils gentechnisch verändertes Futter in den Trögen der konventionellen Tierhaltung lande. Nötig seien deshalb verbindliche Langzeitstudien für alle transgenen Pflanzen, die für die Fütterung zugelassen werden sollen.

Samstag, 15. Juni 2013

Gentechnik-Kurznachrichten

Fast die Hälfte der Bewohner europäischer Großstädte könnte das giftige Spritzmittel Glyphosat im Körper haben. Wissenschaftler des Medizinischen Labors Bremen untersuchten Urinproben von 182 Menschen aus 18 Ländern – bei 44 Prozent wurden sie fündig. In Deutschland wurde das Gift sogar bei sieben von zehn Personen nachgewiesen. Zwar seien weitere Untersuchungen nötig. Man vermute aber, dass das Ackergift hauptsächlich über Lebensmittel, z.B. Brötchen, aufgenommen werde, teilte der Auftraggeber der Studie, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mit. Untersucht wurde der Urin von Menschen, die eigenen Angaben zufolge weder beruflich noch privat, beispielsweise im Hausgarten, mit Pflanzenschutzmitteln hantieren. Die Probanden waren zwischen 15 und 65 Jahre alt. Fleischesser und Vegetarier waren vertreten, auch einige Veganer. Am häufigsten wurde das Herbizid Glyphosat, das beispielsweise vom Agrarkonzern Monsanto unter dem Namen „Roundup“ vertrieben wird, im Urin von Maltesern nachgewiesen. Neun von zehn Testpersonen von der Mittelmeerinsel waren betroffen. Deutschland liegt mit 70 Prozent auf dem zweiten Platz, zusammen mit Polen und Großbritannien. Am wenigsten belastet scheinen Bulgaren und Mazedonier zu sein. Dort waren nur 10 Prozent der Proben positiv. „Es ist erschreckend, dass fast die Hälfte der Bewohner von Großstädten in Europa Glyphosat im Körper hat“, kommentierte BUND-Präsident Hubert Weiger die Testergebnisse. „Dabei ist Glyphosat nicht das einzige Pestizid, dem die Menschen ausgesetzt sind.“ Es nehme jedoch eine zentrale Rolle ein, so der studierte Forstwissenschaftler. In der industrialisierten Landwirtschaft von heute werde es systematisch eingesetzt, um die Kosten zu senken und die Arbeit zu erleichtern. Glyphosat wird häufig noch kurz vor der Getreideernte auf die Pflanzen gesprüht, damit sie zur gleichen Zeit eingebracht werden können. Das Gift lässt sich jedoch nicht einfach herauswaschen. „Am Ende dieser gesamten Entwicklung steht der Mensch“, so Weiger. Gleichzeitig präsentierte der Chefredakteur von Öko-Test, Jürgen Stellpflug, eine Untersuchung seines Magazins. In Mehl, Haferflocken, Backwaren und Linsen aus deutschen Geschäften und Supermärkten habe man Rückstände des Unkrautvernichtungsmittels festgestellt. „Vor allem waren acht der zehn untersuchten Brötchen belastet, was zeigt, dass Glyphosat die Backtemperaturen übersteht.“ Durch die Aufnahme des Herbizids könne das Risiko von hormonellen Erkrankungen, Krebs und Fruchtbarkeitsproblem steigen. Von offizieller Seite gebe es aber nicht genügend Kontrollen und Langzeituntersuchungen. „Erschreckend ist das Versagen der Behörden, die ausgerechnet bei Glyphosat, dem am häufigsten eingesetzten Pestizid der Welt, kaum Untersuchungen auf derartige Belastungen durchgeführt haben“, kritisierte Stellpflug. In Deutschland ist das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) für Glyphosat zuständig. Deutschland koordiniert außerdem die EU-Prozesse dazu. In der Vergangenheit seien die Grenzwerte für das Gift stark nach oben korrigiert worden, damit es überhaupt weiterhin so massiv eingesetzt werden könne, kritisierte die Heike Moldenhauer vom BUND. Untersucht würde höchstens, wie das Herbizid im Körper wirkt, wenn in kurzer Zeit sehr große Mengen aufgenommen werden. Das sei jedoch völlig lebensfern. Viel wichtiger sei die langfristige Wirkung kleiner Dosen, zum Beispiel aus Nahrungsmitteln. Das werde aber nicht untersucht. Moldenhauer hält die Behörde im Fall Glyphosat für „voreingenommen“. Es brauche einen „frischen Blick auf die Daten.“ Im Klartext: andere Behörden sollen Glyphosat statt dem BfR unter die Lupe nehmen. Glyphosat ist das weltweit am meisten verkaufte Herbizid. In Deutschland werden circa 5.000 Tonnen pro Jahr verbraucht. Massiv wird es auch auf den Gentechnik-Plantagen Nord- und Südamerikas versprüht. Durch die Genmodifikation sind viele Soja- und Maispflanzen gegen „Roundup“ immun, während die Wildkräuter absterben. „Auf den Einsatz des Pflanzenschutzwirkstoffs Glyphosat vor der Ernte und in Kleingärten muss umgehend verzichtet werden“, forderte auch Bernd Voß, Bauer aus Schleswig-Holstein und Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). Hier sei nun die Politik gefragt, die dem Gift zuletzt eine längere Genehmigung zugestanden hatten als ursprünglich vorgesehen. „Die Bundesregierung und die EU-Kommission haben noch mal grünes Licht für eine Verlängerung der Zulassung bis 2015 gegeben. Dies ist unverantwortlich“, monierte Voß. „Dem BUND ist zu danken, dass er mit seiner Untersuchung die Arbeit gemacht hat, die eigentlich Gesundheits- und Lebensmittelbehörden hätten leisten müssen“, kommentierte der grüne Europaabgeordnete Martin Häusling die vorgelegte Studie. „Was nun folgen muss, ist ein EU-weites Monitoring, um genau festzustellen, auf welchem Weg Glyphosat in unseren Körper gelangt, in welchen Mengen und welche tatsächlichen gesundheitlichen Risiken dabei entstehen. So sollte unter anderem ein wissenschaftlich fundierter Vergleich zwischen Land- und Stadtbewohnern, Fleischessern und Vegetariern, Bio- und Nicht-Bio-Konsumenten angestellt werden.“ Im ökologischen Landbau ist der Einsatz des Herbizids verboten. Im konventionellen Ackerbau ist es hingegen weitverbreitet. In vielen Futtertrögen landet außerdem Gentechnik-Futter aus Südamerika, in dem sich ebenfalls Rückstände des Gifts finden. Um den Verbrauch von Glyphosat zu verringern, könne eine zusätzliche Abgabe helfen, meint Felix Prinz zu Löwenstein, der Vorsitzende des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). „Die Pestizidabgabe wäre eine Maßnahme, um mehr Chancengleichheit für Öko-Bauern herzustellen und damit mehr Landwirte ermutigen, den Schritt der Umstellung zu gehen.“

Freitag, 14. Juni 2013

Zitat des Tages

„Alle Menschen sind eins. Was sie unterscheidet, ist der Name, den man ihnen gibt.“ - Buddha

Gentechnik-Kurznachrichten

Trotz andauernder Debatten und Rechtsverfahren hat das Europäische Patentamt in München diese Woche erneut ein Patent auf eine Pflanze erteilt. Seminis, eine Tochterfirma des US-Agrarkonzerns Monsanto, bekam einen mit konventionellen Methoden gezüchteten Brokkoli als „Erfindung“ eingetragen. Laut Seminis soll der Kopf des Brokkolis höher als üblich wachsen, wodurch er von den Erntemaschinen leichter abgeschnitten werden könne. Die Initiative „Keine Patente auf Saatgut!“ sieht in dem Brokkoli-Patent hingegen einen weiteren Schritt in Richtung einer „Monopolisierung unserer Lebensgrundlagen.“ Das gewährte Patent fiel recht großzügig aus. So gelten sowohl das Saatgut als auch die Brokkoli-Pflanzen, die Ernte und die geernteten Brokkoli-Köpfe jetzt als geschützte Erfindung Seminis. Die Kritiker von „Keine Patente auf Saatgut!“ starteten eine Unterschriftenaktion gegen das „Patent auf geköpften Brokkoli.“ Es drohe eine ständig zunehmende Marktkonzentration – und damit letztlich weniger Vielfalt auf dem Acker. Erst vor kurzem hatte der Schweizer Monsanto-Konkurrent Syngenta ein Patent auf konventionell gezüchtete Chilis zugesprochen bekommen. Das Patentamt wird immer wieder dafür kritisiert, auch herkömmlich gezüchtete Pflanzen – nicht nur Gentechnik-Varianten – als „geistiges Eigentum“ anzuerkennen. Dabei verbietet EU-Recht eigentlich solche Patente. Das Amt, das sich über die Gebühren der antragstellenden Unternehmen finanziert, interpretiert die Richtlinien aber anders. Umwelt-, Landwirtschafts- und Verbraucherorganisationen fordern deshalb noch klarere Rechtsvorschriften. Innerhalb der Bundesregierung gibt es dazu aber keine Einigkeit. Insbesondere die FDP tritt auf die Bremse. Sie sieht in den Patenten einen Motor für Innovationen in der Landwirtschaft.

Donnerstag, 13. Juni 2013

Pasta ála Marco Polo

Zutaten für 2 - 3 Personen:
- 300 - 450 g Spaghetti
  (oder Nudeln nach Wahl)
- 120 g grüne Bohnen
- 2 Tomaten
- 1 Bund Lauchzwiebeln
- 200 g Naturtofu
- 2 EL Sojasoße
- 1 EL Sesamöl
- 70 g Cashewkerne
- 1 TL Ingwer gemahlen
- 1 TL Koriander gemahlen
- Pfeffer, evtl. Salz

Das Gemüse klein schneiden, Tofu würfeln.
Cashewkerne evtl. zerkleinern. Nudeln nach Packungsanleitung kochen.
In einer Pfanne das Gemüse ein paar Minuten anbraten, Sojasoße, Sesamöl und Ingwer unterrühren. Den Tofu dazu geben und ca. 10 min. abgedeckt bei mittlerer Hitze köcheln lassen (bis die Bohnen gar sind). Die Cashewkerne untermischen. Mit Koriander, Pfeffer und evtl. Salz abschmecken.

Guten Appetit!

Gentechnik-Kurznachrichten

Diese Woche gab es bei der Abstimmung über eine Importzulassung für den gentechnisch veränderten „Smartstax“-Mais keine endgültige Entscheidung. Es kam zu einem Patt, weil weder für noch gegen die Genehmigung genügend Stimmen aus den EU-Mitgliedsstaaten zusammen kamen. Deutschland enthielt sich, wie bereits bei früheren Abstimmungen, der Stimme, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Nun folgt eine zweite Runde. Gibt es dann wieder keine Mehrheit, könnte die Europäische Kommission die Gentech-Pflanze von Monsanto und Dow als Futter- und Lebensmittel zulassen. Kritiker bezeichnen sie als „Giftcocktail“. Im Ständigen Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit treffen sich Beamte aus allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Sie repräsentieren dort die für Agro-Gentechnik zuständigen Minister. In Deutschland ist das Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU). Obwohl Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen im Vorfeld eindringlich vor einer Zulassung des transgenen Smartstax-Mais warnten, konnte sich die Bundesregierung offenbar nicht zu einer Position durchringen. Sie enthielt sich der Stimme. Da Deutschland aufgrund der hohen Bevölkerungszahl mehr Stimmen hat als andere Länder, ist es so schwierig, die nötige qualifizierte Mehrheit zu erzielen, die für eine gültige Entscheidung nötig ist. Zuvor war genau von diesem Abstimmungsverhalten abgeraten worden. „Durch die Zulassung von SmartStax würden sich EU-Verbraucherkommissar Borg und Agrarministerin Aigner ein weiteres Mal vor den Karren der Gentechnik-Unternehmen spannen lassen“, hatte beispielsweise der Vorsitzende des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Felix Prinz zu Löwenstein, erklärt. Die Hersteller von Smartstax, die US-Agrarkonzerne Monsanto und Dow, haben der Pflanze verschiedene Gene aus anderen Spezies eingesetzt, eines davon wurde komplett im Labor synthetisiert. Dadurch ist die Pflanze gegen die beiden Spritzmittel Glyphosat und Glufosinat resistent. Gleichzeitig sondert sie sechs verschiedene Gifte ab, um Insekten zu töten. Damit versuchen die Konzerne, die zunehmend auftretenden Resistenzen bei Wildkräutern und Insekten in den Griff zu kriegen, die sich auf den Gentechnik-Plantagen Nord- und Südamerikas ausbreiten. Die Organisation Testbiotech kritisierte den Vorstoß der EU-Kommission, die das Thema auf die Tagesordnung gesetzt hatte. „Das ist ein gravierender Verstoß gegen die Interessen der Verbraucher“, sagte der Gentechnik-Experte Christoph Then mit Blick auf die geballte Giftkombination von Smartstax. Testbiotech hatte letztes Jahr gewarnt, dass der Biotech-Mais bereits illegal nach Europa gelangt sein könnte. Wegen der verschiedenen eingebauten Gene sei der Smartstax-Mais bei Kontrollen nur sehr schwer von anderen Gentechnik-Mais-Sorten zu unterscheiden. Die importierte Warte wandert in der EU größtenteils in Futtertröge.

Mittwoch, 12. Juni 2013

In China essen sie Hunde...

Wirklich schockierend und traurig...


Viel anders sieht es bei uns allerdings leider auch nicht aus, wenn es um Kühe,
Schweine, Hühner usw. geht...unser Mitleid sollte auch diesen Tieren gelten :-/

Gefüllte Blätterteigtaschen (mit Tofu)

Zutaten für 2 Personen (6 Stück):
- 1 Packung Blätterteig (6 Platten)
- 400 g (TK-)Blattspinat
- 200 g Naturtofu
- 1 EL (+ zum abschmecken) Zitronensaft
- 5 EL Öl
- je 1/2 TL Rosmarin, Thymian, Oregano,   Basilikum
- Salz, Pfeffer





Die Blätterteigplatten auftauen lassen. TK-Spinat auftauen lassen und gut ausdrücken / frischen Spinat andünsten, bis er zusammengefallen und die Flüssigkeit verdampft ist.
Den Tofu in Würfel schneiden. Aus Zitronensaft, Öl, Rosmarin, Thymian, Oregano, Basilikum, Salz und Pfeffer eine Marinade herstellen. Über den Tofu geben und ein paar Minuten marinieren lassen. Danach den Tofu mit der Marinade in einer Pfanne ca. 15 min. bei mittlerer Hitze backen. Spinat mit in die Pfanne geben und gut vermischen. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken.
Je ca. 2 EL der Mischung auf die Blätterteigplatten geben und diese zusammenfalten.
Im vorgeheizten Ofen bei 200 ° Ober-/Unterhitze 15 min. backen.
Dazu passt Salat.

Guten Appetit!

Gentechnik-Kurznachrichten

Nach dem Fund von gentechnisch verändertem Weizen auf einem Feld im US-Bundesstaat Oregon haben weitere Landwirte Klage gegen den Agrarkonzern Monsanto eingereicht. Eine Großkanzlei vertritt mehrere Farmer in einer Sammelklage. Monsanto wird vorgeworfen, bei Freilandexperimenten mit transgenem Weizen nicht die nötigen Vorsichtsmaßnahmen ergriffen und damit die Verunreinigung von konventionellem Getreide in Kauf genommen zu haben. So habe der Konzern die Exporte der Weizenproduzenten geschädigt. Die Großkanzlei Hausfeld LLP teilte mit, sie habe am vergangenen Donnerstag Klage im Bundesstaat Washington eingereicht. Die Anwälte der Firma vertreten mehrere Landwirte. Monsanto habe gewusst, dass im Fall der Verunreinigung mit gentechnisch verändertem Weizen „ernstzunehmende Verwerfungen auf dem Weizenexportmarkt und finanzieller Schaden“ auftreten würde, teilte Hausfeld mit. Die Kanzlei hatte eigenen Angaben zufolge bereits in einem früheren Verunreinigungsfall Sammelklage eingereicht. Damals seien über 100 Millionen Dollar an die geschädigten Farmer geflossen. Kürzlich war auf einem Feld in Oregon transgener Weizen entdeckt worden. Das Biotech-Getreide ist in den USA nicht für den kommerziellen Anbau zugelassen - genausowenig wie in anderen Ländern. Monsanto hatte allerdings mehrere Testreihen mit dem herbizidresistenten Weizen angestellt. Nach dem Fund stoppten Japan und Südkorea ihre Weizenimporte aus den USA.

Dienstag, 11. Juni 2013

Gentechnik-Kurznachrichten

Auf den Philippinen hat ein Gericht Freilandversuche mit gentechnisch veränderten Auberginen untersagt. Alle Experimente müssten dauerhaft beendet und die natürlichen Begebenheiten wieder hergestellt werden, so das Urteil von vergangenem Monat. Gegen die Freisetzung der transgenen Auberginen hatten Greenpeace Südostasien, eine philippinische NGO und einige Bürger des Inselstaates geklagt. In der Urteilsbegründung berufen sich die Richter unter anderem auf das Vorsorgeprinzip. „Die Befürworter der Biotechnologie behaupten, es sei höchste Zeit, dass diese nützlichen Technologien in unserer Gesellschaft eingeführt würden“, so die Richter des Berufungsgerichts in Manila. Dabei werde die Natur jedoch „unweigerlich“ Risiken ausgesetzt. Man müsse sich fragen, ob die vermeintlichen Vorteile der Agro-Gentechnik die „Risiken für die Umwelt und unsere Kinder“ wert seien. Aus Sicht des Gerichts ist dies offenbar nicht der Fall. Sie gaben den Klägern Recht, die das „in der Verfassung verankerte Recht der Bürger auf eine ausgeglichene und gesunde Ökologie“ durch die Gentechnik-Experimente in Gefahr sehen. Die Freisetzung der biotechnologisch hergestellten Auberginen könne die natürlichen Ressourcen der Philippinen schädigen, hatten die Kläger argumentiert. Letztlich greife das Vorsorgeprinzip, weil die Ungefährlichkeit des Gentech-Gemüses nicht erwiesen sei, urteilten die Richter. Die Pflanzen setzen aufgrund der Genmodifikation permanent ein Insektengift frei. Die Gentechnik-Versuche waren von staatlichen Stellen und der Universität Philippines Los Banos geplant worden. Unter den Beklagten war allerdings auch die Lobby-Organisation ISAAA (International Service for the Acquisition of Agri-biotech Applications), weil sie das Vorhaben unterstützte. Die ISAAA stellt jährlich einen viel beachteten Bericht zur weltweiten Anbausituation bei Gentech-Pflanzen vor. Sie wird allerdings von Gentechnik-Befürwortern finanziert, Unternehmen wie Monsanto und Bayer CropScience – und auch dem philippinischen Agrarministerium. Neben der Universität wäre an den Auberginen-Experimenten auch das indische Saatgut-Unternehmen Mahyco beteiligt gewesen – eine Tochterfirma des US-Gentech-Konzerns Monsanto.

Vegane Hack-Käse-Suppe

Zutaten für 2 - 3 Personen:
- 125 g Sojagranulat
- 1 Lauch
- 1 Zwiebel
- 800 ml Gemüsebrühe (evtl. mehr f. Granulat)
- 200 ml Reissahne
- 9 EL Hefeflocken (oder nach Geschmack)
- 1/2 - 1 TL Rauchsalz
- Pfeffer





Das Sojagranulat in heißer Gemüsebrühe 10 min. einweichen (alternativ in heißem Wasser mit Rauchsalz, geräuchertem Paprikapulver, Liquid smoke...). Danach gut abtropfen lassen.
In der Zwischenzeit die Zwiebel würfeln, den Lauch klein schneiden. Die Zwiebelwürfel in einem Topf anbraten. Granulat und Rauchsalz dazu, nach ein paar Minuten den Lauch, diesen kurz mitbraten.
Mit Gemüsebrühe und Sahne ablöschen. Die Hefeflocken einrühren und zugedeckt bei geringer Hitze ca. 15 min. köcheln lassen. Mit Pfeffer abschmecken.

Guten Appetit!

Montag, 10. Juni 2013

Warum machen sich so wenige Erwachsene darüber Gedanken?

Wenn es doch Kinder auch verstehen können?

Tomatiger Dinkeltopf

Zutaten für 2 - 3 Personen:
- 2 Tomaten
- 3 Möhren
- 1 Zucchini
- 1 Zwiebel
- 150 g Dinkel
- 500 g passierte Tomaten
- 1 EL Rosmarin
- 200 g Basilikum-Tofu
- Salz, Pfeffer




Zwiebel würfeln. Tomaten, Möhren und Zucchini klein schneiden.
Die Zwiebelwürfel in einem Topf anbraten, das restliche Gemüse mit dem Dinkel dazu geben und kurz mitbraten. Mit den passierten Tomaten und 250 ml Wasser ablöschen. Den Rosmarin unterrühren, aufkochen lassen und mit geschlossenem Deckel ca. 20 - 25 min. bei geringer - mittlerer Hitze köcheln lassen.
In der Zwischenzeit den Tofu in Würfel schneiden und in einer Pfanne kross anbraten.
Den Dinkeltopf mit Salz und Pfeffer abschmecken, auf Teller verteilen und den Tofu darüber geben.

Guten Appetit!

Sonntag, 9. Juni 2013

Produkttipp

Leckerer leckerer Tofu:


"Basilikum-Tofu" von Taifun

Sehr lecker einfach nur kalt oder auf's Brot!

(erhältlich im Bioladen)

Gentechnik-Kurznachrichten

„Aktuell überschlagen sich die Medien mit der Nachricht, dass Monsanto die Vermarktung von gentechnisch verbessertem Saatgut in Deutschland und Europa eingestellt haben soll. Das stimmt so nicht.“ So äußert sich der US-Agrarkonzern zu jüngsten Berichten über einen „Rückzug“ aus Europa. Man konzentriere sich zwar auf das Geschäft mit konventionellem Saatgut und Pestiziden. Dort, wo es eine „breite Unterstützung auf landwirtschaftlicher und politischer Ebene für die Technologie“ gebe, werde man aber weiterhin transgene Pflanzen verkaufen. Aus Sicht Monsantos ist das aktuell in Spanien und Portugal der Fall.
In Spanien wachsen auf circa einem Viertel der Maisflächen gentechnisch veränderte Pflanzen. Auch in Portugal gibt es einige Gentech-Felder. In der übrigen EU spielt transgener Mais zurzeit aber keine Rolle. Mehrere Staaten, darunter Deutschland, haben ein Anbauverbot gegen MON810 erlassen. Das ist zurzeit der einzige Biotech-Mais, der in der Union zugelassen ist. Monsanto gehört allerdings ein bedeutender Teil des kommerziellen Saatguts. Auch mit Herbiziden verdient der Konzern bestens.
Nach Äußerungen eines Monsanto-Sprechers gegenüber dänischen und deutschen Journalisten hatten zahlreiche Medien und Blogs das vermeintliche „Aus“ des Konzerns in Europa verkündet. Die Gentechnik-Expertin des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Heike Moldenhauer, kommentierte die Vorgänge hingegen sehr skeptisch: „Monsanto hat keinen einzigen seiner laufenden Zulassungsanträge für Gentech-Pflanzen zurückgezogen. Elf Pflanzen warten auf eine Anbauzulassung für die Äcker der EU, darunter der Mais MON810, der zur Wiederzulassung ansteht.“ Und in den anstehenden Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen EU und USA werde Washington darauf drängen, den europäischen Markt für Gentechnik-Produkte weiter zu öffnen.
Annemarie Volling, Gentechnik-Expertin der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, forderte die Bundesregierung auf, bei anstehenden Zulassungen „mit einem klaren Nein zu stimmen.“ Sie verwies auch auf Futtermittel für Tiere, die in Europa häufig Gentech-Soja aus Südamerika enthalten: „Derzeit landen Monsantos gv-Pflanzen hauptsächlich in den Futtertrögen – und auch daraus müssen wir sie verbannen.“

Freitag, 7. Juni 2013

Gentechnik-Kurznachrichten

In der EU könnte bald eine neue Gentechnik-Pflanze zum Import zugelassen werden, die von Kritikern als „Giftcocktail“ bezeichnet wird. Es handelt sich um den Mais „SmartStax“ der US-Agrarkonzerne Monsanto und Dow. Er ist gegen zwei Spritzmittel resistent und produziert selbst mehrere Insektengifte. Für kommende Woche hat die Europäische Kommission das Thema auf die Tagesordnung des zuständigen Ausschusses gesetzt. In den USA wird SmartStax bereits angebaut. Er ist mittels Gentechnik gegen die Ackergifte Glyphosat und Glufosinat resistent gemacht und sondert zusätzlich sechs verschiedene Insektizide ab – eines davon wurde komplett synthetisch im Labor hergestellt. Monsanto und Dow erhoffen sich davon ein Mittel gegen zunehmende Resistenzen von Wildkräutern und Insekten. Die Risiken, die von dieser Giftmischung für Umwelt und Verbraucher ausgehen, seien jedoch nie eingehend untersucht worden, kritisiert das Institut Testbiotech. Die Daten, die die Industrie dazu vorgelegt habe, erfüllten teilweise nicht einmal die wissenschaftlichen Mindeststandards. Testbiotech hatte letztes Jahr darauf aufmerksam gemacht, dass SmartStax vermutlich schon ohne Erlaubnis in die EU gelangt sei. Mit herkömmlichen Gentests könne dieser Mais nicht von anderen Biotech-Sorten unterschieden werden, weshalb Kontrollen sehr schwierig seien. Den jetzigen Vorstoß der Kommission sieht das Institut daher als „indirekte Bestätigung dafür, dass [SmartStax] tatsächlich bereits illegal importiert wurde.“ Um dieses Problem zu umgehen, wolle die Kommission den umstrittenen Mais nun als Futter- und Lebensmittel zulassen. „Das ist ein gravierender Verstoß gegen die Interessen der Verbraucher“, kritisiert der Testbiotech-Experte Christoph Then. „EU-Kommissar Tonio Borg sollte sich Gedanken darüber machen, vor welchen Karren er sich da spannen lässt. Kurz nachdem Monsanto angekündigt hat, in der EU keine neuen Gentechnik-Pflanzen mehr zu vermarkten, sollen ausgerechnet jetzt diese Giftpflanzen zugelassen werden?“ Am 10. Juni wird im Ständigen Ausschuss für die Nahrungskette und Tiergesundheit über die Zulassung beraten. Dort sitzen die Vertreter aller EU-Staaten. Wenn sie sich nicht einigen können, hat die Kommission das letzte Wort.

Donnerstag, 6. Juni 2013

Gentechnik-Kurznachrichten

Als erster US-Bundesstaat hat Connecticut eine Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln beschlossen. Republikaner und Demokraten einigten sich im Senat auf ein entsprechendes Gesetz. Allerdings tritt es nur in Kraft, wenn andere Staaten mitziehen.
Der überparteiliche Kompromiss sieht vor, dass Lebensmittel aus gentechnisch veränderten Organismen den Verpackungshinweis „Produced with Genetic Engineering“ (in etwa: mit Gentechnik hergestellt) tragen müssen. Ausnahmen gelten für Restaurants und Direktverkäufe auf Märkten, Zusatzstoffe und Enzyme, sowie für tierische Erzeugnisse wie Eier und Milch, die mit Futtermitteln aus transgenen Pflanzen produziert werden. Bei Verstößen sind Strafen von bis zu 1.000 Dollar pro Tag und Produkt vorgesehen.
Weil die Senatoren und Abgeordneten aus Connecticut nicht landesweit alleine da stehen wollen, haben sie eine Hürde eingebaut: damit die Gentechnik-Kennzeichnung in Kraft tritt, müssen mindestens vier andere US-Bundesstaaten ein ähnliches Gesetz erlassen, wobei einer davon an Connecticut angrenzen muss. Außerdem müssen im Nordwesten des Landes mindestens 20 Millionen Bürger – in Form von entsprechenden Kennzeichnungsgesetzen ihrer Heimatstaaten – hinter den Gentechnik-Labels stehen. Der demokratische Senatspräsident Donald Williams rechnete vor: „Beispielsweise hat New York eine Bevölkerung von 19 Millionen und Connecticut hat 3,5 Millionen. Wenn also alleine New York mitmacht, hätten wir die Anforderung an die Bevölkerungszahl erfüllt.“ Und er fügte hinzu: „Wir sind sehr zufrieden, dass Connecticut die Nation anführen wird.“
Umwelt- und Verbraucherorganisationen begrüßten den Vorstoß. „Die heutige Einigung auf eine Gentechnik-Kennzeichnung ist historisch und wir sind stolz, eine Rolle in ihrer Entwicklung gespielt zu haben“, erklärte die Gruppe „GMO Free CT“. Nun entstehe auch neuer Schwung für andere Kennzeichnungs-Initiativen im Land.
In den USA gibt es bislang – anders als in der EU und vielen weiteren Staaten – keine verpflichtenden Gentech-Labels auf Verpackungen. In verschiedenen Bundesstaaten werden aber Unterschriften gesammelt oder in den Parlamenten über ähnliche Gesetze diskutiert. Im vergangenen Herbst war eine Kennzeichnung im wirtschaftlich äußerst wichtigen Kalifornien jedoch knapp gescheitert. Nach einer 50 Millionen Dollar schweren Gegenkampagne der Agrar- und Lebensmittelindustrie entschied sich eine dünne Mehrheit der Wähler in einer Abstimmung gegen das Label. Bei Pflanzen wie Soja, Mais, Raps und Baumwolle ist Agro-Gentechnik in den USA sehr weit verbreitet.
In der EU müssen Gentechnik-Zutaten in Lebensmitteln ausgewiesen werden. Allerdings gibt es auch hier eine Ausnahme für Fleisch, Milch, Eier und Käse - ein Großteil der Tiere in konventioneller Haltung wird mit Gentechnik-Soja aus Südamerika gemästet.

Montag, 3. Juni 2013

Buchtipp

Hätte ich das alles nur mal früher gewusst....


"Milch besser nicht" von Maria Rollinger

"Dieses Buch handelt von einem uns selbstverständlich und lieb gewordenen Nahrungsmittel, von der Milch. Unser Verhältnis zur Milch ist kaum reflektiert und heute fast ausschließlich vom massenhaften Konsum der sehr vielfältigen Milchprodukte und von der Werbung bestimmt...."

Milch ist gesund? Also nach diesem Buch kann ich sagen: "Wirklich NICHT!!".
In dem Buch geht es von der Geschichte der Milch, bis über Krankheiten, Inhaltsstoffen und Bearbeitung der Milch... Man erfährt sehr interessante und teilweise auch sehr üble / eklige Details (z. B. wohin die Milchindustrie ihren Abfall entsorgt...).
Spätestens nach dem Lesen diese Buches wird man keine Milch / Milchprodukte mehr wollen.

"Ein Lebensmittelkrimi, spannend vom Anfang bis zum Ende" - das kann ich so unterschreiben.

Gentechnik-Kurznachrichten

Schon Mitte der letzten Woche hatte Monsanto seinen Rückzug mit gentechnisch veränderten Pflanzen aus Europa gegenüber dänischen Journalisten angekündigt, nun hat der Konzern seine Entscheidung gegenüber der „tageszeitung“ bestätigt. Die Politik reagiert wie erwartet, die kritische Bewegung verbucht es als einen klaren Erfolg. Keine neuen Anträge auf Zulassung von Gentechnik-Pflanzen, keine Lobbyarbeit und keine Freilandversuche in Europa heißt es aus dem Hause Monsanto. Die Sprecherin Ursula Lüttmer-Ouazane des Konzerns in Deutschland räumt ein: „Wir haben verstanden, dass es im Moment nicht die breite Akzeptanz hat“ und sagt weiter: „Es ist kontraproduktiv, gegen Windmühlen zu kämpfen.“ Dass Gentechnik-Pflanzen in Deutschland keinen Fuß fassen, liegt an einer starken Anti-Gentechnik-Bewegung. Schon im Jahre 2009 hatten Gentechnik-Kritiker die Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CDU) dazu gebracht, den Mais Mon 810 von Monsanto zu verbieten. In den letzten Jahren haben auch Branchenkonkurrenten Bayer CropScience, BASF und Syngenta den Rückzug ihrer Gentechnik-Sparte aus Europa veranlasst. Die Politik reagierte wie erwartet. Ministerin Aigner sagte gegenüber der „tageszeitung: „Für die Landwirtschaft in Europa haben sich die Heilsversprechen der Gentechnik-Industrie bisher nicht erfüllt.“ Ihre Kollegin Christel Happach-Kasan, Sprecherin für Ernährung und Landwirtschaft der FDP zeigte sich hingegen enttäuscht: „„Monsantos Entscheidung ist ein Verlust für Deutschland und Europa.“ Sie befürchtet, dass durch die Entscheidung von Monsanto die Volkswirtschaft Schaden nehmen werde. Sie ist nach wie vor davon überzeugt, dass der schädlingsresistente Mais einen Beitrag zu einer umweltfreundlichen Landwirtschaft sein kann. Auch wenn in diesem Jahr keine Gentechnik-Pflanzen auf deutschen Äckern wachsen, hat Greenpeace seinen ungebrochenen Kampf gegen den Import von Gentechnik über Futtermittel angekündigt. 80% aller weltweit gentechnisch veränderten Pflanzen werden als Futtermittel verwendet und stellen somit das größte Einfallstor dar.

Sonntag, 2. Juni 2013

Gentechnik-Kurznachrichten

Pflanzen, die in der Dunkelheit leuchten – bald in vielen Küchen und Vorgärten? Zumindest für US-Amerikaner könnte das bald Realität werden, hoffen drei Biotech-Unternehmer in Kalifornien. Über eine Crowdfunding-Plattform sammeln sie das nötige Kapital. Über 400.000 Dollar kamen bereits zusammen, mehr als 7.000 Menschen haben gespendet. Versprochen wurde ihnen, sofern sie mehr als 40 Dollar zur Verfügung gestellt haben, bis zu 100 Samen der leuchtenden Gänserauken (Arabidopsis thaliana). Doch niemand weiß, wie sich die Pflanzen in der Umwelt entwickeln – sie tragen künstliche, komplett am Computer errechnete und anschließend „ausgedruckte“ Gene in sich. „Synthetische Biologie“ nennt sich die rasant entwickelnde Szene aus Wissenschaftlern, IT-Spezialisten und Start-Up-Unternehmen. Im Kern geht es darum, Gene nicht mehr nur zu analysieren, sondern sie selbst zu erschaffen. Damit ist man weit über die Verfahren der Agro-Gentechnik hinaus. Diese basiert darauf, bereits vorhandenes Erbgut von einer Spezies in eine Andere zu übertragen. So entstanden die herbizidresistenten oder insektenabwehrenden Pflanzen von Monsanto und Co. Doch bei der synthetischen Biologie werden die gewünschten DNA-Abschnitte direkt am Computer geschrieben, im Labor zusammengebaut, dann in ein Bakterium eingesetzt und von dort auf eine Pflanze übertragen. Zwei junge Biochemiker und ein Mathematiker könnten nun die Ersten sein, die eine solche Pflanze in die Welt außerhalb des Labors bringen. Die ursprünglich als Startkapital anvisierten 65.000 Dollar haben sie längst übertroffen, seit Ende April haben sie über die Plattform Kickstarter 400.000 Dollar an Spenden erhalten. Mit der Software „Genome Compiler“, die Einer der drei entwickelt hat und nun über eine eigene Firma vermarktet, haben sie ein Bioluminszenz-Gen hergestellt. Das kalifornische Unternehmen Cambrian Genomics soll den Computerentwurf nun „ausdrucken“, Grundstoffe zu DNA-Bausteinen zusammenfügen. Da sich die Technik rapide weiter entwickelt, kostet es heute weniger als 1 US-Dollar, ein Basenpaar herzustellen. Für ihr Leucht-Gen benötigen die Jungunternehmer des „Glowing Plants“-Projekts nach eigenen Angaben mehrere 10.000 Basenpaare. Auf die Leuchtkraft der Pflanzen wollen sie ihren Geldgebern aber keine Garantie geben. „Wir hoffen auf eine Pflanze, die man wirklich im Dunkeln sehen kann (...), aber erwartet nicht, dass Ihr eure Glühbirnen gleich mit Version 1.0 ersetzen könnt.“ Die kanadische Nachhaltigkeitsorganisation ETC warnt vor dem Projekt. Vor allem, dass die neuartigen Gentech-Pflanzen massenhaft ausgesät werden könnten, und das ohne irgendwelche Sicherheitsvorkehrungen, hält sie für besorgniserregend. Es gebe bislang keinerlei Einigkeit, wie mit solchen Schöpfungen umzugehen sei – jedoch hätten zahlreiche Wissenschaftler sowie Experten der UNO, US-Regierung und EU zur Vorsicht geraten. Wenn die Behörden nun nichts unternähmen, werde ein gefährlicher Präzedenzfall geschaffen. „Wir fordern das US-Landwirtschaftsministerium auf, dieses riskante, unregulierte Vorhaben zu stoppen“, schrieb die ETC Ende April in einem Brief nach Washington. Bevor die synthetischen Organismen in die Umwelt entlassen würden, müsse ein rechtlicher Rahmen geschaffen werden – auf nationaler wie internationaler Ebene. Es sieht nicht so aus, als ob das noch rechtzeitig geschieht. Die Finanzierungsphase des Leuchtpflanzenprojekts endet in einer Woche.

Samstag, 1. Juni 2013

Produkttipp

Unverzichtbar in der veganen Küche...


"Hefeflocken" von Erntesegen (erhältlich z. B. bei vekoop.de)

Ich hätte nicht gedacht, dass Hefeflocken von verschiedenen Herstellern anders schmecken, bis ich einmal andere als die von Erntesegen gekauft habe... ja, da gibt es schon einen Riesenunterschied. Deshalb bleibe ich jetzt bei der Firma Erntesegen was Hefeflocken betrifft - die schmecken mir einfach am besten :-)
Kostenlose Homepage